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Meldungen der Woche

Bauindustrie setzt auf Start-ups

Die Baubranche steht bekanntermaßen mitten drin in der Digitalisierung. Es kommt darauf an, die vorhandenen Ressourcen effizient einzusetzen. Start-ups helfen kräftig mit, Effizienzgewinne zu realisieren und die Baubranche zukunftsfähig zu machen. Die Start-up-Messe TECH IN CONSTRUCTION präsentiert am 15. und 16. November in Berlin rund 100 Start-ups aus dem Bereich Construction Tech mit Innovationen speziell für die Baubranche.

 

...Obwohl erste Wirtschaftsbereiche von Rückgang sprechen, geht es der Bauwirtschaft anhaltend gut. Doch wird das ewig so weitergehen? Sicher nicht. „Auch in der Bauwirtschaft sind erste Anzeichen für den Beginn einer Eintrübung zu spüren“, erklärt Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB). „Deshalb sehen wir in der BAUINDUSTRIE erhebliche Potentiale beim Einsatz von innovativen Technologien.“

Start-ups fördern die Effizienz am Bau

Gerade weil die Baubranche erst mitten drin in der Digitalisierung steckt, können schon mit kleinen Maßnahmen bereits deutliche Effizienzgewinne realisiert werden. Ob Foto-Dokumentation, Baustellen-Logistik oder Auftragsabwicklung – mit digitalen Hilfsmitteln, wie auch dem Building Information Modeling (BIM) lassen sich Aufwände und Kosten besser kontrollieren. Das spart nicht nur Zeit und Geld, sondern sichert auch die Zukunftsfähigkeit der Baubranche.

Start-up-Messe TECH IN CONSTRUCTION bietet Transparenz am Markt

Die große Herausforderung für die Bauwirtschaft besteht allerdings in der mangelnden Markttransparenz in Bezug auf die Start-ups. Viele Junggründer haben keinen Zugang zum Markt oder sind kaum sichtbar. Die Start-up-Messe TECH IN CONSTRUCTION schafft hier Abhilfe und bietet den jungen Start-ups eine Bühne. „Wir freuen uns, als Schirmherr für die TECH IN CONSTRUCTION dabei zu sein“, erklärt Babiel, der bereits Mitte des Jahres die Start-up-Messe auf dem „Tag der BAUINDUSTRIE“ zu Gast hatte. Die Start-ups mit den Bauunternehmen in Kontakt zu bringen, ist das erklärte Ziel der BAUINDUSTRIE und der Messeveranstalter. So zeigen fast 100 Start-ups aus dem Bereich ConstructionTech auf 2.500 m² ihre Lösungen für die Bauwirtschaft.

Weitere Informationen unter: www.tech-in-construction.de

Quelle: HDB

Digitale Standardisierung für Baumaschinen und Baugeräte

Der vom Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik (VDBUM) ausgerichtete Branchentreff „Digitale Standardisierung für Baumaschinen und Baugeräte im BIM-Prozess“ hat aufgezeigt, dass es auf dem Weg zur Digitalisierung viele Insellösungen gibt, das Thema generell jedoch an Fahrt gewinnt. Die überwältigende Mehrheit der Teilnehmer erteilte dem Verband das Mandat, die Entwicklung einer neutralen Web- oder FMS-Schnittstelle voranzutreiben.

...„Wir wollen den Status quo und das Stimmungsbild der Branche erfassen“, sagte VDBUM-Präsident Peter Guttenberger bei der Begrüßung der 152 Teilnehmer, die am 29. und 30. Oktober in das Veranstaltungszentrum Coreum in Stockstadt/Rhein gekommen waren. Ziel des ersten Branchentreffs dieser Art sei, Möglichkeiten zur Optimierung der digitalen Produkte zu erarbeiten. Der VDBUM treibt die Digitalisierung im Baumaschinenbereich seit Langem voran und hatte über den Arbeitskreis Telematik die Grundlagen der ISO Norm 15143-3 zur Datenstandardisierung von Erdbaumaschinen geschaffen.

Im Impulsvortrag der zweitätigen Veranstaltung bezeichnete Dr. Rainer Bareiß (Wolff & Müller Holding GmbH & Co. KG) die Schaffung einer Plattform für alle Maschinen als unabdingbar. „Wenn jeder Hersteller seinen eigenen Standard etabliert, dann werden wir nicht zusammenarbeiten können“, warnte Bareiß. Diese Herausforderung markierte das Schwerpunkthema von acht Podiumsgesprächen, in denen rund 40 Experten das Thema Digitalisierung aus den Blickwinkeln der Veranstaltungsteilnehmer – Anwender, Anbieter, Vermieter und Serviceanbieter – vertieften. Die Gesprächsrunde begann mit dem Thema „Bauanwendungen der digitalen Wissenschaft und künstlichen Intelligenz“ unter der Moderation von Prof. Dr. Jan Scholten (IBAF-Institut für Baumaschinen, Antriebs- und Fördertechnik GmbH). Dr. Marcus Müller (Strabag AG) begrüßte Experten zum Thema „Steuerungs- & Innovationssysteme“. Zur „Digitalen Effizienz in der Bauwirtschaft“ befragte Prof. Manfred Helmus (Universität Wuppertal) Vertreter aus Bauindustrie und Mittelstand. Baumaschinen- und Baugerätehersteller beantworteten die Fragen von Richard Honig (Max Bögl Transport & Geräte GmbH & Co. KG) zur „Standardisierung der Telematik für Maschinen und Gerätetechnik“. Moderator Manfred Caillé sprach mit Anbaugeräteherstellern über die „Standardisierte Ansteuerung von Anbaugeräten“. Fabian Markmann (Liftcontor GmbH) interviewte „Vermieter im digitalen Bauprozess“. Wolfgang Lübberding (VDBUM-Geschäftsstellenleiter) moderierte die abschließende Runde „Herstellerunabhängige Softwarelösungen als ganzheitliche oder Teilanwendung“. Erstmals bei einer VDBUM-Veranstaltung hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, mit Fragen und Anregungen über das Smartphone direkt an den Podiumsgesprächen mitzuwirken, was zu einem lebendigen Austausch führte.

Offene Schnittstellen gewünscht

Vertreter der Bauindustrie mit einem gemischten Maschinen- und Anbaugerätebestand sowie Anbieter von Steuerungstechnik äußerten den Wunsch, alle relevanten Maschinendaten in einer Cloud vorzufinden. Dafür müssten die Maschinenhersteller ihre Schnittstellen öffnen und perfekt beschreiben. Klärungsbedarf zeigte sich hinsichtlich der Frage, wer als Eigentümer der Daten zu betrachten ist. Markus Lange (Zeppelin Baumaschinen GmbH) nannte die ISO Norm 15143-3 eine Arbeitsgrundlage auf dem Weg zu einer herstellerübergreifenden Standardisierung. Am Beispiel Leerlauf beschrieb er, dass die Definitionen der einzelnen Unternehmen derzeit weit auseinander liegen.

Die Vertreter der Hersteller von Anbaugeräteherstellern würden eine Bedienung über die Hauptsteuerung bevorzugen. Um ihren Kunden aktuell einen Mehrwert zu bieten, befinden sich mehrere Unternehmen im Austausch, erarbeiten Schnittstellen und einheitliche Standards. Auch auf dem Mietmarkt spielt die Digitalisierung eine zunehmend wichtige Rolle, etwa bei Fragen zum Standort, den Einsatzzeiten oder dem Wartungsbedarf.

Künstliche Intelligenz (KI) wird in der Baubrache eine wichtige Position einnehmen. Bis die autonome Baustelle aber Realität wird, werden noch Jahre vergehen. Dr. Ralf Schäfer (Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut) erklärte, dies sei dann möglich, wenn KI-gestützte Baumaschinen gelernt hätten, verlässlich die richtigen Entscheidungen zu treffen. Auf die Frage nach konkreten KI-Einsatzbereichen nannte Prof. Frank Will (TU Dresden) die Bodenerkennung, Prof. Manfred Helmus (Bergische Universität Wuppertal) sah bei Verträgen und der Bauausführung Möglichkeiten zur Erhöhung der Sicherheit, Dipl.-Ing. Florian Wenzler (TU München) ergänzte dies um die Personen- und Warenerkennung. Dass viele Entwicklungen nicht schneller gelängen, liege auch an veralteten Lehrinhalten und der schlechten Ausstattung mancher Hochschule, kritisierte Prof. Helmus. Er forderte eine Aufstockung der Geldmittel für Forschung und Lehre.

Zu wenig BIM-Kenntnis

Zum Thema „Digitale Ausschreibungsformate und BIM-Planungen“ hatte der VDBUM Vertreter von Auftraggebern der öffentlichen Hand und privaten Großinvestoren eingeladen, die aber leider kurzfristig absagten. Damit dieses Thema aber auf der Agenda blieb, sprang VDBUM-Geschäftsführer Dieter Schnittjer als Moderator ein und sprach mit Marcus Wruck (DigiBau GmbH) über den aktuellen Stand. Wruck berichtete, dass auf der Bahnstrecke Karlsruhe-Basel einige Building Information Modeling-Projekte (BIM) gelaufen sind und die Bahn hier 2020 in die digitale Ausschreibung gehen wolle. Gleichzeitig, das zeigte die folgende Gesprächsrunde, verfügen viele Planer noch über wenig Kenntnis in Sachen BIM. Auch gibt es in diesem Bereich derzeit zu viele Insellösungen, da Standards und Schnittstellen noch nicht definiert sind. Alexander Kropp (Max Bögl BIM-Team) wies darauf hin, dass vielerorts Führungskräfte mittleren und höheren Alters die Entwicklungen nicht mit der gebotenen Dynamik steuerten, gerade sie müssten aber vorangehen und die Mitarbeiter motivieren.

Diese Thematik nahm Saskja Grossmann (Onestoptransformation AG) zu Beginn des zweiten Veranstaltungstags auf. „Menschen sind das wichtigste Gut“, sagte die Digital Learning Strategy-Expertin und rief die Unternehmen auf, sich neuen Arbeits- und Organisationsformen zu öffnen. Die Rolle von Führungskräften in der digitalen Welt ändere sich, „sie werden zu Trainern“. Auch Qualifizierung müsse neu gedacht werden, da die Halbwerkzeit von Wissen rapide sinke, im EDV-Bereich betrage sie gerade einmal zwei Jahre.

Assessor jur. Phillip Fischer (scope & focus Service-Gesellschaft mbH) referierte zum Thema Datenrechte und gab der Branche auf, einen gemeinsamen Verhaltenskodex zu entwickeln, bevor der Gesetzgeber unerwünschte Regelungen treffe.

Aufschlussreiche Speed-Workshops

Im Anschluss durchliefen die Teilnehmer in kleinen Gruppen sechs 30-minütige Workshops, in denen gemeinsam mit den Workshop-Leitern aus Bauwirtschaft und Industrie Denkmodelle und Lösungsansätze erarbeitet wurden. Da die Meinung der Teilnehmer nach jeder Station digital abgefragt wurde, konnte VDBUM-Präsident Peter Guttenberger bereits zum Veranstaltungsende neben dem gewünschten Stimmungsbild auch konkrete Ergebnisse des Branchentreffs vorstellen.

Im Workshop „Telematik / Baumaschinen & Geräte“ freute sich Workshop-Leiter Jens Kleinert (GP Papenburg Maschinentechnik GmbH) über „kontroverse und konstruktive Diskussionen“. 53,13 % der Teilnehmer erachteten eine Ausweitung der ISO auf alle Baugerätearten als sehr wichtig, weiteren 30 % ist das Thema überwiegend wichtig. Eine deutliche Mehrheit sprach sich für eine Erweiterung der Telematik auf andere Datenarten wie Qualität, Menge, Geländemodell, Planungsdaten aus. Der Frage, ob der VDBUM ein Mandat erhalten soll, hauptamtlich die Entwicklung einer neutralen Web- oder FMS-Schnittstelle, die den Anforderungen der Bauwirtschaft Genüge leistet, im Detail technisch voranzutreiben und dabei auch gleich Anforderungen an neue Datenarten zu berücksichtigen, stimmten fast 90 % der Teilnehmer voll oder überwiegend zu. „Wir haben eine neue Aufgabe bekommen“, fasste Peter Guttenberger dieses deutliche Votum zusammen.

Mehr als 75 % der Befragten nannten im von Peter Schmid (Max Bögl Transport und Geräte GmbH & Co KG) moderierten Workshop „Telematik / Anbaugeräte“ die Lokalisierung und Identifizierung von Anbaugeräten per Tracking & Tracing als sehr wichtig bzw. wichtig. Den Herstellern wird jedoch aufgegeben, robuste Tracker mit langer Batterielaufzeit zu produzieren, deren Preise auch in Relation zum Wert günstiger Anbaugeräte stehen. Eine deutliche Mehrheit von mehr als 75 % wünscht die Übertragung von Daten des Anbaugeräts in das Trägergerät, gut die Hälfte spricht sich für die Übertragung dieser Daten in die Cloud aus.

Rund 80 % der Befragten des Workshops „Angebots-und 3-D-Auftragsdaten“, der von Heiko Karstedt (Strabag BMTI GmbH & Co. KG) geleitet wurde, ist sind überwiegend der Meinung, dass die Disposition durch Auftragsdaten unterstützt werden kann. Mehr als 60 % gaben an, bisher keine oder nur in sehr geringem Maße BIM-Modelle zu bauen oder vom Bauherrn zu erhalten. „Im Workshop ‚Baulogistik / Warenwirtschaft‘ wurde die Notwendigkeit deutlich, Schnittstellen und Plattformen zu schaffen, die einen Austausch ermöglichen“, sagte Workshop-Leiterin Carolin Schwarz (Max Bögl Stiftung & Co. KG). Die aktuelle Kommunikationsqualität zwischen Baustelle und Disposition schätzten die Teilnehmer als verbesserungswürdig ein. Peter Gutenberger stellte zu Ergebnissen dieses Workshops fest, dass der VDBUM das Thema Warenwirtschaft künftig stärker begleiten sollte.

Mehrheit für digitalen Zwilling

Die Dokumentation aller Betriebsdaten einer Baumaschine zur Gewinnung weiterer Erkenntnisse erachteten fast alle Teilnehmer des von Martin Kuhn (Strabag BMTI GmbH & Co. KG) moderierten Workshops „Werkstatt- und Gerätedisposition / Digitaler Zwilling“ als sehr wichtig oder wichtig. Die derzeitige Versorgung mit Stammdaten durch die Hersteller und auch der Ressourceneinsatz zur Stammdatenverwaltung im Unternehmen sehen die Teilnehmer als mittelmäßig an. Die Mehrheit sieht die Notwendigkeit, zu jeder Baumaschine einen digitalen Zwilling zu führen und würde bei einer Veräußerung den digitalen Zwilling in vollem Umfang bereitwillig mitliefern. Michael Radwe (Zeppelin Lab GmbH), der den Workshop „Datenformate / Systemarchitektur“ leitete, zeigte sich sehr erfreut über den hohen Wissensstand der Teilnehmer, die die Cloud mehrheitlich als Datenspeicher und Kollaborationsplattform nutzen würden und die einheitliche Bereitstellung von ERP-Schnittstellen als wichtig erachten.

VDBUM-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Jan Scholten erklärte, dass der Verband die Ergebnisse nun analysieren werde. Eine Fortführung der Veranstaltung erwarte er eher in kleineren Expertenkreisen. Beeindruckt zeigte sich Scholten vom sehr jungen Teilnehmerkreis in den IT-Gesprächsrunden des ersten Veranstaltungstages. „Diese Generation wird die Lösungen entwickeln und umsetzen. Wir müssen die jungen Leute an uns binden und ihre Denkweisen verstehen.“ Der Großteil der Besucher hatte am Branchentreff teilgenommen, um sich ein Bild zu machen, wo die Digitalisierungsmaßnahmen des eigenen Unternehmens einzuordnen sind und sich mit anderen Verbandsunternehmen zu vernetzen, um für die anstehenden Aufgaben gerüstet zu sein.

Quelle: VDBUM



Mineralische Rohstoffe

VDZ veröffentlicht „Zementindustrie im Überblick 2019/2020“

Das bekannte Branchenporträt „Zementindustrie im Überblick“ des Vereins Deutscher Zementwerke e.V. (VDZ) ist ab sofort in der Neuausgabe für 2019/2020 verfügbar. Die Publikation bietet eine kompakte Übersicht über die Zementindustrie und den Zementmarkt in Deutschland. Im Fokus stehen auch Themen wie Forschung und Innovation, Nachhaltigkeit, Energieintensität, Rohstoffnutzung und Ressourceneffizienz.

...Die Broschüre fasst politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in kompakter Form zusammen und bietet so eine Standortbestimmung der deutschen Zementindustrie.

Im Einzelnen informiert „Zementindustrie im Überblick 2019/2020“ über die Zementindustrie und den Zementmarkt in Deutschland, die Zementindustrie als energieintensive Branche, die Bedeutung von Rohstoffnutzung und Ressourceneffizienz, über Forschung und Innovation in der Zementindustrie, die Nachhaltigkeitsinitiative der deutschen Zementhersteller und über zentrale Branchendaten.

Die Publikation ist auf der VDZ-Webseite frei verfügbar und kann auch bequem im Online-Viewer gelesen werden. In der VDZ eBook-App ist sie zusammen mit anderen VDZ-Publikationen ebenfalls kostenlos abrufbar.

Quelle: VDZ

Gymnasiasten besuchen Schotterwerk der Lukas Gläser GmbH & Co. KG

Über 60 Gymnasiasten der 11. Klasse besuchten am 6.11.2019 das Schotterwerk des ISTE-Unternehmens Lukas Gläser, um sich mit dem Thema Rohstoffgewinnung zu befassen. Dabei kamen auch die 160-jährige Firmengeschichte und Wissen rund um die Technik nicht zu kurz. Auch der ISTE war mit zwei Referentinnen vertreten, um sein Mitgliedsunternehmen zu unterstützen.

...Zunächst begrüßte der Geschäftsführer der Firma Gerald Henkel die Schülerinnen und Schüler in der für die Führung umfunktionierten Werkstatthalle, bevor ISTE-Referentin Dr. Dagmar Kesten die Gruppe mit Informationen rund um das Thema Rohstoffe fütterte. Dabei standen vor allem die Rohstoffe, die in Baden-Württemberg gewonnen und verwendet werden, im Vordergrund. Ca. 100 Mio. Tonnen mineralischer Rohstoffe werden hier jährlich gefördert – statistisch gesehen entspricht das einem Bedarf von 1 Kg Steine pro Stunde je Einwohner – und nicht nur für den Straßen- und Wohnungsbau eingesetzt. Auch in Medikamenten, Zahnpasta und zwischen Toastbrotscheiben lassen sich mineralische Rohstoffe finden. Fast 500 Werke sind über die Landesfläche von Baden-Württemberg verteilt, die das Land flächendeckend mit verschiedenen mineralischen Rohstoffen – abhängig von der jeweiligen Geologie – versorgen.

Bei den aufwändigen und oft mehrere Jahre dauernden Genehmigungsverfahren für einen neuen Steinbruch oder die Erweiterung einer bestehenden Gewinnungsstätte spielen auch die Themen Renaturierung und Rekultivierung eine große Rolle. Bevor eine Gewinnung überhaupt möglich ist, wird im Genehmigungsverfahren bereits die Folgenutzung festgelegt.

Mit dem Muschelkalksteinbruch der Firma Lukas Gläser leitet der Dipl.-Geologe Günter Miksch eine wichtige Rohstoffgewinnungsstätte in der Region Stuttgart. Herr Miksch erläutert den Gymnasiasten, wie die Gewinnung des Muschelkalks und die Verarbeitung in seinem Steinbruch funktioniert und erklärt, wie wichtig eine dezentrale Versorgung mit mineralischen Rohstoffen und kurze Transportwege – auch für die Umwelt – sind.

Anschließend führen Herr Henkel und Herr Miksch die Gruppe in einen extra abgesicherten Bereich des Steinbruchs gegenüber der Abbauwand, damit die Schülerinnen und Schüler das Highlight der Führung aus sicherer Entfernung genießen können – eine Sprengung im Gewinnungsbereich. Tonnen von Gestein, die durch die Sprengung abgehen, waren ein beindruckendes Bild für die Gymnasiasten und Lehrkräfte, die sonst eher die Theorie des Schulalltags kennen. Das durch die Sprengung gelöste Gestein wird sofort in großen Muldenkippern zum Vorbrecher gefahren und im angeschlossenen Schotterwerk zu Gesteinskörnungen aufbereitet, um den Bedarf im Verkehrswegebau bei naheliegenden Baustellen zu decken. Aber auch der Radlader, in dessen Schaufel fast die Hälfte der Schüler gepasst hätte, begeisterte den ein oder anderen.

Insgesamt konnten die Schülerinnen und Schüler einiges Wissenswertes zum Thema Rohstoffgewinnung mitnehmen, vor allem auch, weil Herr Henkel und Herr Miksch fleißig alle Fragen beantworteten und den Schülern bei näherem Interesse auch ein Praktikum ermöglichen können.

Quelle: ISTE

vero-Bau- und Rohstofftag in Hannover: Reden ist Silber, aber ist Schweigen Gold?

Am Dienstag, 29. Oktober 2019, fand der Bau- und Rohstofftag im Alten Rathaus in Hannover zum Thema „(Krisen-)kommunikation“ statt. Rund 140 Gäste aus den Reihen der Mitgliedsunternehmen, der Politik sowie der Behörden nahmen an der Veranstaltung teil, darunter der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers.

...„Man kann nicht nicht kommunizieren“, mit diesen Worten eröffnete vero-Präsident Christian Strunk die Veranstaltung. „Immer wieder haben die Medien in den vergangenen Monaten das Thema „Rohstoffsituation und Genehmigungsstau“ aufgegriffen. Es gab zahlreiche Interviewanfragen und Drehtermine in Ihren Unternehmen. Ebenso gibt es nach wie vor häufig Widerstände in der Bevölkerung gegen geplante Erweiterungen oder Neuerschließungen. Dies stellt uns alle – neben unserer eigentlichen Unternehmensleitungs- und Gewinnungstätigkeit – vor eine gemeinsame Herausforderung: Wir müssen häufiger und noch besser mit Medienvertretern, Kooperationspartnern und Bürgern kommunizieren“, so Strunk weiter und leitete über in das Vortragsprogramm.

Den Auftakt machte Dr. Michael Kossakowski, Intelligenz System Transfer GmbH. Er zeigte auf, wie man als Unternehmer in der Bau- und Rohstoffindustrie kommunikativ vorgehen sollte und wie wichtig die frühzeitige Beschreibung des Vorhabens ist.

Anschließend stellte Stefanie Micke die Kommunikationsstrategie des Unternehmens Schaefer Kalk GmbH & Co. KG vor und gewährte Einblicke in die kommunikativen Herausforderungen, die dem Unternehmen bei dem Projekt „Aufschluss Steinbruch Hengen“ begegnet sind.

Nico Steudel, Rhein-Umschlag GmbH & Co. KG, referierte über die Sand- und Kiesgewinnung in Niedersachsen und stellte Maßnahmen vor, die Konfliktpotenziale hinsichtlich der Flächennutzung minimieren können.

Wie sich die Krisenkommunikation aus Sicht einer Fachbehörde darstellt, zeigte Andreas Sikorski, LBEG, am Nachmittag in seinem Vortrag auf und wies auf die Bedeutung einer vorausschauenden und vorbeugenden Kommunikation zur Vermeidung einer Krise hin.

Den Abschluss des Vortragteils machte Berufspilot und Kommunikationsexperte Peter Brandl. Mit seinem lebendigen Vortrag „Crashkommunikation auf maximaler Flughöhe“ gelang es ihm, seine Kernbotschaft zu vermitteln. Diese lautet: Zwischenmenschliche Kommunikation ist unzuverlässig und das Problem ist, wir glauben, sie sei es nicht.

Die Schlussworte des Bau- und Rohstofftages hielt der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers. Er betonte in seiner Ansprache: „Niedersachsen ist ein Rohstoffland und dies soll auch in Zukunft so bleiben. Rohstoffe sind der Anfang von allem und dies gilt es zu kommunizieren.“ Sein Appell an die Branche lautet: Bleibt im Dialog.

vero-Hauptgeschäftsführer Raimo Benger moderierte die Veranstaltung und führte die Teilnehmer durch das Vortragsprogramm. Sein Fazit: „Kommunikation ist die einfachste und gleichzeitig schwierigste Sache der Welt. Botschaften formulieren, Realitäten ansprechen, Befürchtungen formulieren und Maßnahmen aufzeigen - das sind die kommunikativen Disziplinen, die in einer Krise greifen. Für unsere Mitgliedsunternehmen geht es darum, routinierter mit diesen schwierigen Kommunikationssituationen umgehen zu können. Ich freue mich, dass unser Bau- und Rohstofftag auf dem Weg dahin einen wichtigen Beitrag leisten konnte.“

Quelle: vero


Recycling

Entsorgungsbranche am Limit?

„Die derzeitige Entsorgungslage zur energetischen Verwertung ist in Deutschland nach wie vor besorgniserregend. Die Kapazitäten der Müllverbrennungsanlagen sind bis ans Limit ausgelastet. Im Bereich der gewerblichen Entsorgung gibt es deshalb erhebliche Probleme, mit denen die Recycling- und Entsorgungsunternehmen kämpfen müssen", berichtet Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung. Viele Müllverbrennungsanlagen in Deutschland sind stark ausgelastet. Wie prekär die Situation ist, zeigt eine vom bvse durchgeführte Umfrage unter seinen mehr als 900 Mitgliedsunternehmen.

...So antworteten fast 20 % der Teilnehmer, dass eine Anlieferung von Abfällen zur energetischen Verwertung derzeit nicht möglich sei. Bei 72,5 % ist eine Anlieferung zwar noch grundsätzlich möglich, aber nur mit (teilweise erheblichen) Verzögerungen. Nur noch knapp 8 % gaben an, dass sie uneingeschränkt anliefern können. Dieser Wert hat sich gegenüber dem in dieser Hinsicht ebenfalls schon problematischen Vorjahr fast halbiert (15,1 %).

Das macht sich auch auf die Situation der Abfalllager bei den Unternehmen bemerkbar. 70 % der Unternehmen gaben an, dass ihre genehmigte Lagermenge am Limit ist.

Ein wichtiger Grund für die Misere ist nach Meinung des bvse, dass immer noch zu große Abfallmengen nach Deutschland importiert und in den Müllverbrennungsanlagen entsorgt werden. Der Recycling- und Entsorgerverband ist daher der Meinung, dass Beseitigungsabfälle momentan nicht mehr zur Verbrennung nach Deutschland importiert werden sollten. Auch der Anteil von Gewerbe- und Industrieabfällen, die zur Verbrennung importiert werden, sollte deutlich reduziert werden.

Die Situation könnte sich weiter verschärfen, denn nicht nur die Niederlande planen die Verbrennung zu verteuern, sondern auch Schweden diskutiert derzeit einen Gesetzentwurf, wonach ab April 2020 die Verbrennung von Abfällen besteuert werden soll. Das könnte im Ergebnis dazu führen, dass noch mehr Verbrennungsabfälle in deutsche Anlagen umgeleitet werden.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Naturschutzbund Deutschland (NABU) zeigt außerdem sehr deutlich, dass die Kapazitäten der Müllverbrennungsanlagen immer noch durch große Mengen Bioabfälle blockiert werden. Die gesetzlich vorgeschriebene Getrennthaltung von Bioabfällen werde teilweise immer noch nicht oder nicht konsequent genug umgesetzt. Es könne jedoch nicht angehen, so der bvse, dass nur deshalb Kapazitätsengpässe, Überlagerung und hohe Preise von der gewerblichen Wirtschaft und der Entsorgungsbranche geschultert werden müssen, weil die öffentliche Hand bestehende Gesetze nicht ausreichend befolge.

Die Gewerbeabfallverordnung wird nach Meinung des bvse nicht zur erhofften Entlastung führen. Ein Recyclingpotenzial von 30 % aus gemischt anfallenden Gewerbeabfällen sei völlig unrealistisch. „Nach unseren Erfahrungen sind hier maximal 15 % Wertstoffpotenzial zu heben“, erklärt bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock.

Der Recyclingverband regt außerdem an, die Möglichkeit zu prüfen, über eine Sperrmüllverordnung die Wertstoffe in dieser Abfallfraktion für das Recycling nutzbar zu machen. Bisher geht diese Abfallfraktion zum größten Teil in die Verbrennung.

Für die Zukunft drohen, nach Auffassung des bvse, jedoch weitere Probleme. So könnten aufgrund der geplanten Stilllegung von Stein- und Braunkohlekraftwerken nicht unbeträchtliche Mitverbrennungskapazitäten wegfallen. Auch das faktische Verbot der Klärschlammausbringung wird in Zukunft Verbrennungskapazitäten binden.

„Deshalb muss die Politik nachjustieren. Das kann auch im Rahmen der derzeit zur Beratung anstehenden Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes geschehen. Hier ist nicht nur das Thema Bioabfall gemeint. Wir sind auch der Meinung, dass die energetische Verwertung nur noch in Müllverbrennungsanlagen mit optimierter Energieausbeute, in hocheffizienten Ersatzbrennstoffkraftwerken oder direkt in industriellen Herstellungsprozessen möglich sein sollte. Nur in diesen Anlagen, im Gegensatz zu den herkömmlichen Müllverbrennungsanlagen, kann eine hochwertige energetische Verwertung der Abfälle, die nicht recycelt werden können, realisiert werden“, so bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock abschließend.

China veröffentlicht vollständige Liste der 14. Charge zu Kontingenten für Abfall- und Schrottimporte

Am 11. November 2019 wurde der europäische Branchenverband Bureau of International Recycling (BIR) darüber informiert, dass das Verwaltungszentrum für feste Abfälle und Chemikalien des Ministeriums für Ökologie und Umwelt der Volksrepublik China seine 14. Charge von Abfallimportquoten veröffentlicht hat. Diese umfasst Abfälle und Schrott aus Aluminium, Kupfer, Altpapier und Pappe.

...Alle in der 14. Charge aufgeführten Importeure sollen die Häfen von Tianjin, Taicang, Ningbo, Jiaxing, Shanghai, Xiamen, Qingdao und Nanhai passieren.

Zur Liste: www.bir.org


Asphalt

Prognose der Griffigkeitsentwicklung von Asphalten

Die gemäß EN 12697-49 vorzunehmende Probenvorbereitung für das Prüfverfahren Wehner/Schulze ist als nicht ausreichend zu bezeichnen. Für das Prüfverfahren wurde deshalb eine gezielte Probenvorbereitung entwickelt, welche auf im Labor hergestellte Probekörper aus Asphaltmischgut oder auf Ausbauproben (Bohrkerne) angewendet werden kann. Die in dem Beitrag vorgestellte Prüfsystematik liefert praxisgerechte und reproduzierbare Ergebnisse, die bereits im Vorfeld einer Baumaßnahme eine Aussage zur Griffigkeitsentwicklung erlauben...

Weiterlesen in der asphalt 7/2019!

Quelle: asphalt 7-2019

Dünne Asphaltdeckschichten im Kalteinbau

In 2018 hat die Hansestadt Lübeck eine Zustandserfassung- und Bewertung (ZEB) ihrer Haupt- und Nebenstraßen durchführen lassen. Die Zahlen waren so alarmierend, dass sich die Stadt entschloss, schnell zu handeln. Dabei wurde auch die hochfrequentierte Straße Beckergrube zur Herausforderung. Possehl Spezialbau hatte eine Lösung…

Weiterlesen in der asphalt 6/2019!

Quelle: asphalt 6-2019


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