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Das STV-News-Channel-Archiv

In unserem STV-News-Channel-Archiv können Sie alle Meldungen der Vorwoche noch einmal nachlesen:


Meldungen der Woche

Warum eine Genehmigung keine Fertigstellung garantiert

Das Statistische Bundesamt meldete für März 2026 ein Plus der Baugenehmigungen bei Wohn- und Nichtwohngebäuden (Neu- und Umbau) in Höhe von 11,5 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dies entspricht einer Zahl von 21.800 Wohnungen. Somit setzte sich auch von Januar bis März 2026 der Aufwärtstrend mit rund 63.500 Wohnungen bzw. +14,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum fort.

„Dass der vom Ifo-Institut erhobene Geschäftsklimaindex für den Wohnungsbau im April eingebrochen ist, insbesondere da die Geschäftserwartungen der Unternehmen deutlich schlechter ausgefallen sind, ist allerdings kein gutes Zeichen für die kommenden Monate. Die Auswirkungen des Iran-Krieges und die daraus folgenden Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Entwicklung der Finanzierungskosten und Preissteigerungen bei Baumaterialien zeichnen sich bereits deutlich ab. So meldeten im April laut Ifo-Institut 9 % der befragten Unternehmen eine Behinderung ihrer Bautätigkeit durch Materialknappheit. Dies ist der höchste Wert seit drei Jahren.“

Mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Baugenehmigungszahlen für März 2026.

Bisher setzte sich der positive Trend bei den Genehmigungen für den Neubau von Mehrfamilienhäusern mit rund 33.100 Wohnungen bzw. + 14,9 % in den ersten drei Monaten gegenüber Januar bis März 2025 fort. „Damit die Baugenehmigungen in ein bis zwei Jahren auch in Baufertigstellungen münden, müssen so schnell wie möglich die hohen Auflagen gesenkt und die Finanzierungsmöglichkeiten verbessert werden. Ansonsten droht uns eine ähnliche Lage wie 2023 mit Stornierungsraten von 20 % im Wohnungsbau“, so Müller abschließend.


Quelle: Die Bauindustrie; Bildquelle: pixabay

Ist eine Staatsquoten-Obergrenze sinnvoll?

Angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Stagnation in Deutschland hält Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, eine klare Obergrenze für die Staatsquote für nötig. „Der Regierung fehlt bisher ein klarer Kompass dafür, was sie mit ihrer Wirtschaftspolitik erreichen will. Das Ziel, die Ausgaben des Staates mittelfristig auf beispielsweise 49 % zu begrenzen, wäre als Rahmen hilfreich“, sagt Fuest.

Der ifo-Präsident hält eine solche Obergrenze für wichtig, weil dies das Vertrauen in den Standort stärken würde. Die momentane Politik, durch die die Staatsquote über 50 % ansteigt, hält er für gefährlich: „Auf Dauer bedeutet ein zu hoher Anteil der Staatsausgaben an der Wirtschaftsleistung auch höhere Steuern und Abgaben. Wachsende Steuerlasten führen zu Ausweichreaktionen und immer weniger Wirtschaftswachstum“, sagt Fuest. Eine Begrenzung der Staatsausgaben auf 49 % würde die Planbarkeit für Investoren erhöhen und die Politik zwingen, Ausgaben zu priorisieren.

Zusätzlichen Druck erzeugen dabei die steigenden Verteidigungsausgaben. „Das hat zur Folge, dass der Anteil anderer Ausgaben an der Wirtschaftsleistung, unter anderem der Sozialausgaben, sinken müsste“, so der ifo-Präsident. Möglicherweise müsste dann darüber diskutiert werden, die staatliche Gesundheits- und Altersvorsorge in Richtung einer Grundversorgung zu verändern, die von einer privaten Vorsorge ergänzt wird. „Entscheidend ist aber, dass Politik und Gesellschaft bei einem gemeinsam vereinbarten Rahmen gezwungen wären, schwierige Debatten über Prioritäten bei den öffentlichen Ausgaben jetzt zu führen, statt diesen Konflikten durch Verschuldung auszuweichen, sie zu verschärfen, und zukünftigen Generationen aufzubürden“, so Fuest.


Quelle: ifo Institut; Bildquelle: pixabay



Mineralische Rohstoffe

MIRO-Kampagnenfilm im Fokus der Presse

Nach der Filmpremiere in einem Stuttgarter Innenstadtkino erfreut sich die Doku „Was nützen Scheine ohne Steine?” des Regisseurs Sören Eiko Mielke wachsender Beliebtheit. Nachdem Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer den Kampagnenfilm „brillant“ nannte, „weil er die Kernthemen herausarbeitet“, berichteten namhafte Zeitungen über das Werk und seinen Macher. MIRO-Mitgliedsunternehmen nutzen den Film bereits, um auf die drängenden Probleme der Branche hinzuweisen.

Die kontroverse Überschrift war ein kluger Schachzug der Stuttgarter Zeitung, weil sie die Leserschaft gekonnt in den Text zieht: Jeder will wissen, warum Regisseur Mielke ein „Seggl“ ist.
Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer ließ sich die Premiere nicht entgehen und schilderte als bekannter „Bürokratiekritiker” aus seinen langjährigen Erfahrungen in der Kommunalpolitik. Auch wenn schnellere und praxistauglichere Verfahren notwendig sind, brauche es zugleich weiterhin Regeln und ein gewisses Maß an Bürokratie.

Auch der Stuttgarter Staatsanzeiger und die Schwäbische Zeitung berichteten neben anderen über den Film. Wer ihn noch nicht gesehen hat oder plant, ihn für seine Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen, findet das Meisterwerk hier.

 

Quelle: MIRO/tne; Bildquelle: LinkedIn

BIV-Mitglieder kommen in München zusammen

Zur Stunde ist die diesjährige Mitgliederversammlung des Bayerischen Industrieverbandes Baustoffe, Steine und Erden (BIV) in vollem Gange. Nach der BIV-Jahreshauptversammlung am Vormittag tagen nun die Fachgruppen Sand und Kies bzw. Naturstein. Austragungsort ist das Steigenberger Hotel in der Landeshauptstadt München.

Ebenfalls heute Vormittag referierte der Neuromediziner, Psychotherapeut und Hirnforscher Dr. Volker Busch zum Thema „Positives Denken“. Den Tag beschließt ein Festabend in den Highlight Towers, bevor am morgigen Vormittag das BIV-Fachforum ansteht.

GP recherchiert vor Ort für den großen Nachbericht in GP6/2026. Erste Eindrücke gewährt GP-Chefredakteur Tobias Neumann auf LinkedIn.

Quelle: tne; Bildquelle: pixabay


Recycling

Internationaler Altkunststofftag 2026 in Bad Neuenahr

Am 9. und 10. Juni 2026 lädt der bvse-Fachverband Kunststoffrecycling zum 28. Internationalen Altkunststofftag (Bvse Circular Plastic Day) ein – endlich wieder im traditionsreichen Steigenberger Hotel in Bad Neuenahr, das nach den Schäden des Ahrhochwassers 2021 in neuem Glanz erstrahlt.

Gerade in konjunkturell herausfordernden Zeiten bringt die Tagung die Branche zusammen: Teilnehmende erwartet aktuelle Themen, hochkarätige Referentinnen und Referenten sowie der Austausch mit rund 300 anderen Experten aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt.

Hier geht es zur Anmeldung.


Quelle: bvse; Bildquelle: Steigenberger Hotels GmbH

Das sind die Grünen Engel 2026

Vor rund 250 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft ist am 6. Mai im Rahmen des traditionellen bvse-Messeabends zur IFAT Munich der Mittelstandspreis für das Recycling „Die Grünen Engel 2026“ verliehen worden. Wissenschaftsjournalist und TV-Moderator Dirk Steffens führte durch den Abend.

Den Auftakt der Preisverleihung bildete die Ehrung von Jürgen Manzei, dessen Lebenswerk durch Laudator Dr. Dirk Textor, Vorsitzender des bvse-Fachverbands Kunststoffrecycling und langjähriger Branchenweggefährte, gewürdigt wurde. In der Kategorie „Innovative Recyclinglösung“ wurde die Accurec-Recycling GmbH ausgezeichnet. Der Geschäftsführende Gesellschafter, Dr. Reiner Sojka, nahm den Preis für das Unternehmen entgegen.

In der Kategorie „Zukunftsweisende Techniklösung“ wurde ein Gemeinschaftsprojekt der Korn Recycling GmbH und WeSort.AI ausgezeichnet. Stellvertretend nahmen Alexander Korn, Geschäftsführer der Korn Recycling GmbH, sowie Nathanael Laier, CEO und Co-Founder von WeSort.AI, den Preis entgegen.

Mit dem Sonderpreis „Inklusives Recycling“ zeichnete die Jury die Eichhorn Transport- und Entsorgungs-GmbH aus und wurde damit einer Lösung mit besonderer gesellschaftlicher Relevanz gerecht, die Inklusion im Alltag der Kreislaufwirtschaft konkret und praxisnah umsetzt. Die Auszeichnung nahm Gesellschafter Dominik Eichhorn entgegen. Im Mittelpunkt stehen tastbare 3D-Symbole zur Kennzeichnung von Abfallbehältern, die blinden und sehbehinderten Menschen eine eigenständige Mülltrennung ermöglichen. Klare, fühlbare Formen – etwa Kreis, Dreieck oder Quadrat – ersetzen dabei die bislang üblichen farbbasierten Systeme und schaffen Orientierung unabhängig von visuellen Reizen.


Quelle: bvse


Asphalt

Asphaltrecycling im Fokus

Kleemann hat auf der Ifat Munich 2026 als Spezialist für mobile Brech- und Siebanlagen praxisnahe Lösungen für die Asphaltaufbereitung gezeigt.

Die Grobstücksiebanlage Mobiscreen MSS 502 Evo, der Prallbrecher Mobirex MR 100 Neo und das Haldenband MBT 20 zeigten vor Ort in der Crushing Zone deutlich das Zusammenspiel der Kleemann-Anlagen. Im Vordergrund stand dabei die Aufbereitung homogener Fraktionen und die Herstellung qualitativ hochwertiger Zuschlagstoffe. Fazit: Je mehr Bitumen und Gestein aus recycelten Asphaltbelag (RAP) wieder genutzt wird, desto besser. Denn: Steigt die RAP-Zugaberate von 20 auf 60 %, sind rund 40 % Kosteneinsparung und rund 20 % weniger Emissionen möglich.

Der durchgängige Recyclingkreislauf beginnt mit dem selektiven Fräsen von Deck-, Binder- und Tragschicht mithilfe von Fräsen. Häufig sind mehr als 60 % Prozent des Fräsgutes direkt nutzbar. Die getrennte Gewinnung der Asphaltschichten erhöht die Qualität des Recyclingmaterials deutlich. Nach dem Sieben und Brechen mit den Anlagen wird das aufbereitete Material in Asphaltmischanlagen erneut eingesetzt. Maschinen von Vögele und Hamm schließen den Kreislauf mit Einbau und Verdichtung.


Quelle: Wirtgen Group


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