×

STV-News-Channel

… bleiben Sie auf dem Laufenden und lesen Sie unseren wöchentlich aktualisierten STV-News-Channel mit den aktuellsten und informativsten Branchenmeldungen!

Anmeldung zum STV-News-Channel

Sie möchten den STV-News-Channel jeden Donnerstag mit brandaktuellen Meldungen zugeschickt bekommen?

Das STV-News-Channel-Archiv

In unserem STV-News-Channel-Archiv können Sie alle Meldungen der Vorwoche noch einmal nachlesen:


Meldungen der Woche

Arbeitgeber stimmen Schlichterspruch zu

Die beiden Arbeitgeberverbände im Bauhauptgewerbe, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband Deutsches Baugewerbe, haben dem Schlichterspruch zugestimmt. Nachdem auch die IG BAU ihre Zustimmung signalisiert hat, kann der Schlichterspruch in Kraft treten.

...„Damit haben die Tarifvertragsparteien ihrer Verantwortung angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Situation der Branche in der Corona-Pandemie Rechnung getragen. Die Tarifverhandlungen waren schwierig und haben sich lange hingezogen. Am Ende hat es sich aber gelohnt. Wir haben einen guten Kompromiss für viele Fragen gefunden. Unser Schlichter, Prof. Dr. Rainer Schlegel, der Präsident des Bundessozialgerichts, hat einen wichtigen Anteil daran gehabt. Dafür möchten wir uns noch einmal ausdrücklich bedanken“, erklärten Uwe Nostitz, Verhandlungsführer der Arbeitgeber und Vizepräsident des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe (ZDB) und Jutta Beeke, Vizepräsidenten des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB).

Nun erhalten die Beschäftigten eine „Corona-Prämie“ in Höhe von 500 Euro als Einmalzahlung für 2020, die Auszubildenden in Höhe von 250 Euro. Diese ist steuer- und sozialabgabenfrei, sodass sie vollständig den Beschäftigten zugutekommt.

Darüber hinaus erhöhen sich zum 1. Januar 2021 die Entgelte der Beschäftigten um 2,1 Prozent im Tarifgebiet West und 2,2 Prozent im Tarifgebiet Ost. Zusätzlich erhalten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab dem 1. Oktober 2020 einen Zuschlag von 0,5 Prozent auf den Stundenlohn zur pauschalen Entschädigung von Wegezeiten und -strecken.

Auch die Ausbildungsvergütungen werden angehoben, und zwar um 40 Euro im ersten, um 30 Euro im zweiten und um 20 Euro im dritten Lehrjahr.

Die Laufzeit des Tarifabschlusses beträgt 14 Monate ab dem 1. Mai 2020 bis zum 30. Juni 2021.

Zudem wurde vereinbart, in sogenannten „Gipfelgesprächen“ unter Moderation des Schlichters essentielle Änderungen im Bundesrahmentarifvertrag zu verhandeln. Gegenstand werden dabei unter anderem auch die neu eingeführte pauschale Wegezeitenvergütung sowie eine zukunftsfähige Regelung der Mindestlöhne sein.

Quelle: ZDB

bvse initiiert erste Schritte für tragfähige Branchenlösung in der Feuerversicherung

Seit geraumer Zeit häufen sich Brandereignisse in der Recycling- und Entsorgungsbranche. Eine existenzbedrohende Situation für alle Unternehmen der Branche, denn weniger als eine Handvoll Versicherer ist überhaupt noch bereit, Brandschutzrisiken für die Unternehmen bezahl- und handelbar zu versichern. Anfang September hat sich der bvse daher in einem Workshop mit Lösungsansätzen zu diesem Problem beschäftigt.

...„Wie können wir für die Zukunft eine gemeinsame tragfähige Lösung für die Versicherbarkeit unserer Branche und Mitglieder gemeinsam mit den Versicherungsträgern gestalten?“, war der Ansatz des bvse-Workshops auf Initiative des bvse-Präsidiums, der am 3. September mehr als 50 interessierte Unternehmensvertreter in die Bonner Verbandsgeschäftsstelle beziehungsweise die zugeschaltete Livevideoübertragung zog.

Zur Diskussion über existenzbedrohende Auswirkungen des Status quo, der Frage nach Lösungswegen über den Verband und mögliche Ansätze einer politischen Verantwortung hatte bvse-Hauptgeschäftsführer Rehbock einen Experten für Schadensmanagement bei der PERITOS GmbH, Harald Vollgraf, eingeladen.

„Ein Schadensfall kann jeden Morgen treffen!“, machte Vollgraf gleich zu Anfang seines Vortrages deutlich. Neue, brandrisikobehaftete Materialien in den Abfallströmen, wie beispielsweise Lithium-Ionen-Batterien, haben das Risiko für jedes einzelne Branchenunternehmen in letzter Zeit deutlich erhöht. Vollgraf warnte die Anwesenden, dass auch eine bestehende Versicherung, verbunden mit dem rheinischen Optimismus „Et hätt noch immer joot jejange“ keine Basis dafür sei, sich in Sicherheit wiegen zu können. Denn spätestens nach einem Brandereignis muss der Versicherungsnehmer mit der Aufkündigung seines Vertrages rechnen und steht danach vor der schier unmöglichen Aufgabe, einen neuen Versicherer zu finden. „Mittlerweile sind nur noch drei Hauptplayer auf dem Markt und ca. fünf weitere Versicherer engagieren sich teilweise im Bestandsgeschäft mit rückläufiger Tendenz“, führte Vollgraf aus.

Zudem überlegen die noch verbliebenen Versicherer zunehmend, sich von den Recyclingrisiken zu trennen. „Damit besteht eine große Gefahr für die gesamte Branche. Die Häufung der Schäden und die damit einhergehende mangelnde Rentabilität der Verträge erzeugen große Unruhe bei den Versicherern, die ihrerseits unter Ergebnisdruck stehen. In der Folge fließen in die Vertragsgestaltung der Versicherungspolicen nicht nur objektive Faktoren der Versicherungstheorie, sondern auch subjektive Bewertungen ein.

Vielen Unternehmen droht damit der Verlust der Versicherungsmöglichkeit, denn die Versicherer knüpfen ihre Verträge unter anderem an hohe, für viele Unternehmen finanziell kaum leistbare, zum Teil nicht immer sinnvolle VDS-konforme Brandschutzanlagen und haben für 2021 bereits Prämiensteigerungen um bis zu 30 % angekündigt.

Ein Verzicht auf Sach- und Ertragsausfallversicherung im Brandfall hingegen dürfte sich jedoch kaum ein Unternehmen leisten können, erklärte der Versicherungsexperte. Neben der Sicherstellung der Liquidität für die Fortsetzung des Geschäftsbetriebes und Bereitstellung von Kapital für Reinvestitionen, sind die Versicherungspolicen meist Grundvoraussetzung für Finanzierungsmittel durch Banken oder auch für den Erhalt von Kundenaufträgen.

Branchenlösung gemeinsam entwickeln

Wichtige individuelle Gespräche mit den Versicherern zu Rahmenbedingungen für Mindeststandards alleine reichen in dieser Situation noch nicht zu einer Lösung. Das große Anliegen des bvse ist darum, den Branchenunternehmen zu helfen und den Anstoß zu geben, dass die Recycling- und Versicherungsbranche zu einer tragbaren Branchenlösung finden. Dies sei jedoch keine One-Man-Show, machte Vollgraf deutlich.

Der Ansatz für eine gemeinsame Lösung kann nur gelingen, wenn sich auf Seiten der Branche als auch der Versicherer möglichst viele Unternehmen anschließen. Dazu muss ein Vertragsrahmen geschaffen werden, der auch für Versicherungskonsortien attraktiv ist, damit sich diese des Themas einer möglichen „Branchenlösung“ annehmen, machte Vollgraf deutlich. Grundlage dafür sei in einem ersten Schritt, Transparenz zu schaffen – und zwar mithilfe noch zu ermittelnder belegbarer Daten, die den Versicherern eine Grundlage zur Analyse der Versicherbarkeit ermöglichen.

„Ohne Feuerversicherung wird es in Zukunft kein Recycling mehr in Deutschland geben“, betonte bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock. „Daher wird der bvse proaktiv Maßnahmen ergreifen: In der Sammlung und Erhebung von Daten in den eigenen Reihen der Mitgliedsunternehmen, um tatsächliche Risikomerkmale für Schadensereignisse zu ermitteln, sowie in Gesprächen mit anderen Branchenorganisationen und Verbänden, sich dieser Transparenzaktion anzuschließen, um dann gemeinsam in erste Projektgespräche mit Versicherungen zu gehen.“

Aber auch die Politik sei dabei nicht ganz außen vor. Auch hier müsse ein Bewusstsein für diese ernste Problematik der Recyclingbranche geschaffen werden, die, wenn sie nicht gelöst wird, auch die nationalen und europaweit gesetzten Klima- und Recyclingziele in Gefahr bringt.

Quelle: bvse



Mineralische Rohstoffe

Hier wehrt sich jemand: RICHTIG!

Unter dem Titel „Hinterm Baggersee geht’s weiter“ veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAZ) auf der Wissenschaftsseite ihrer Ausgabe vom 20.09.2020 einen umfangreichen Beitrag, in dem sich dessen Autor kritisch mit der Praxis naturschutzrechtlicher Ausgleichsmaßnahmen beschäftigt. Unter anderem spricht er von einem „Ablasshandel mit Ökopunkten“. Als Beispiel für eine umstrittene Erweiterung einer Kiesgewinnungsstätte nimmt er den Niederrimsinger Baggersee und lässt ausgiebig Gegner des geplanten Vorhabens zu Worte kommen.
Zu dem oben erwähnten Beitrag bezieht nun Thomas Peter, Geschäftsführender Gesellschafter der Hermann Peter KG und Vorsitzender der Initiative „KIWI – Kieswirtschaft im Dialog am Oberrhein“, intensiv Stellung.

...„Qualitätsjournalismus sieht anders aus!“

Das diesen Baggersee betreibende Unternehmen, die Hermann Peter KG, hat der Autor per Mail aufgefordert, kurzfristig und innerhalb von zwei Tagen schriftlich zu einer Reihe von Fragen und komplizierten Sachverhalten Stellung zu nehmen.
Dies hat nach Auffassung von Thomas Peter nichts mit Qualitätsjournalismus zu tun. Peter äußert sich in einem Schreiben an die FAS-Redaktion und den zuständigen Herausgeber der FAZ, Jürgen Kaube. Qualitätsjournalismus, so Peter, sieht anders aus.

Konkrete Stellungnahme in Schriftform

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Befremden haben meine Kollegen von der Hermann Peter KG in Niederrimsingen, von der Initiative „KIWI – Kieswirtschaft im Dialog am Oberrhein“ und ich gestern ihren Beitrag „Hinterm Baggersee geht‘s weiter“ zur Kenntnis genommen. Ihr Autor Andreas Frey beschäftigt sich darin mit Fragen der Rohstoffgewinnung und des Ausgleichs von dafür genutzten Flächen. Allerdings tut er dies in einer unseres Erachtens nach einseitiger und tendenziöser Art und Weise, wie wir sie in einem Blatt der FAZ-Gruppe nicht erwartet hätten. Darüber hinaus hat diese Art von Gesinnungsjournalismus auf einer Seite mit dem Titel „Wissenschaft“ erst recht nichts zu suchen. Man würde sie eher im politischen Feuilleton vermuten.
Zwar feuert Ihr Autor in erster Linie Breitseiten gegen den amtlichen Naturschutz, die zuständigen Behörden und die verantwortliche Politik. Doch er nimmt auch unser Unternehmen als Beispiel für bestimmte Unterstellungen und Zungenschläge ins Blickfeld, die von unserer Seite nicht unkommentiert bleiben können.

So dient ein Treffen mit einem Freiburger Umweltwissenschaftler am Niederrimsinger Baggersee als reportagige Einleitung des Beitrages und als Vorlage für den Satz: „Ein Baggersee ist der ideale Ausgangspunkt, um zu begreifen, wie Natur zerstört und wirksamer Naturschutz in Deutschland hintergangen wird.“ Dazu stellen wir fest: Die Hermann Peter KG hintergeht in keiner Weise gesetzliche Regelungen und politische Vorgaben. Sie hält sich streng an die geltenden naturschutzrechtlichen Regelungen. Die Insinuation, unser Unternehmen gehöre auch zu solchen, die sich womöglich nicht an Regelwerke halten, zeigt bereits an dieser Stelle die Absicht des Autors.

Der Großteil Ihres Beitrages beschäftigt sich zwar mit Kritik und mit Unterstellungen in Richtung von Behörden und Politik. Die Verwaltungen seien mangels Personals nicht in der Lage, ihren Aufgaben nachzukommen, politisch Verantwortliche würden sich nicht interessieren, Bürger seien auf eigene Initiativen verwiesen etc. Auch dies darf durchaus bezweifelt werden. Wenn dem wirklich so wäre, würden wir eher in einer Bananenrepublik leben als in einem Rechtsstaat. Allerdings mögen es manche Protagonisten des Artikels so empfinden.

Kennt Herr Frey denn nicht das Kompensationsverzeichnis, welches seit ein paar Jahren in Baden-Württemberg öffentlich und für jedermann einsehbar die Ausgleichsmaßnahmen dokumentiert, welche Eingriffe in Natur und Landschaft zwingend zur Folge haben? Unser Verband, der Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (ISTE) hat sich seit fast einem Jahrzehnt für dessen Einführung eingesetzt. Die Umweltverbände haben zurecht kritisiert, dass es manche v.a. öffentliche Planungsträger in der Vergangenheit nicht so genau mit der Umsetzung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nahmen.

Zum Ende seines Beitrages kehrt Ihr Autor im Sinne einer klassischen Reportage noch einmal an den See in Niederrimsingen zurück und schreibt, dass „das Kiesunternehmen“ es ablehne, in die Tiefe zu baggern, weil Sedimente den Grund bedecken würden. Das ist schlicht und einfach falsch. „Das Kiesunternehmen“ - nämlich wir, die Hermann Peter KG - würde gerne tiefer baggern, wenn es denn möglich wäre. In der Tat bedecken Sedimente von erheblicher Mächtigkeit den Seegrund - hart wie Beton. Wir haben sogar eine eigene Studie anfertigen lassen, um herauszufinden, ob ein solcher Abbau derzeit technisch und wirtschaftlich möglich sei, damit man auf eine Erweiterung der Abbaufläche verzichten könne. Das Ergebnis war negativ.

Dies alles hätten wir Ihrem Autor darlegen und erläutern können, wenn er sich denn die Mühe gemacht hätte, uns rechtzeitig zu kontaktieren. Stattdessen bekommen wir am Montagmittag, 14. September 2020, eine E-Mail mit fünf Fragen, die wir bitte bis Mittwochmittag, 16. September 2020, schriftlich beantworten sollen. Solche Ultimaten und solchen Überrumpelungsjournalismus erwartete man bislang eher aus dem Hause Springer.

Die Geschichte des Herrn Frey spielt Mitte August an unserem Baggersee, wie man dem ersten Absatz entnehmen kann. Warum ist ihr Autor nicht ganz einfach bei uns vorbeigekommen und hat sich persönlich mit uns getroffen? Man hätte ihm die Dinge gerne vor Ort erläutert. Fragen wie die des Herrn Frey lassen sich zwar einfach und griffig formulieren, allerdings nur differenziert beantworten, will man der Problemstellung denn gerecht werden.
Wir hätten in diesem Zusammenhang übrigens auch darauf hingewiesen, dass es nicht – wie in Ihrem Beitrag zu lesen steht - die Baustoffindustrie ist, die Gesteine, Kies und Sand benötigt, sondern die Gesellschaft. Unsere Industrie weckt keinen Rohstoffbedarf – sie deckt ihn! Das Angebot, mit dem uns vertretenden Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (ISTE) zu sprechen, hat Herr Frey übrigens abgelehnt.

Nach Lektüre seines Beitrages liegt der Schluss nahe, dass solche Hintergrundinformationen möglicherweise das angestrebte Weltbild beeinträchtigt hätten. Wie heißt es so schön? „Die Recherche ist der Nachricht Tod!“ Die FAS hat dafür ein unrühmliches Beispiel abgeliefert.

Sehr geehrte Damen und Herren, es ist jedem Autor überlassen, Gesinnungsaufsätze zu schreiben und sie interessierten Medien anzubieten. Aber es ist eine redaktionelle Entscheidung, diese dann auch so zu bringen. Der in Rede stehende Beitrag und seine Veröffentlichung zeigen eine mangelnde und einseitige Recherche sowie eine ungenügende handwerkliche Qualität, wie wir sie von einem Leitmedium aus dem Frankfurter Allgemeine Zeitung-Verlag nicht erwartet hätten. In unseren Lokalblättern hier am Oberrhein wäre eine solche Geschichte so nicht erschienen, weil sie ausgesprochen einseitig recherchiert und formuliert wurde.

„Audiatur et altera pars“ sollte auch heute noch gelten – zumal im Qualitätsjournalismus. Und zwar ohne zeitliche Ultimaten.

Meine Kollegen und ich von der Initiative „KIWI - Kieswirtschaft im Dialog am Oberrhein“ stehen Ihnen für weitere Auskünfte gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüße,
Thomas Peter, Hermann Peter KG

Quelle: Initiative „KIWI – Kieswirtschaft im Dialog am Oberrhein“

bbs: Konjunktureinschätzungen Sommer 2020

In seiner Konjunktureinschätzung vom Sommer 2020 veröffentlicht der Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden e.V. (bbs) eine Bewertung der aktuellen Konjunkturlage sowie einen Ausblick auf die mögliche zukünftige Entwicklung. Dazu gibt es zahlreiche anschauliche Grafiken. Erste Zwischenbilanz: Die Stimmung in der Branche verbessert sich signifikant.

...Die Stimmung in der Branche verbessert sich signifikant

Die schlechten Nachrichten zuerst: Im zweiten Quartal des Jahres 2020 ist ein massiver Einbruch der Wirtschaftsleistung auffällig. Auch die Bauinvestitionen geben nach einem starken ersten Quartal nach. Rückläufig ist ebenfalls der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe, vor allem im Wirtschaftsbau.

Doch auch einige positive Trends können verzeichnet werden. So beispielsweise die Baugenehmigungen, welche überraschend positiv verlaufen. Teilweise dürften dabei die Werte aber auch überzeichnet sein (Corona-bedingte verspätete Bearbeitung durch Behörden, Sondereffekte durch Großprojekte).

Die Baustoff-Steine-Erden-Produktion ist im zweiten Quartal deutlich rückläufig, bedingt insbesondere durch Rückgänge bei Zulieferern für andere Industrie-zweige (z.B. Stahl). Dennoch verbessert sich die Stimmung in der Branche signifikant.

Der bbs geht resümierend für 2020 von relativ moderaten Rückgängen bei Bauinvestitionen und Baustoffproduktion aus.

Die Konjunktureinschätzung wird in Form einer Präsentation unter folgendem Link zur Verfügung gestellt: https://newsletter.vero-baustoffe.de/fileadmin/user_upload/NL-September-2020/Konjunktureinschaetzung_bbs.pdf

Quelle: bbs


Recycling

bvse: Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes enttäuscht

Die verabschiedete Neufassung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes durch den Bundestag bezeichnete der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) im Ergebnis als enttäuschend. Besonders ärgerlich und kontraproduktiv sei die Einführung einer kommunalen Klagebefugnis, die die Regierungsfraktionen in letzter Minute durchgesetzt hätten, kritisierte bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock.

...Damit werden die privaten Sammlungsstrukturen zugunsten der Kommunen weiter geschwächt, weil das gesetzlich vorgesehene Anzeigeverfahren „faktisch“ zu einem Genehmigungsverfahren umfunktioniert werden kann, das sich über etliche Monate oder gar Jahre hinziehen kann.

Nichts geändert habe sich hingegen an der „schwachen Regelung“ des § 45 „Pflichten der öffentlichen Hand“. Zwar wird hier eine Bevorzugungspflicht unter anderem für Recyclate festgeschrieben. Leider sind jedoch keinerlei Nachprüfungs- oder Sanktionsmöglichkeiten bei Nichtbeachtung dieser Regel vorgesehen. Noch nicht einmal zu einer jährlichen Berichtspflicht konnte sich der Gesetzgeber durchringen, kritisiert der bvse.

Eric Rehbock: „Der Bundestag hat hier versäumt, das öffentliche Beschaffungswesen effektiv auf Nachhaltigkeit auszurichten. Es stellt sich hier natürlich schon die Frage, warum es nicht gelungen ist, die eigenen Ansprüche in konkrete Taten zu übersetzen?“

Quelle: bvse/ Bildquelle: BMU

PreZero plant Markteintritt in Schweden

PreZero setzt seine Wachstumsstrategie fort und will mit einem neuen Markteintritt in Europa seine Position in der Branche weiter ausbauen. Gemeinsam mit SUEZ gab PreZero kürzlich bekannt, dass für den Kauf des Entsorgungs- und Recyclinggeschäftsbereichs von SUEZ in Schweden eine Exklusivitätsvereinbarung geschlossen wurde.

 

...Bereits am 16. September veröffentlichten die beiden Unternehmensgruppen, dass eine gemeinsame Vereinbarung zum geplanten Erwerb der Entsorgungs- und Recyclinggeschäftsbereiche in vier weiteren europäischen Ländern (Niederlande, Deutschland, Polen, Luxemburg) geplant ist. Die nun für Schweden beschlossene Exklusivitätsvereinbarung ermöglicht es, die Entsorgungs- und Recyclinggeschäfte innerhalb von PreZero erfolgreich weiter voranzutreiben.

PreZero erstmalig in Nordeuropa

PreZero, die Umweltsparte der Schwarz Gruppe, ist mit seinen operativen Standorten bisher in sechs mitteleuropäischen Ländern vertreten. „Mit der Übernahme des Entsorgungs- und Recyclinggeschäftsbereichs von SUEZ in Schweden wollen wir erstmals den nordeuropäischen Markt betreten. In der schwedischen Entsorgungsstrategie hat Recycling bereits einen hohen Stellenwert. Das ermöglicht uns, nicht nur unsere eigene Expertise einzubringen, sondern gleichzeitig vom vorhandenen Know-how zu profitieren und so eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft in ganz Europa weiter voranzutreiben," betont Thomas Kyriakis, Vorstand von PreZero.

Das bekräftigt auch Gerald Weiss, Geschäftsführer von PreZero International: „Den hohen Dienstleistungsgedanken, für den wir mit der Marke PreZero stehen, wollen wir auch nach Schweden übertragen und dort einen nachhaltigen Mehrwert für unsere Kunden schaffen. Die Akquisition unterstreicht außerdem unseren Anspruch, auch jenseits unserer Bestandsländer weiter zu wachsen".

„Der Erwerb der SUEZ-Standorte eröffnet uns nicht nur in Schweden, sondern auch für ganz Skandinavien eine besondere Chance. Mit der Stellung von SUEZ als eines der in Schweden führenden Entsorgungsunternehmen und den rund 1.100 hoch motivierten Mitarbeiterinnen und  Mitarbeitern in Schweden sehen wir ein großes  Potenzial für unser zukünftiges Unternehmenswachstum“, so Sven Nuener, Leiter Expansion von PreZero International.

Bertrand Camus, CEO von SUEZ, kommentiert die Transaktion wie folgt: „Die heutige Erklärung ist ein weiterer wichtiger Schritt bei der Umsetzung unseres Plans zur Rotation der Vermögenswerte. Zusätzlich freuen wir uns, dass unser Entsorgungs- und Recyclinggeschäft sowie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Schweden Teil von PreZero werden. Außerdem sind wir froh, gemeinsam die Möglichkeit zu haben, strategische Partnerschaften aufzubauen, um die Entwicklung der Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen", sagte Bertrand Camus, CEO von SUEZ.

Gemeinsam für mehr Kreislaufwirtschaft

Beide Unternehmen haben vergangene Woche zusätzlich einen möglichen Auf- und Ausbau einer strategischen Partnerschaft verkündet, um die Entwicklung der Kreislaufwirtschaft voranzutreiben. Darin wollen die beiden Unternehmensgruppen ihre sich ergänzenden Kompetenzen im  Bereich Abfall- und Recyclingmanagement  einbringen: SUEZ,  mit seiner Größe und Erfahrung auf den internationalen Märkten der Abfall- und Wasserwirtschaft und die Schwarz Gruppe, als größter europäischer Einzelhändler, mit der Umweltsparte PreZero als Innovationstreiber in den Bereichen Abfall- und Recyclingmanagement. Nach Abschluss der beiden geplanten Transaktionen wird PreZero insgesamt rund 11.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland, Polen, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Schweden, Österreich, Italien und den USA beschäftigen.

Es wird erwartet, dass die Transaktion vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung und der üblichen Abschlussbedingungen bis zum Jahresende abgeschlossen sein wird.

Quelle: bvse

Alexander von Reibnitz wird Geschäftsführer vom VDP

Alexander von Reibnitz wird am 1. Oktober Geschäftsführer im Verband Deutscher Papierfabriken (VDP). Er wird am 01. Dezember 2020 Klaus Windhagen als Hauptgeschäftsführer nachfolgen, der nach 27 Jahren im VDP, davon 23 Jahre als Hauptgeschäftsführer, zum 31. Dezember in den Ruhestand treten wird.

...Der 52-jährige Diplom-Kaufmann von Reibnitz war zuletzt Mitglied der Geschäftsleitung des Wort & Bild Verlags. Er blickt auf lange Jahre Erfahrung als Geschäftsführer im Verband Deutscher Zeitschriftenverleger zurück, wo er vor seinem Wechsel zu Wort & Bild Geschäftsführer Print und Digitale Medien war. Vor seiner Verbandsarbeit war von Reibnitz in der Konsumgüterindustrie, im Consulting und im Startup-Bereich tätig.

Quelle: Verband Deutscher Papierfabriken e. V./ Bildquelle: W&V


Asphalt

Asphaltgranulatmanagement – Betrachtung der Prozesssicherheit (Teil 2)

Die Wiederverwendung von Asphalt wird in Deutschland in nennenswerter Größenordnung und wirtschaftlich systematisch seit über 40 Jahren betrieben. Insbesondere durch Impulse neuer umweltrechtlicher Rahmenbedingungen in den 1990er-Jahren hinsichtlich Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit entstand ein breiteres Interesse an der Wiederverwendung. Auf der Grundlage der bereits vorhandenen Erfahrungen wurde der Einsatz von Asphaltgranulat folgerichtig in das vertragsrelevante Regelwerk des deutschen Asphaltstraßenbaus aufgenommen. In einem zweiteiligen Beitrag wird die Prozesssicherheit beim Asphaltgranulatmanagement betrachtet…

Weiterlesen unter: https://webkiosk.stein-verlaggmbh.de/as-05-20/63913759/16

Quelle: asphalt 5-2020

In eigener Sache

Ihr „STV-News-Channel“

Im Rahmen der „STV-Online-Offensive“ des Stein-Verlages erhalten Sie wöchentlich für die Branche wichtige Ad-hoc-Meldungen und Nachrichten. Der „STV-News-Channel“ informiert Sie im Stile eines Nachrichtenkanals kurz und knapp, schnell und kompetent über Aktuelles aus der mineralischen Baustoff-, Asphalt- und Recycling-Industrie.
Außerdem werden Sie mit unseren etablierten Fachzeitschriften Gesteins-Perspektiven, recycling aktiv und asphalt – wie gewohnt – kompetent und umfassend informiert. Diese sind auch in unserem Zeitschriften-Web-Kiosk als E-Paper verfügbar.