×

STV-News-Channel

… bleiben Sie auf dem Laufenden und lesen Sie unseren wöchentlich aktualisierten STV-News-Channel mit den aktuellsten und informativsten Branchenmeldungen!

Anmeldung zum STV-News-Channel

Sie möchten den STV-News-Channel jeden Donnerstag mit brandaktuellen Meldungen zugeschickt bekommen?

Das STV-News-Channel-Archiv

In unserem STV-News-Channel-Archiv können Sie alle Meldungen der Vorwoche noch einmal nachlesen:


Meldungen der Woche

Viele Unternehmen verzeichnen noch Auftragsmangel im Wohnungsbau

Im Dezember 2025 stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen (Neu- und Umbau von Wohn- und Nichtwohngebäuden) das siebte Mal in Folge auf 22.900, was einem Zuwachs von 3,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Für das Gesamtjahr 2025 verzeichnete die Branche insgesamt 238.500 Genehmigungen. Damit wurde der Tiefpunkt im Jahr 2024 um 23.200 Genehmigungen beziehungsweise um +10,8 % übertroffen. Die Zahl der genehmigten Wohnungen in neuen Mehrfamilienhäusern lag von Januar bis Dezember 2025 bei 128.100 Genehmigungen und damit um 12,1 % über dem Vergleichszeitraum.

„Mit diesem Ergebnis können wir das erste Mal seit drei Jahren eine positive Entwicklung vermelden. Doch nicht alles, was genehmigt wird, wird auch gebaut. Der politische Erfolg der Bundesregierung muss sich an den Zahlen der Baufertigstellungen messen lassen. Denn nur dann münden die positiven Meldungen auch in Aufträge für die Wohnungsbauunternehmen und in bezahlbarem Wohnraum.“ Mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die Genehmigungszahlen, die das Statistische Bundesamt bekannt gegeben hat.

Müller meint: „Für 2026 stehen die Zeichen derzeit eher auf einer Stabilisierung beziehungsweise einem leichten Zuwachs, statt auf große Wachstumsraten.“ Die Hypothekenzinsen bei den langen Laufzeiten lagen Ende des Jahres mit 3,7 % weiterhin auf einem hohen Niveau. In der Folge habe sich das Neugeschäftsvolumen für private Wohnungsbaukredite im zweiten Halbjahr 2025 stabilisiert und seine aufwärtsgerichtete Entwicklung nicht fortgesetzt. Noch die Hälfte der Bauunternehmen meldete im Januar laut Ifo Institut einen Auftragsmangel im Wohnungsbau.

Ursächlich hierfür seien unter anderem auch die hohen Baukosten. Damit diese sinken, brauche es dringend einen Abbau von überzogenen technischen und bürokratischen Anforderungen. Die Diskussion um den Gebäudetyp E gehe zwar in die richtige Richtung und könne notwendige Impulse liefern, damit der Wohnungsbau nachhaltig belebt werden kann. Doch hier liege noch ein großes Stück Arbeit vor den Ministerien. Am Ende komme es insgesamt auf ein investitionsfreundliches Umfeld an. Die Bundesregierung hatte hierfür ein Steuerkonzept im Koalitionsvertrag versprochen, dass schleunigst auf den Markt kommen sollte. Zudem bleibt zu hoffen, dass die nun ersichtlichen Hoffnungsschimmer nicht durch eine Debatte zum Mietrecht oder gar Enteignungen wieder kaputt gemacht werden.

Quelle: Die Bauindustrie; Bildquelle: pixabay

Neue Asbestpflichten: BG Bau aktualisiert Leitfaden

Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) hat ihren Leitfaden „Asbest beim Bauen im Bestand“ überarbeitet. Hintergrund ist die Verordnung zur Änderung der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV), veröffentlicht im Bundesgesetzblatt I 2025 Nr. 337 und in Kraft seit dem 20. Dezember 2025.

Die Änderungen betreffen alle Bau- und Handwerksbetriebe, die Tätigkeiten mit asbesthaltigen Materialien ausführen. Neu ist unter anderem eine Genehmigungspflicht für Abbrucharbeiten im niedrigen und mittleren Risikobereich. Zudem wurden die Anzeige- und Nachweispflichten erweitert. So müssen Unternehmen bei der Anzeige von Tätigkeiten mit Asbest die beteiligten Beschäftigten namentlich benennen und entsprechende Nachweise zur Qualifikation und arbeitsmedizinischen Pflichtvorsorge vorlegen.

Der aktualisierte Leitfaden der BG Bau greift diese Änderungen auf und erläutert die geltenden rechtlichen Anforderungen praxisnah. Er unterstützt Unternehmen dabei, Genehmigungs- und Anzeigeverfahren korrekt vorzubereiten und die neuen Pflichten im betrieblichen Alltag umzusetzen.

„Die geänderte Gefahrstoffverordnung bringt für viele Unternehmen spürbare Anpassungen mit sich, insbesondere bei den Genehmigungs- und Nachweisverfahren. Mit unserem aktualisierten Asbestleitfaden wollen wir sie unterstützen, die neuen Vorgaben sicher und effizient umsetzen“, sagt Hans-Jürgen Wellnhofer, kommissarischer Leiter der Hauptabteilung Prävention der BG Bau.

Der Leitfaden „Asbest beim Bauen im Bestand“ steht hier zum Herunterladen bereit.

Quelle: BG Bau

 



Mineralische Rohstoffe

MIRO-BLS: voller Erfolg in Gladbeck

Das 48. MIRO-Betriebsleiterseminar (BLS) unter der Leitung von MIRO-Geschäftsführer Walter Nelles ist heute Mittag erfolgreich zu Ende gegangen. Austragungsort war diesmal Gladbeck (NRW). Das begleitende Ausflugsprogramm führte zur Zeche Zollverein.

Auf die Anreise am Montag folgten zweieinhalb intensive Tage mit einem informativ-kurzweiligen Vortragsprogramm zu relevanten Themen rund um die Betriebsleitung und deren Herausforderungen. MIRO-Präsident Christian Strunk ließ es sich nicht nehmen, die Teilnehmenden persönlich zu begrüßen, bevor Walter Nelles in gewohnt professioneller Manier das BLS moderierte.

Ein echtes Highlight war das nach anderthalb Tagen wohlverdiente Ausflugsprogramm zur Zeche Zollverein in Essen. Im Herzen des Ruhrgebiets ist und war der Bergbau seit langer Zeit fest verankert. Auch nach dem Strukturwandel sind die Spuren allgegenwärtig.

Der heutige finale Tag stand unter dem Titelthema „Mit mehreren Partnern Mehrwert generieren“, das in insgesamt vier Vorträgen fachlich vertieft wurde.

Quelle: tne

Potenzialstudie zeigt FPV-Potenzial

Auf einem Wahlkampfflyer der Grünen Baden-Württemberg (Landtagswahl: 8. März 2026) prangt ein Bild der ersten deutschen schwimmenden Solaranlage auf dem Baggersee der Firma Ossola GmbH. 2300 Solarmodule auf 7.700 m² erzeugen dort jährlich 860.000 kWh Strom. Hinter diesem visuell überzeugenden Aufhänger verbirgt sich eine Realität, die weit von den propagierten Erfolgen entfernt ist …

Floating Photovoltaik (FPV) bleibt in Baden‑Württemberg durch große Hürden bei Genehmigungsverfahren sowie eine willkürliche gesetzliche Obergrenze zur Überdeckung von 15 % der Wasseroberfläche weit abgeschlagen. Damit bleibt diese eingängige Lösung im Arsenal der Energiewendetechnologien weit hinter ihrem technischen Potenzial zurück – und die Grünen tragen dabei eine deutliche Mitverantwortung. Der Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg (ISTE) fordert Anpassung und geht mit einer neuen Studie in Vorleistung.

Pilotprojekte, die wissenschaftlich begleitete Untersuchungen zu ökologischen Auswirkungen höherer Überdeckungen ermöglichen, sind derzeit nicht erlaubt. Die Region Karlsruhe hat sich bereits als Pilotregion bereit erklärt und fordert eine faktenbasierte Anhebung des zulässigen Überdeckungsgrades. Auch die Landesregierung hatte sich gegenüber dem Bund dafür ausgesprochen, Pilotprojekte zu genehmigen.

Doch die Landesregierung ist nicht komplett machtlos. Es gäbe durchaus konkrete, leicht umsetzbare Maßnahmen, um FPV zu erleichtern, wie der Verband einwirft. Zum Beispiel könnte ein vereinfachtes Anzeigeverfahren für kleinere (15 %) FPV‑Anlagen eingeführt werden, was langwierige Genehmigungsprozesse deutlich verkürzen würde. Darüber hinaus wäre eine bundeseinheitliche Typengenehmigung für kleinere Anlagen sinnvoll, die auf aktiven Baggerseen auch als Nebenanlagen der Kiesgewinnung klassifiziert werden könnten.

Die Potenzialstudie zeigt, dass die derzeitigen Beschränkungen nicht nur das wirtschaftliche Potenzial mindern, sondern auch die ambitionierten Ziele der Energiewende gefährden. Der ISTE rufe die Landesregierung und das Bundesumweltministerium daher eindringlich auf, die administrativen Hürden abzubauen, die 15 % ‑Grenze zu überdenken und die Region Karlsruhe als Modellpilotregion zu unterstützen. Die sand- und kiesfördernden Unternehmen in Baden-Württemberg setzten sich schon lange für mehr FPV ein. Jetzt sei es am Gesetzgeber, diese tiefhängende Frucht der Energiewende endlich zu ernten.


Quelle: ISTE; Bildquelle: Erdgas Südwest


Recycling

„Die grünen Engel 2026“-Verleihung auf der IFAT

Mit dem Mittelstandspreis für das Recycling „Die grünen Engel“ zeichnen der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung und die Unternehmensgruppe Aufbereitungszentrum Nürnberg im IFAT-Messejahr erneut herausragende Recycling- und Techniklösungen sowie prägende Persönlichkeiten der Kreislaufwirtschaft aus. Die Preisverleihung findet im Rahmen des bvse-Messeabends zur IFAT am Mittwoch, 6. Mai 2026, statt.

Ab 18.30 Uhr laden die Initiatoren Preistragende und Gäste in den Hofbräukeller am Wiener Platz in München ein. Präsentiert wird der Abend von Dirk Steffens, Wissenschaftsjournalist und TV-Moderator. Steffens moderiert eines der bekanntesten Gesichter für Natur-, Umwelt- und Wissenschaftsthemen die Veranstaltung. Gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Branche werden Innovatoren, Wegbereitern und Vordenkern der Kreislaufwirtschaft geehrt. Der Messeabend rückt damit gezielt die Innovationskraft des mittelständisch geprägten Recyclings in den Fokus.
Der Mittelstandspreis wird 2026 zum sechsten Mal vergeben. Seit seiner erstmaligen Verleihung 2014 hat er sich als über die Branche hinaus anerkannte Auszeichnung für Innovationsführerschaft und nachhaltiges unternehmerisches Handeln etabliert. Über 250 Gäste verfolgten die Preisverleihung im Jahr 2024.

Welche Unternehmen und Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, bleibt bis zur Preisverleihung geheim. Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen.

Quelle: bvse

Sprengung am Kraftwerk Ibbenbüren: Weg frei für Windstrom-Konverter

Mit der erfolgreichen, kontrollierten Sprengung des 275 m hohen Schornsteins sowie der Rauchgasentschwefelungsanlage (REA) und der Entstickungsanlage (DeNOx) ist am 22. Februar 2026 ein entscheidender Abschnitt im Rückbau des ehemaligen Steinkohlekraftwerks Ibbenbüren umgesetzt worden. Seit 2023 bereitet die Hagedorn Unternehmensgruppe das Areal für die Nachnutzung durch den Übertragungsnetzbetreiber Amprion vor.

Auf dem Gelände entsteht ab Mitte 2026 künftig die Konverterstation für das Projekt BalWin2, mit dem Offshore-Windstrom aus der Nordsee in das deutsche Übertragungsnetz eingespeist wird. Im Mittelpunkt stand der 275 m hohe Stahlbeton-Schornstein, eines der höchsten Bauwerke Nordrhein-Westfalens. Der Schornstein wurde gezielt gefaltet. Dafür wurden drei Sprengzonen auf Höhe des Fundaments, bei 110 m sowie bei 190 m vorbereitet. Durch diese Mehrfachfaltung zerlegte sich der Schornstein beim Einsturz in mehrere Segmente und legte sich kontrolliert innerhalb des vorgesehenen Fallbereichs ab. Die drei Sprengabschnitte besaßen zusammen eine Masse von rund 15.500 t. Dafür waren 600 kg Sprengstoff erforderlich.

Nach der Sprengung werden die anfallenden Materialien weiter zerkleinert, getrennt und so weit wie möglich wiederverwertet. Stahlschrott wird vollständig recycelt, mineralischer Bauschutt direkt vor Ort aufbereitet und erneut eingesetzt. Wie bei vergleichbaren Großprojekten strebt Hagedorn auch in Ibbenbüren eine Recyclingquote von bis zu 97 % an.


Quelle: Hagedorn


Asphalt

KI-gestütztes Brückenmonitoring in NRW im Test

In einem Feldversuch werden elf ausgewählte Brücken im Ruhrgebiet und Bergischen Land (Foto: Ruhrtalbrücke, A 52) mit Sensorik ausgestattet, die kontinuierlich Daten zu Schwingungsverhalten, Temperatur, Materialbewegungen und Setzungen liefert. Eine Künstliche Intelligenz (KI) analysiert diese Messwerte, erkennt Muster und warnt vor sich anbahnenden Schäden. Damit deutet sich ein echter Paradigmenwechsel an: weg von starren Prüfintervallen und punktuellen Sanierungen und hin zu einer vorausschauenden, datenbasierten Infrastrukturpflege.

In den kommenden Jahrzehnten müssen bundesweit mehr als 8000 Brückenteilbauwerke im Zuständigkeitsbereich der Autobahn GmbH des Bundes erneuert oder umfassend modernisiert werden. Als Antwort darauf hat das Bundesverkehrsministerium 2022 das Brückenmodernisierungsprogramm gestartet. Kernstück ist ein definiertes Brückenmodernisierungsnetz, das besonders hochbelastete Autobahnabschnitte in den Fokus rückt. Auf diesen prioritären Strecken sollen 4500 Teilbauwerke innerhalb von zehn Jahren ertüchtigt werden – ein ambitioniertes Ziel, das nicht nur Geld und Personal, sondern auch technologische Innovation erfordert.

Genau hier setzt ein Pilotprojekt der Autobahn GmbH an – in Zusammenarbeit der Niederlassung Rheinland mit dem Brückenkompetenzzentrum der Zentrale: In einem Feldversuch werden elf ausgewählte Brücken im Ruhrgebiet und Bergischen Land mit Sensorik ausgestattet, die kontinuierlich Daten zu Schwingungsverhalten, Temperatur, Materialbewegungen und Setzungen liefert. Eine Künstliche Intelligenz analysiert diese Messwerte, erkennt Muster und warnt vor sich anbahnenden Schäden. Sensoren messen fortlaufend Ausdehnung und Schwingung der Bauwerke. Die Daten werden zu Tausenden Messpunkten verdichtet. Ein Algorithmus erkennt Muster und lernt das typische Verhalten jeder Brücke. Abweichungen werden automatisch identifiziert und als Warnstufen visualisiert. Ingenieurinnen und Ingenieure bewerten die Ergebnisse und geben Handlungsempfehlungen – etwa zusätzliche Prüfungen, Nachrechnungen oder Instandsetzungsmaßnahmen. Alle Ergebnisse werden über eine Cloud-Plattform in Echtzeit bereitgestellt.


Quelle: Autobahn GmbH


In eigener Sache

Ihr „STV-News-Channel“

Im Rahmen der „STV-Online-Offensive“ des Stein-Verlages erhalten Sie wöchentlich für die Branche wichtige Ad-hoc-Meldungen und Nachrichten. Der „STV-News-Channel“ informiert Sie im Stile eines Nachrichtenkanals kurz und knapp, schnell und kompetent über Aktuelles aus der mineralischen Baustoff-, Asphalt- und Recycling-Industrie.
Außerdem werden Sie mit unseren etablierten Fachzeitschriften Gesteins-Perspektiven, recycling aktiv und asphalt – wie gewohnt – kompetent und umfassend informiert. Diese sind auch in unserem Zeitschriften-Web-Kiosk als E-Paper verfügbar.