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Das STV-News-Channel-Archiv

In unserem STV-News-Channel-Archiv können Sie alle Meldungen der Vorwoche noch einmal nachlesen:


Meldungen der Woche

Europäischer Bauverband wählt Daniel Strücker ins Präsidium

Die Generalversammlung des Europäischen Bauverbands (FIEC-Fédération de l’Industrie de la Construction Européenne) hat in Paris Daniel Strücker (r.), geschäftsführender Direktor der Eiffage Infra-Bau SE und Präsident des Bauindustrieverbands NRW, zum FIEC-Präsidiumsmitglied gewählt. Seine Amtszeit geht bis 2028. Strücker folgt auf Rüdiger Otto, der die deutsche Bauwirtschaft als Vizepräsident des Zentralverbandes der Deutschen Baugewerbes von 2020 bis 2026 im FIEC-Präsidium vertreten hat.

Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer der Bauindustrie: „Es ist ein Zeichen gelebter Kooperation, dass Baugewerbe und Bauindustrie als Spitzenverbände der Bauwirtschaft auf Europäischer Ebene mit gemeinsamer Stimme sprechen. Rüdiger Otto hat die deutsche Bauwirtschaft in den vergangenen sechs Jahren mit viel Engagement und Einsatz vertreten. Dafür danken wir ihm ausdrücklich. Mit der Staffelstabübergabe an Daniel Strücker werden wir diese bewährte Tradition fortführen, damit die Interessen aller Bauunternehmen bei den anstehenden, wichtigen Entscheidungen auf EU-Ebene gehört und eingebracht werden. “

Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe: „Mit Daniel Strücker übernimmt ein ausgewiesener Kenner der Branche die Vertretung der deutschen Bauwirtschaft im FIEC-Präsidium. Vor ihm liegt eine anspruchsvolle Aufgabe: Damit die europäische Bauwirtschaft wettbewerbsfähig bleibt und die anstehenden Transformationsaufgaben umsetzen kann, braucht sie verlässliche und praxistaugliche Rahmenbedingungen statt zusätzlicher bürokratischer Belastungen. Um hier entsprechendes Gehör zu finden, braucht die deutsche Bauwirtschaft in Brüssel eine starke und geschlossene Interessenvertretung von Baugewerbe und Bauindustrie. Ich bin überzeugt, dass Daniel Strücker diese Aufgabe mit großer Weitsicht und Kompetenz wahrnehmen wird, und wünsche ihm für diese verantwortungsvolle Aufgabe viel Erfolg.“

In Paris verabschiedete die FIEC auch ihren Präsidenten, Piero Petrucco aus Italien, der seit Mai 2024 an der Spitze der FIEC gestanden hatte. Zu seinem Nachfolger wurde Jean-Pierre Paseri, Präsident des französischen Straßenbauverbands „Routes de France“, bestimmt.


Quelle: Die Bauindustrie

ifo Institut: Wirtschaft wächst in zwölf Bundesländern

Im ersten Quartal 2026 stieg die Wirtschaftsleistung in zwölf Bundesländern im Vergleich zum Vorquartal. Dies ergaben neue Berechnungen des ifo Instituts. Die stärksten Anstiege verzeichneten Berlin und Brandenburg mit jeweils 0,9 %, gefolgt von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz (jeweils 0,8 %). „Insbesondere die Industrie ist stark in das Jahr gestartet, wovon einige Bundesländer stärker profitieren als andere“, sagt ifo-Konjunkturexperte Robert Lehmann. „Jedoch belasten die im Zuge des Irankrieges stark gestiegenen Preise das Wachstum.“

In Mecklenburg-Vorpommern stieg die Wirtschaftsleistung um 0,4 %. Die Wirtschaft in Bayern und Sachsen-Anhalt legte um jeweils 0,3 % zu, jene im Saarland und in Bremen um 0,2 %. Nordrhein-Westfalen hingegen schrumpfte um 0,1 %.

Da einige norddeutsche Bundesländer im vergangenen Jahr ein kräftiges Wirtschaftswachstum verbuchten, fällt die wirtschaftliche Entwicklung dort zu Jahresbeginn schwächer aus. In Schleswig-Holstein und Hamburg etwa ging die Wirtschaftsleistung um 0,5 % zurück, in Niedersachsen um 0,2 %. Spürbare Impulse kommen aus den erhöhten staatlichen Ausgaben für Verteidigung. „Die Standorte mit einer ausgeprägten Rüstungsindustrie in Nord- und Westdeutschland profitieren in erheblichem Umfang von der Aufrüstung und Erneuerung des Verteidigungssektors“, sagt Lehmann. Jedoch macht sich der Strukturwandel in der Industrie bemerkbar, von dem die Bundesländer ganz unterschiedlich erfasst werden. So ist die wirtschaftliche Erholung in Nordrhein-Westfalen verhalten, wo die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Industrie spürbar zurückgegangen ist.


Quelle: ifo Institut



Mineralische Rohstoffe

Vogelinsel Diersfordt im Dokumentarfilm-Fokus

Am vergangenen Samstag feierte der Dokumentarfilm „Watching People Watching Birds“ im Cineworld Lünen Premiere. Im Fokus dabei standen die faszinierende Welt der Vogelbeobachtung und der Niederrheiner Ornithologe und Möwen-Experte Patrick Kretz. Teile des Films wurden auf der Vogelinsel im Holemans Kieswerk Diersfordt gedreht.

Der 92-minütige Dokumentarfilm der Regisseure Ulrike Franke und Michael Loeken betrachtet Menschen, die Vögel beobachten, und macht zugleich auf den dramatischen Rückgang vieler Vogelarten und ihrer Lebensräume aufmerksam. Zwischen wissenschaftlicher Beobachtung, persönlicher Leidenschaft und gesellschaftlicher Verantwortung entsteht ein eindrucksvolles Porträt über die Beziehung des Menschen zur Natur.

Für Patrick Kretz, der sich seit vielen Jahren intensiv mit Möwenarten und ihrer Entwicklung beschäftigt, bietet der Film eine wichtige Plattform, um auf die Bedeutung intakter Lebensräume aufmerksam zu machen. Die Dreharbeiten auf der Vogelinsel im Diersfordter Waldsee unterstreichen dabei die besondere Rolle, die rekultivierte Abgrabungslandschaften für den Natur- und Artenschutz spielen können.

Für die Holemans Gruppe ist die Einbindung der Vogelinsel in den Film eine besondere Anerkennung. Das Unternehmen versteht die Gewinnung von Sand und Kies seit vielen Jahren als Verantwortung gegenüber Mensch und Natur. Bereits während der Rohstoffgewinnung und insbesondere im Rahmen der Rekultivierung entstehen vielfältige Lebensräume für Tiere und Pflanzen. So haben sich auf den Gewässern, Inseln, Flachwasserzonen und Uferbereichen der Holemans-Standorte zahlreiche geschützte Vogelarten angesiedelt. Viele dieser Flächen entwickeln sich zu wertvollen Brut-, Rast- und Nahrungsgebieten. Darüber hinaus profitieren Amphibien, Insekten, Fledermäuse und weitere Tierarten von den neu entstandenen Naturräumen.

Die Vogelinsel im Kieswerk Diersfordt zeigt, wie durch vorausschauende Planung und konsequente Naturschutzmaßnahmen wertvolle Lebensräume entstehen können, die weit über die eigentliche Nutzung hinaus Bestand haben. Mit der Premiere von „Watching People Watching Birds“ erhält dieses Engagement nun auch eine filmische Bühne.


Quelle: Holemans

Geplante Demo in Berlin: sichtbar, laut und unübersehbar

Wie der Bundesverband Mineralische Rohstoffe (MIRO) mitteilt, ist eine Demonstration im Regierungsviertel auf der Spree geplant. Diese soll am 24. Juni stattfinden und u. a. auf die Forderungen der heimischen Gesteinsindustrie aufmerksam machen. Der Bundesverband bittet um aktive Unterstützung.

Der Juni ist der Monat der Entscheidung für die Bundesregierung. Zahlreiche Gesetzesvorhaben sind in der Pipeline und müssen von den Ministerien, dem Kabinett und im Deutschen Bundestag beraten und beschlossen werden. Noch vor der Sommerpause müssen wesentliche Weichen gestellt werden, denn gleichzeitig rücken drei entscheidende Landtagswahlen im September näher.

Gerade jetzt wäre industriepolitisch Klarheit und Entschlossenheit gefragt. Das zeigt sich auch bei dem für unsere Branche zentralen Raumordnungsrecht: Das Bundeskabinett hat am 27. Mai 2026 im Rahmen des „Baugesetzbuch-Upgrades“ Regelungen beschlossen, die den dringend notwendigen Vorrang heimischer Rohstoffe (das von uns geforderte „überragende öffentliche Interesse“) weiterhin nicht berücksichtigen.

Kurz gesagt: Deutschland will mehr Wohnungsbau und Infrastruktursanierung, vergisst aber die dafür nötigen Rohstoffe. Trotz intensiver Gespräche von MIRO mit Bundesministerien und Bundestagsabgeordneten und vorhandenem Verständnis der Anliegen fehlt es an Führung, Konsequenz und Umsetzung. Daher die Demo: am 24. Juni 2026 um 11 Uhr zwischen Reichstag, Paul-Löbe- und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr am Karlplatz.

Der Plan sieht vor, den Verkehr auf der Spree medienwirksam in unmittelbarer Reichstagsnähe per Motorschiff zu sperren. Das mit Bannern und Botschaften ausgestattete Schiff wird von einer Kundgebung am Ufer flankiert, auf der MIRO-Präsident Christian Strunk spricht.

MIRO bittet seinen Landesverbände um aktive Unterstützung, Mitgliedsunternehmen zu motivieren und für die Demo zu gewinnen, um ein starkes, sichtbares Zeichen zu setzen. „Lassen Sie uns gemeinsam deutlich machen, dass ohne heimische Rohstoffe eine Bauwende und vieles mehr nicht gelingen kann“, sagt MIRO-Geschäftsführerin Susanne Funk.


Quelle: MIRO; Bildquelle: pixabay


Recycling

bvse: Aktionsprogramm bleibt hinter Erwartungen zurück

„Das Aktionsprogramm zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie bleibt hinter unseren Erwartungen zurück“, kommentiert Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung, die Verabschiedung des Programms durch die Bundesregierung.

Aus Sicht des bvse war die Erwartung klar: Nach zahlreichen Strategien, Ankündigungen und Zielsetzungen sollten nun konkrete Maßnahmen folgen, die den Übergang zur Kreislaufwirtschaft tatsächlich beschleunigen. Stattdessen enthalte das Aktionsprogramm in weiten Teilen bekannte Absichtserklärungen und bereits formulierte Forderungen. „Man ist angetreten, um die Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie mit konkreten Maßnahmen zu hinterlegen. Herausgekommen sind vielfach neue Formulierungen für alte Forderungen. Das wirkt streckenweise wie alter Wein in neuen Schläuchen“, so Rehbock.

Besonders kritisch bewertet der bvse die Ausgestaltung der nachhaltigen öffentlichen Beschaffung. Obwohl Bund, Länder und Kommunen als wichtige Nachfrager eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Märkten für Recyclingrohstoffe und zirkuläre Produkte spielen könnten, bleibt das Aktionsprogramm nach Einschätzung des Verbandes weitgehend unverbindlich. Statt klarer Vorgaben und rechtlich durchsetzbarer Anforderungen sei vor allem von Empfehlungen, Leitfäden und einer „Hinwirkung“ auf die öffentliche Hand die Rede.

Zwar begrüßt der bvse ausdrücklich das Ziel der Bundesregierung, das jährliche Auftragsvolumen für zirkuläre Produkte bei Unternehmen mit mehrheitlicher Bundesbeteiligung kontinuierlich zu steigern und regulatorische Hemmnisse abzubauen. Allerdings fehlten konkrete Zielgrößen, Zeitpläne und messbare Zwischenziele.

Nach Auffassung des bvse offenbart das Aktionsprogramm damit ein grundlegendes Problem der deutschen Kreislaufwirtschaftspolitik: Die politischen Ziele werden immer ambitionierter, während verbindliche Instrumente zur Marktstärkung häufig fehlen. Gerade die Recyclingwirtschaft brauche jedoch verlässliche Absatzmärkte und klare Investitionssignale.

Der bvse fordert daher, das Aktionsprogramm zeitnah um verbindliche Vorgaben für die öffentliche Beschaffung, konkrete Zielwerte für den Einsatz von Sekundärrohstoffen und zirkulären Produkten sowie ein wirksames Monitoring zu ergänzen. Nur so könne aus den richtigen Zielen auch eine messbare Umsetzung werden.


Quelle: bvse

44 % der Altbatterien werden falsch entsorgt

Daher fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) einen Kurswechsel im Batteriegesetz. Eine DUH-Berechnung zeigt noch immer geringe Sammelquoten von 56 % für Alt-Gerätebatterien und 25 % für Lithium-Ionen-Akkus im Jahr 2025 auf.

Die DUH kritisiert die niedrige Sammelmenge ausgedienter Gerätebatterien für das Jahr 2025. Mehr als 40 % der Altbatterien werden in Deutschland falsch entsorgt. So werden Ressourcen verschwendet, Schadstoffe freigesetzt und teils gefährliche Brände ausgelöst. Die niedrigen Sammelquoten sind auch deshalb besorgniserregend, da ab 2027 eine verpflichtende und deutlich höhere Sammelquote von 63 % gilt. Bei den besonders problematischen Lithium-Ionen-Akkus lag die Sammelquote mit 25 % sogar noch deutlich niedriger. Die Berechnungen der DUH erfolgten auf Grundlage der kürzlich erschienenen Mengenmeldungen von Batteriesammelsystemen.

Die DUH fordert von Umweltminister Carsten Schneider, die Sammelquoten für Batterien durch Nachbesserungen im Batterierecht-Durchführungsgesetz schnellstmöglich zu steigern. Zusätzlich sollte sich die Bundesregierung bei aktuellen Verhandlungen auf EU-Ebene für ein europaweites Pfandsystem auf Lithium-Ionen-Batterien stark machen.

Für die Steigerung der Sammelmengen für Altbatterien ist die Aufklärung von Verbraucherinnen und Verbrauchern ganz entscheidend. Bisherige gesetzliche Regelungen, die Hersteller zur Aufklärungsarbeit verpflichten, reichen nicht aus. Die DUH fordert, dass Hersteller für schlagkräftige Kampagnen mehr Geld zur Verfügung stellen müssen.


Quelle: www.duh.de; Bildquelle: pixabay


Asphalt

Azubi techdays 2026: Learning by Doing

Vom 20. bis 22. Mai trafen sich rund 80 Auszubildende der Wirtgen Group bei der Hamm AG in Tirschenreuth, um ihr erstes eigenes Straßenbauprojekt auf die Beine zu stellen.

Die Azubi techdays der Wirtgen Group sind jedes Jahr ein besonderes Highlight für die Auszubildenden von Wirtgen, Vögele, Hamm, Kleemann und Benninghoven und zugleich eine wichtige Investition in die Zukunft und Kompetenz des eigenen Nachwuchses. In drei Tagen machen die Teilnehmenden die Theorie zur Praxis und erlernen unter realen Bedingungen, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen und markenübergreifend erfolgreich zusammenzuarbeiten.

Herzstück der Veranstaltung ist ein eigenes Straßenbauprojekt, das von den Auszubildenden weitgehend selbstständig umgesetzt und durch Ausbilder und Servicetechniker lediglich unterstützt wird. Hier lernen sie nicht nur Maschinen und Produkte der verschiedenen Marken im Zusammenspiel kennen, sondern wachsen auch als Team näher zusammen. Zentrale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Eigeninitiative, Verantwortungsbewusstsein und Problemlösungskompetenz werden aktiv trainiert. Ergänzt wird das Programm durch spannende Workshops, informative Werksführungen und Maschinenvorführungen.

Gastgeber war diesmal der Verdichtungsspezialist Hamm aus Tirschenreuth, für dessen Fußballverein ATSV die Azubis im Einsatz waren: Dort mussten der in die Jahre gekommene Zugang sowie der Vorplatz des Vereinsheims dringend saniert werden.

Im Einsatz auf der rund 980 m² großen Fläche waren verschiedene Maschinen der Wirtgen Group. Eine Kompaktfräse fräste die bisherige Deckschicht präzise ab und hinterließ eine ebene Fläche für den folgenden Fertiger. Für die optimale Verdichtung und ein sauberes Finish folgten Hamm-Walzen. Insgesamt wurden 253 t Asphaltmischgut verarbeitet.

Quelle: Wirtgen Group


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