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Das STV-News-Channel-Archiv

In unserem STV-News-Channel-Archiv können Sie alle Meldungen der Vorwoche noch einmal nachlesen:


Meldungen der Woche

Bauwirtschaft reformiert Berufsausbildung

Die Anforderungen an das Bauen haben sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Die Bauwirtschaft hat darauf reagiert und pünktlich zum Start des neuen Ausbildungsjahres ihre Ausbildung neu geordnet. Seit dem 1. August 2026 gelten bundesweit neue Ausbildungsordnungen für 19 Berufe im Aus-, Hoch- und Tiefbau.

„Die neuen Ausbildungsordnungen sind ein Meilenstein. Bund, Länder und Sozialpartner haben gemeinsam etwas Großes erreicht. Damit stellen wir die Baupraxis auf die Anforderungen von morgen ein. Die seit 1999 geltenden Inhalte haben wir grundlegend überarbeitet, bauliche Aspekte zu Klimaschutz, Bauen im Bestand und Nachhaltigkeit rücken in den Vordergrund. Mit dieser Reform kann die Bauwirtschaft die Energiewende weiter vorantreiben“, sagt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe.  

Bauliche Aspekte zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind künftig von der Arbeitsplanung über die Baustelleneinrichtung bis zur Qualitätskontrolle durchgängig verankert. Neu hinzu kommt für alle Bauberufe das Thema Bauen im Bestand. Aus den Bereichen zur Wärmedämmung werden Energieeffizienzmaßnahmen in und an Bauwerken und Bauteilen.

Auch die Prüfungsstruktur ändert sich. Für die 16 dreijährigen Berufe entfällt die Zwischenprüfung, an ihre Stelle tritt eine gestreckte Prüfung: Teil I im vierten Ausbildungshalbjahr und Teil II am Ende der Ausbildung. Die zweijährigen Berufe werden über ein Anrechnungsmodell mit den dreijährigen verzahnt und gewinnen so an Durchlässigkeit. Verpflichtend bleiben mindestens 30 Wochen überbetriebliche Ausbildung bei einer dreijährigen Ausbildung.  

Weitere Informationen enthält der ZDB-Übersichtsflyer.


Quelle: ZDB; Bildquelle: pixabay

Deutsche Wirtschaft überraschend robust

Trotz gestiegener Energiepreise und hoher Inflation blieb die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr 2026 laut ifo Institut auf Erholungskurs. Neben der expansiven Finanzpolitik kamen konjunkturelle Impulse aus dem Ausland.

„Insbesondere das krisengeplagte Verarbeitende Gewerbe dürfte seine Wertschöpfung weiter ausgeweitet haben. Darauf deuten die gestiegenen Industrieumsätze, insbesondere im Auslandsgeschäft, hin“, kommentiert ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 % im zweiten Quartal 2026. Auch die Geschäfte im Einzelhandel verbesserten sich nach einem Tief zu Jahresbeginn.

In der zweiten Jahreshälfte dürfte sich laut Wollmershäuser die Erholung fortsetzen. Darauf deutet unter anderem die Aufhellung des ifo Geschäftsklimas in den vergangenen Monaten hin. Vor allem hält der Schub durch die Finanzpolitik an. Im Sommer nahmen zudem eine Reihe struktureller Reformen der Bundesregierung Gestalt an. Allerdings ist der Konflikt am Persischen Golf am 10. Juli wieder aufgeflammt, wodurch die Energiepreise erneut kräftig gestiegen sind.

„Die vom ifo Institut im Juli befragten Unternehmen blicken dennoch deutlich weniger pessimistisch auf die kommenden Monate. Es gibt kaum Unterschiede zwischen den Geschäftserwartungen der Unternehmen, die vor dem 10. Juli und danach geantwortet haben“, so Wollmershäuser weiter. Dahinter verbirgt sich vermutlich die Hoffnung, dass der Konflikt bald beigelegt sein wird.


Quelle: ifo Institut



Mineralische Rohstoffe

Save-the-Date: 29. Baustoff-Recycling-Tag

Der Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg (ISTE) und das Qualitätssicherungssystem Recycling-Baustoffe Baden-Württemberg (QRB) laden zum Branchentreff im Südwesten ein. Dieser findet am 7. Oktober 2026 in Filderstadt statt.

Angesprochen fühlen dürfen sich Vertreter aus Politik, Verwaltung, Überwachungs- und Untersuchungsstellen sowie Planungs- und Ingenieurbüro, Baustoffhersteller, Bauunternehmen und Vertreter angewandter Forschung. Der ISTE bittet darum, sich den Termin vorzumerken. Details folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Quelle: ISTE; Bildquelle: pixabay

 

Jetzt um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2026 bewerben

Besonders interessant ist dieses Angebot für vero-Mitgliedsunternehmen, die kostenfrei teilnehmen dürfen. Das teilt der vero - Verband der Bau- und Rohstoffindustrie nun mit.

Der Wettbewerb wird 2026 erstmals nach den Regeln des künftigen europäischen Wettbewerbs durchgeführt. Die Siegerinnen und Sieger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises werden als „National Champions Germany“ ausgezeichnet und vertreten Deutschland im Jahr 2027 beim European Sustainability Award.

Ausgezeichnet werden Unternehmen, die nachhaltige Transformation mit Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und messbarer Wirkung erfolgreich verbinden. Bewerbungsschluss ist der 31. August 2026, die Preisverleihung findet am 3. Dezember 2026 in Düsseldorf statt.

Alle Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier.


Quelle: vero; Bildquelle: pixabay


Recycling

BDE fordert klare Grünstahl-Kriterien und kritisiert LESS-Systemfehler

Vor dem Hintergrund anstehender europäischer Weichenstellungen zur Definition von „grünem Stahl“ u. a. im Rahmen der Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte, des Clean Industrial Deal und des geplanten Industrial Accelerator Act drängt der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser und Kreislaufwirtschaft auf eine Klassifizierung, die sich ausschließlich an den tatsächlichen Treibhausgasemissionen orientiert.

Die Stahlindustrie verursacht laut der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission (JRC) rund 5 bis 6 % aller Treibhausgasemissionen der EU. Wie das künftige Klimalabel ausgestaltet wird, entscheidet maßgeblich darüber, welche Produkte in öffentlichen Vergabeverfahren und Förderprogrammen bevorzugt werden. Damit setzt das Klassifizierungssystem entscheidende Anreize für die Rohstoff- und Energiewende entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

In der Debatte um das passende Bewertungssystem stehen sich im Wesentlichen zwei Modelle gegenüber: der Ansatz des JRC und der von der Wirtschaftsvereinigung Stahl entwickelte Low Emission Steel Standard (LESS). Beide Systeme erfassen den gesamten Bilanzraum von der Rohstoffgewinnung bis zum Werkstor (Cradle-to-Gate) einschließlich der vorgelagerten Lieferkette. In ihrer Bewertungslogik unterscheiden sie sich jedoch grundlegend. Während das JRC auf feste, absolute CO₂-Grenzwerte setzt, arbeitet LESS mit einer sogenannten „Sliding Scale“ – ein Verfahren, das die zulässige Emissionsschwelle an den eingesetzten Schrottanteil koppelt. Je weniger Rezyklat in der Produktion verwendet wird, desto höher kann der CO₂-Ausstoß ausfallen, der für das Erreichen derselben LESS-Klasse akzeptiert wird.

„Ein Grünstahl-Label muss auf den ersten Blick zeigen, wie viele Treibhausgasemissionen je t Stahl tatsächlich anfallen. Der in LESS verankerte Sliding-Scale-Ansatz konterkariert dieses Ziel: Die erzbasierte Oxygenroute verursacht mehr als dreimal so hohe Treibhausgasemissionen wie die Elektrostahlroute, erhält aber dieselbe LESS-Klasse. Das JRC lehnt diese Verzerrung zu Recht ab und setzt auf diskriminierungsfreie, rein emissionsbasierte Klassen. Dieser Ansatz muss beibehalten werden. Nur so erhalten Beschaffer eine verlässliche Orientierung und nur so wird der Einsatz von Recyclingrohstoffen gestärkt, statt die Transformation der Stahlindustrie regulatorisch auszubremsen“, erklärt Bernd Fleschenberg, Vorsitzender des Arbeitskreises Metallrecycling im BDE.


Quelle: BDE; Bildquelle: pixabay

NIS2: Geschäftsführerschulung für die Entsorgungs- und Recyclingbranche

Cybersecurity ist Chefsache. Mit der NIS2-Richtlinie steigen die Anforderungen an die Geschäftsleitung – auch in der Entsorgungs- und Recyclingbranche. Gemeinsam mit Axians bietet der bvse am 3. September 2026 eine speziell auf Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer zugeschnittene Online-Schulung gemäß den Anforderungen der NIS2-Richtlinie und den Vorgaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) an.

Die Teilnehmenden erhalten einen praxisnahen Überblick über die rechtlichen Pflichten der Geschäftsleitung, Risikomanagement, Incident- und Notfallmanagement, Governance sowie persönliche Haftungsrisiken. Die Schulung vermittelt das notwendige Wissen, um die Anforderungen verantwortungsvoll und rechtssicher im Unternehmen umzusetzen.

Hier geht es zur Anmeldung.


Quelle: bvse; Bildquelle: pixabay


Asphalt

Deutscher Straßen- und Verkehrskongress 2026 in Wiesbaden

Die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) lädt zum zentralen Branchentreff ein. Der DSVK bringt Fachwelt, Verwaltung, Wirtschaft, Forschung und Lehre zusammen für Austausch, Vernetzung und Impulse rund um die Herausforderungen und Chancen im Straßen- und Verkehrswesen.

Im Mittelpunkt stehen Themen wie Klimaresilienz, Ressourcenschonung, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, kommunale Straßenerhaltung und neue Regelwerksentwicklungen. Damit wird der Kongress zum Treffpunkt für alle, die Infrastruktur planen, bauen, erhalten, betreiben oder fachlich weiterentwickeln.

Schauen Sie sich das Kongressprogramm an und planen Sie Ihre Teilnahme.


Quelle: FGSV

 


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