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Das STV-News-Channel-Archiv

In unserem STV-News-Channel-Archiv können Sie alle Meldungen der Vorwoche noch einmal nachlesen:


Meldungen der Woche

Atlas Gruppe: Übernahme abgeschlossen

Bei der Sanierung der Atlas Gruppe sind nun auch die letzten Schritte im Zuge der Übernahme durch die kanadische Buhler Versatile, nordamerikanischer Hersteller von Landmaschinen mit Produktionsstandort in Winnipeg, umgesetzt. So ist das sogenannte „Closing“ als offizieller Vollzug der Transaktion zum 1. Oktober 2026 erfolgt.

Damit rückt das operative Geschäft der Atlas Gruppe unter das Dach von Buhler Versatile und wird dort fortgeführt. In den kommenden Wochen erfolgt die Integration in die Abläufe des neuen Eigentümers. Mit der Übernahme durch Buhler Versatile bleiben über 200 Arbeitsplätze bei Atlas erhalten. Über den Kaufpreis und die Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Unternehmensgruppe Atlas mit Sitz in Ganderkesee bei Delmenhorst hatte im Februar 2026 eine Sanierung in Eigenverwaltung gestartet. Zur Unterstützung der Geschäftsführung wurden die Sanierungsexperten Dr. Malte Köster und Dr. Hans-Joachim Berner aus der Kanzlei Kösterberner Sanierungsrecht als Generalbevollmächtigte eingesetzt. Rechtsanwalt Hendrik Gittermann von der Kanzlei Reimer wurde vom Amtsgericht zum Sachwalter bestellt. Der Geschäftsbetrieb wurde seitdem fortgeführt. Parallel wurde ein strukturierter internationaler Investorenprozess gestartet, der von PwC unter der Federführung von Timo Klees und Julius Karp begleitet wird. Buhler Versatile ist Teil einer weltweit tätigen, familiengeführten Industriegruppe mit etablierten Aktivitäten in den Bereichen Land- und Baumaschinen in der Türkei, Kanada und den USA.


Quelle: Atlas Gruppe; Bildquelle: Carsten Heidmann Fotografie

Bernard Vogt ist erneut bester Baumaschinenfahrer Europas

Das Finale des Volvo-Fahrerclubs zeigte die Expertise des modernen Baugewerbes. Bernard Vogt aus Deutschland verteidigte dabei erfolgreich seinen Titel und wurde 2026 zum zweiten Mal in Folge Meister.

Das Finale fand Anfang Oktober im Volvo CE Customer Center in Eskilstuna, dem schwedischen Headquarter des Herstellers, statt. Der Wettbewerb würdigt die Menschen in den Baumaschinenkabinen und bringt Bediener aus ganz Europa und weiteren internationalen Märkten zusammen, um in einer Reihe anspruchsvoller Maschinen-Herausforderungen gegeneinander anzutreten.

22 Fahrer im Alter von 23 bis 55 Jahren traten in diversen Wettbewerben, einem Halbfinale und einem Finale gegeneinander an und stellten ihre Genauigkeit, Effizienz, Maschinenhandhabung und Sicherheitskompetenz unter Beweis. Zweitplatzierter ist Sebastian Enevoldsen aus Dänemark. Den dritten Platz belegte der Österreicher Konrad Herndler.

Schauen Sie sich die Highlight des Wettbewerbs an.

 


Quelle: Volvo CE



Mineralische Rohstoffe

Feierliche Taufe am nationalen Geotop „Porphyrfächer“

Der Rhyolith, das Gestein des Jahres 2026, ist als solches am nationalen Geotop „Porphyrfächer“ bei Mohorn-Grund im Rahmen des „Tags des Geotops“ feierlich getauft worden. Der historische Steinbruch „Porphyrfächer“ ist dabei ein besonderer Ort, um die Entstehung und Eigenschaften des Gesteins anschaulich zu vermitteln.

Der Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) ist Gründer der Initiative „Gestein des Jahres“ und war somit bei der Taufe des Rhyoliths mit mehreren Mitgliedern vertreten. Geschäftsführer Andreas Günther-Plönes sprach ein Grußwort, während Manuel Lapp, Sprecher des Kuratoriums, die Initiative in einem Vortrag vorstellte. Auch Dr. Werner Pälchen, der als BDG-Vorsitzender vor 19 Jahren die Initiative ins Leben rief, war vor Ort.

Rhyolith ist ein vulkanisches Gestein, das aus kieselsäurereichem Magma entsteht. Aufgrund seiner Entstehungsgeschichte steht es beispielhaft für die vielfältigen Prozesse, durch die Gesteine an und unter der Erdoberfläche entstehen. Eine anschauliche Verbindung zur heutigen Lebenswelt lässt sich auch über Computerspiele herstellen: In Minecraft ist bspw. Obsidian bekannt – ein vulkanisches Glas, das unter bestimmten Bedingungen bei der sehr schnellen Abkühlung rhyolithischer Schmelzen entstehen kann.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand schließlich die feierliche Taufe des Gesteins. Mit dem traditionellen Ausruf „Hiermit taufen wir den Rhyolith zum Gestein des Jahres 2026! Glück auf!“ wurde der Rhyolith offiziell zum Gestein des Jahres 2026 erklärt.


Quelle: BDG; Bildquelle: Geopark Sachsens Mitte

Fachtagung Genehmigungsverfahren: jetzt anmelden!

Die Fachtagung Genehmigungsverfahren in Rohstoffbetrieben ist seit über 30 Jahren eine feste Institution für verfahrensrechtliche Aspekte und Fragen in der Baustoffe-, Steine- und Erden-Industrie. Durch unsere enge Zusammenarbeit vom Bundesverband Mineralische Rohstoffe (MIRO), den Genehmigungsbehörden und veranstaltenden Geoplan GmbH aus Iffezheim etablierte sich die Fachtagung bundesweit zu dem Treffpunkt zwischen Angehörigen der Rohstoff gewinnenden Industrie und Vertretern der Genehmigungsbehörden. Für die 2026er-Ausgabe ist eine Anmeldung weiterhin möglich.

Die Veranstaltung findet am 10. und 11. November 2026 im Sauerland Stern Hotel in Willingen statt. Klicken Sie hier zur Online-Anmeldung. Das Programm finden Sie hier.


Quelle: Geoplan GmbH


Recycling

Alttextilsammlung am Kipp-Punkt

Der bvse begrüßt den Antrag von Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag, die bestehenden Sammelstrukturen für Alttextilien mit einer zeitlich befristeten finanziellen Unterstützung zu stabilisieren. Aus Sicht des bvse-Fachverbandes Textilrecycling greift der Antrag damit eine zentrale Forderung der Branche auf.

„Der Kipp-Punkt ist erreicht. Jetzt entscheidet sich, ob wir die bestehende Infrastruktur stabilisieren können oder weitere Sammel- und Sortierkapazitäten verlieren. Die Finanzierungslücke ist allerdings kein bayerisches Problem. Die gesamte Branche braucht eine belastbare Brücke bis zum EPR-Start“, erklärt Marwin Gedenk, Vorsitzender des bvse-Fachverbandes Textilrecycling (Foto).

Wie akut die Lage ist, wurde auch bei der Mitgliederversammlung im Rahmen der bvse-Jahrestagung am 29. September in Köln deutlich. Viele Sammler befürchten einen Zusammenbruch des Sammelsystems bis zur Etablierung des EPR-Systems im April 2028.

Unternehmen verschwinden durch Insolvenzen vom Markt oder ziehen Container ab, um weitere Verluste zu vermeiden. Die verbleibenden Sammler sehen sich mit einem wachsenden Anteil qualitativ minderwertiger Textilien und zunehmenden Störstoffen konfrontiert. Gleichzeitig werden Container aufgebrochen und Textilien außerhalb der Container abgeladen, wo sie durch Witterungseinflüsse für die Wiederverwendung unbrauchbar werden.

Auch die Zahlen der bvse-Textilstudie zeigen die strukturelle Verschärfung: Die Sammelmenge in Deutschland stieg auf rund 1,3 Millionen Tonnen. Gleichzeitig sank der Anteil der Wiederverwendung von 62 auf 44 %, während die thermische Verwertung von 12 auf 21 % zunahm. Der Anteil an Fremd- und Störstoffen liegt inzwischen bei 15 bis 20 %. „Mehr Menge ist heute nicht mehr gleich mehr Wert. Sinkende Qualitäten, schwierige Absatzmärkte und steigende Kosten für Sammlung, Sortierung und Entsorgung setzen die Unternehmen massiv unter Druck“, so Gedenk.

Zusätzliche Unsicherheit besteht durch die seit Januar 2025 geltende Pflicht zur Getrenntsammlung von Textilien. Aus Sicht des bvse braucht es deshalb kurzfristig eine verlässliche Finanzierung der bestehenden Sammel- und Sortierstrukturen. Eine solche Finanzierungsbrücke fordert der Verband bereits seit Längerem.

Quelle: bvse

BDE warnt vor weiteren Privilegien für kommunale Unternehmen

Der BDE-Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft kritisiert den Beschluss des Bundesrates zum Entwurf des Jahressteuergesetzes 2026. Der Bundesrat fordert die Bundesregierung darin auf, sich auf europäischer Ebene für eine Umsatzsteuerbegünstigung der interbehördlichen und interkommunalen Zusammenarbeit einzusetzen.

Bestehende Kooperationen von Bund, Ländern und Kommunen sollen dadurch fortgeführt und künftig weiter ausgebaut werden können. Dies setzt das falsche Signal und droht, bestehende Wettbewerbsvorteile kommunaler Anbieter weiter zu verstärken. Bereits heute führen steuerliche und vergaberechtliche Sonderregelungen dazu, dass Leistungen innerhalb kommunaler Strukturen vergeben und damit dem Wettbewerb entzogen werden können. Dazu gehören steuerliche Vorteile bei bestimmten Formen der interkommunalen Zusammenarbeit ebenso wie Ausnahmen im Vergaberecht und Inhouse-Vergaben. Private Unternehmen werden dadurch bei vergleichbaren Leistungen strukturell benachteiligt.

Welche Folgen umsatzsteuerliche Privilegien für den Wettbewerb haben können, zeigt auch der Postmarkt. In ihrem 14. Sektorgutachten Post vom 10. Dezember 2025 kritisiert die Monopolkommission, dass dort nur einzelne Anbieter, insbesondere die Deutsche Post, von Umsatzsteuerbefreiungen profitieren. Sie empfiehlt, die bestehenden Befreiungen für entsprechende Geschäftskundenleistungen abzuschaffen und so gleiche steuerliche Wettbewerbsbedingungen herzustellen.

„Wer kommunale Kooperationen zusätzlich steuerlich privilegiert, belohnt nicht bessere Leistung, sondern den Rückzug aus dem Wettbewerb. Das trifft gerade mittelständische Familienunternehmen. Daseinsvorsorge muss sich an Qualität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit messen lassen, nicht an der Eigentumsform“, erklärt Dr. Andreas Bruckschen, Hauptgeschäftsführer des BDE.


Quelle: BDE; Bildquelle: pixabay


Asphalt

Zwei Auszeichnungen für „Asphalt Goes Green“

An zwei aufeinanderfolgenden Tagen in der kommenden Woche wird das Unternehmen Nature Loop Energy für sein Projekt „Asphalt Goes Green“ ausgezeichnet. Die Firma realisiert ganzheitliche Versorgungssysteme, die fossile Brennstoffe durch nachhaltige, biogene Alternativen ersetzen – wirtschaftlich, skalierbar und direkt einsatzbereit.

Am 21. Oktober 2026 erhält Firmenmitbegründer Christian Schweiger in der Münchner Residenz die Bayerische Staatsmedaille für herausragende Verdienste um die Umwelt, die höchste Auszeichnung des Freistaats Bayern für besondere Verdienste im Umwelt- und Verbraucherschutz. Einen Tag später wird das Projekt im Rahmen des Eusalp Annual Forum in Lindau mit dem Eusalp Energy Award 2026 ausgezeichnet.

Dass Holzstaub (Foto: Holzmühle) technisch als Brennstoff für Asphaltmischanlagen eingesetzt werden kann, ist grundsätzlich bekannt. Der entscheidende Fortschritt besteht heute jedoch darin, nachweisen zu können, dass diese Lösung auch wirtschaftlich attraktiv sein kann und das Potenzial besitzt, zu einem skalierbaren Versorgungsmodell für die Branche zu werden. Genau an diesem Punkt setzt Nature Loop Energy an.
Auf Basis der Erfahrungen unseres Asphaltmischwerks in Walchshofen entwickelt Nature Loop Energy ein Versorgungskonzept, bei dem Asphaltmischwerke den fertigen, qualitätsgesicherten Holzstaubbrennstoff direkt geliefert bekommen. Betreiber müssen damit keine eigene vollständige Brennstoffproduktion mehr aufbauen.
Vor allem das geplante Genossenschaftsmodell soll Asphaltproduzenten die Möglichkeit eröffnen, sich frühzeitig Zugang zu einem erneuerbaren und wirtschaftlich kalkulierbaren Brennstoff zu sichern, ohne selbst die gesamte Infrastruktur errichten zu müssen.

Der geplante zentrale Produktionshub von Nature Loop Energy soll ab 2028 die Versorgung weiterer Asphaltmischwerke ermöglichen. Perspektivisch ist vorgesehen, die Technologie auch für andere energieintensive Industrieprozesse nutzbar zu machen.


Quelle: Nature Loop Energy


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