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Meldungen der Woche

BV MIRO mit parlamentarischem Frühstück im Deutschen Bundestag

Abgeordnete aus den Bundestagsausschüssen Umwelt, Wirtschaft, Verkehr und Bau folgten am 27. September 2019 der Einladung von MIRO zu einem Frühstücksgespräch. Bereichert wurde die Gesprächsrunde zusätzlich durch Vertreter aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat sowie Referenten aus den Landesvertretungen der Länder beim Bund. Das informative Treffen fand in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in den Räumen des Deutschen Bundestages in Berlin statt.

...Die für solche Angebote überdurchschnittlich gute Beteiligung zeigte, dass das gesetzte Thema: „Werden unsere heimischen Gesteinsrohstoffe wirklich knapp?“ nicht nur die Branche selbst, sondern auch maßgebliche Gestalter in der Bundes- und Landespolitik bewegt. Schließlich spielen die nicht mehr wegzudiskutierenden regionalen Knappheiten zyklisch wiederholt in den Medien eine Rolle. Im Kontext der Erklärungen zur Verfügbarkeit wurden auch die deutlich gestiegenen Herausforderungen in Genehmigungsverfahren erörtert. Zudem regte die Frage, ob und wann Bürger einen Gewinnungsbetrieb in ihrer Nachbarschaft akzeptieren und was von der Politik erwartet wird, zu einer engagierten Diskussion an.

Unbestreitbar ist, dass mineralische Gesteinsrohstoffe in großer Menge für den Bau von Gebäuden, Verkehrswegen und Brücken sowie als Rohstoff in der Industrie gebraucht werden. Der positive Aspekt dabei: Diese Rohstoffe sind in Deutschland vorhanden. Aus verschiedenen Gründen wird es jedoch immer schwieriger, heimische Lagerstätten zu nutzen, um diese Rohstoffe verfügbar zu machen. Ein Hauptgrund dafür sind Genehmigungsverfahren, die immer komplexer und langwieriger werden, wodurch sich erforderliche Erweiterungen oder Neuaufschlüsse massiv verzögern. Zunehmend häufiger kommt es auch vor, dass – wie beim Frühstücksgespräch thematisiert – wegen der fehlenden Akzeptanz Einzelner Genehmigungen vollständig versagt werden.

Welche Schwierigkeiten daraus für Unternehmen der Gesteinsindustrie resultieren, erklärte nach der Begrüßung der Gäste und einer Vorstellung des Verbandes sowie der Branche durch MIRO-Geschäftsführerin Susanne Funk, der Fachmann Steffen Loos, Euro-Geologe und Abteilungsleiter Lagerstätten & Liegenschaften bei der Schaefer Kalk GmbH und Co. KG. In seinem 15-minütigen interessanten Vortrag zeigte er am Beispiel einer frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung in einem laufenden Genehmigungsverfahren, die Schaefer Kalk bewusst durchgeführt hatte, die daraus resultierenden Schwierigkeiten auf. Am Ende setzte sich eine Minderheit von Projektgegnern im Verfahren gegen die Genehmigung des Neuaufschlusses durch. Die Konsequenzen für den Standort und die künftige regionale Verfügbarkeit der Produkte werden deutlich spürbar sein.

In der anschließenden Diskussion konnten viele Fragen beantwortet werden, zumal es praktisch – im Sinne einer bedarfsnahen Versorgung – in jedem Wahlkreis Sand- und Kiesgruben oder Steinbrüche gibt. Betroffenheiten, verkehrspolitische Fragen und Lösungsmöglichkeiten waren passend dazu ebenfalls Gegenstand der Diskussion.

Das Fazit bei Gästen und Gastgebern fiel einhellig positiv aus, weshalb weitere Gesprächsangebote dieses Zuschnitts folgen werden.

Quelle: BV MIRO

Personalwechsel in der GDMB-Geschäftsführung

Ab Oktober 2019 hat Philipp Migura als Geschäftsführer der GDMB Gesellschaft der Metallurgen und Bergleute e.V. und der GDMB Verlag GmbH die Nachfolge von Dipl.-Ing. Jürgen Zuchowski angetreten.

...Zuchowski leitet seit Ende 2005 die Geschäftsstelle. Die wirtschaftlichen Probleme der Gesellschaft zu seinem Amtsantritt konnte er in kurzer Zeit überwinden und die GDMB auf eine sichere finanzielle Basis stellen, die auch langfristig Bestand hat. In seinen 14 Jahren als Geschäftsführer hat Zuchowski kontinuierlich die Internationalität der Gesellschaft und insbesondere der Tagungen steigern können. Außerdem hat er das technisch-wissenschaftliche Verlagsprogramm um weitere Fachpublikationen erweitert und sehr erfolgreich die Nachwuchsinitiative GDMB 2025 koordiniert. Er setzte überdies die erforderliche Modernisierung der Büroinfrastruktur sowie die Sanierung des Vereinsgebäudes in Clausthal-Zellefeld um.

Migura ist für die GDMB kein Unbekannter: Im August 2004 begann er seine Ausbildung zum Verlagskaufmann bei der damaligen GDMB Informationsgesellschaft mbh. Anschließend arbeitete er von 2007 bis 2009 als Assistent der Geschäftsführung für die GDMB Gesellschaft für Bergbau Metallurgie Rohstoff- und Umwelttechnik e.V. In den Jahren 2009 bis 2013 widmete er sich einem wirtschaftswissenschaftlichen Studium, um mit dem Abschluss Bachelor of Arts im Juni 2013 wieder in den Dienst der GDMB zu treten. In den letzten Jahren hat er als Anzeigenleiter für die drei Zeitschriften World of Metallurgy – ERMETALL, World of Mining – Surface & Underground und METALL erfolgreich zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit des Verlags beigetragen und in seiner Rolle als Prokurist bereits eng mit Zuchowski zusammengearbeitet.

Quelle: GDMB



Mineralische Rohstoffe

Wirtschaft macht Kompromissvorschläge im Kiesstreit in NRW

Der Kies- und Sandabbau am Niederrhein hat zu hitzigen Diskussionen beim Entwurf des Regionalplanes Ruhr geführt. Am 8. Oktober veranstaltete der Regionalverband Ruhr (RVR) eine Abgrabungskonferenz in Wesel. Sie soll dazu dienen, geeignete Gewinnungsstandorte festzulegen. Betroffene Kommunen und Bürgerinitiativen haben ihr Fernbleiben angekündigt. Die Niederrheinische IHK und der Verband der Bau- und Rohstoffindustrie e.V. (vero) bringen Alternativvorschläge in die Diskussion ein, um die verhärteten Fronten zu lösen. Dem RVR und der Kommunalpolitik wurden die erarbeiteten Standortvorschläge übermittelt.

...IHK und vero schlagen insgesamt neun alternative Gewinnungsstandorte vor, die aus ihrer Sicht weniger kritisch sind. Vier bisher ins Auge gefasste Gebiete sollen gestrichen werden. „Unser Vorschlag ist ein Gesprächsangebot. Bisher haben sich weder die zuständige Planungsbehörde noch die Kommunen selbst aus der Deckung gewagt. Deshalb ergreifen jetzt wir im Namen der Wirtschaft die Initiative“, erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger den Vorstoß. IHK und vero greifen mit ihrem Vorschlag die Kritik der betroffenen Kommunen und Bürgerinitiativen auf. Sie hattenihr Fernbleiben von der Abgrabungskonferenz damit begründet, dass Kompromissvorschläge fehlten. Dietzfelbinger fordert die Kommunen und Bürgerinitiativen auf, ihr Handeln zu überdenken: „Die Wirtschaft hat ihre Hausaufgaben gemacht. Ein kategorisches „Nein“ kann jetzt nicht mehr die Antwort auf die Abgrabungskonferenz sein. Deshalb wünschen wir uns, dass sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen, um nach Lösungen zu suchen.“ Das unterstreicht auch vero-Hauptgeschäftsführer Raimo Benger: „Mit unseren Standortvorschlägen leisten wir einen Beitrag zur Lösung des Konflikts. Wir laden alle Beteiligten zu einer sachlichen Diskussion ein.“

Abgrabungskonferenz setzt auf Dialog

Die niederrheinische Kiesindustrie ist ein wichtiger Lieferant für die vielen Straßen-, Bahn- und Wohnbaumaßnahmen in Nordrhein-Westfalen. Fällt sie als Zulieferer aus, droht den Baustellen eine Zwangspause, oder die Rohstoffe müssen aus dem weit entfernten Ausland kommen. Außerdem sichert Rohstoffindustrie Arbeitsplätze in der Region. Rund 16.000 Menschen am Niederrhein sind in der Branche beschäftigt. Der RVR ist verpflichtet, im künftigen Regionalplan geeignete Bereiche für die Sicherung und die Gewinnung von Rohstoffen (BSAB) auszuweisen. Einige davon stoßen sowohl bei Bürgern, als auch bei den Kiesunternehmen selbst auf Kritik. „Mindestens vier der vorgeschlagenen Flächen sind für die Kiesgewinnung ungeeignet. Hier liegt überhaupt kein Kies. Den Streit hätten wir leicht verhindern können, wenn man uns im Vorfeld gefragt hätte“, kritisiert Benger das Vorgehen der Regionalplaner.

Die neuen Standorte, die IHK und vero in die Diskussion einbringen, sind daher möglichst konfliktarm. Die Wirtschaftsverbände schlagen vor, bestehende Abgrabungsstandorte zu erweitern, weil sie bereits verkehrlich erschlossen sind. Bei neuen Standorten plädieren sie für Bereiche mit zusätzlichem Nutzen, zum Beispiel für den Hochwasserschutz. Beide Hauptgeschäftsführer betonen, dass die eigenen Vorschläge im weiteren Verfahren noch fachlich überprüft werden müssen.

Die konkreten Vorschläge zur Abgrabungskonferenz finden Sie unter: www.ihk-niederrhein.de/regionalplan

Quelle: vero

Vertragsabschluss mit Firma Märker im Kooperationsprojekt „Natur auf Zeit“ von LBV und BIV

Der LBV hat in Schwaben einen weiteren Kooperationsvertrag mit einem Rohstoffgewinnungsunternehmen zum Schutz von bedrohten Amphibien abgeschlossen. Bei einem Geländetermin im Steinbruch in Harburg haben der LBV-Landesfachbeauftragte Dr. Andreas von Lindeiner, Maximilian Graf Pückler-Märker, Geschäftsführer Märker Zement GmbH, der stellvertretende Landrat Reinhold Bittner, der Bürgermeister von Harburg Wolfgang Kilian, Michael Strauch (BIV) sowie der Vorsitzende des Bayerischen Naturschutzfonds Georg Schlapp sich das Umsetzungsgebiet angesehen. Mit dem Vertrag nimmt das Werk nun an einem bayernweiten Projekt zum Schutz von bedrohten Amphibienarten in Rohstoffgewinnungsstätten teil.

...„Durch das Pilotprojekt soll die Förderung und Erhaltung bedrohter Amphibienarten im Gewinnungsprozess gesichert und der laufende Betrieb auch bei schon existierendem Vorkommen bedrohter Arten in einer Win-Win-Situation gewährleistet werden“, so der LBV-Landesfachbeauftragte Dr. Andreas von Lindeiner.

Mit der engen und vertraglich geregelten Zusammenarbeit können gemeinsam Schutz- und Entwicklungsmöglichkeiten für Amphibien in Kies-, Sand- oder Lehmgruben beziehungsweise Steinbrüchen geschaffen werden. Denn: „Rohstoffgewinnung und Naturschutz müssen heute keine Gegensätze mehr sein, gewährleisten die Gewinnungsstätten doch Lebensbedingungen, wie sie in der Landschaft heute kaum noch existieren“, sagt Dr. Andreas von Lindeiner. Und Michael Strauch vom Bayerischen Industrieverbands Baustoffe, Steine und Erden (BIV), ergänzt: „Die rohstoffgewinnende Branche ist tatsächlich eine der wenigen, die an vielen Stellen sichtbar und umfänglich mehr zurückgibt als sie nutzt. Die Flächen werden oftmals sogar aufgewertet.“ Maximilian Graf Pückler-Märker Geschäftsführer Märker GmbH ergänzt, „für die Schaffung wertvollen Lebensraumes in unseren aktiven Steinbrüchen unternehmen wir gerne große Anstrengungen“.

Im Steinbruch Harburg profitieren vor allem die Gelbbauchunke und die Kreuzkröte von den umgesetzten Maßnahmen. Zu diesen zählen zum Beispiel der Erhalt und die Anlage von Kleinstrukturen wie Totholz, Wurzelstöcke oder Sand- und Geröllhaufen. Bei einem Begang durch den Steinbruch wird anschaulich das Miteinander und Nebeneinander ökologischer und wirtschaftlicher Interessen gezeigt. „Hier sehen wir eines von mittlerweile zahlreichen Best-Practice-Beispielen in Bayern, wie die Rohstoffgewinnung zur Förderung der Artenvielfalt beiträgt“, sagt Michael Strauch.

Seit 2017 führt der LBV zusammen mit dem BIV und der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Bergbau- und Mineralgewinnungsbetriebe e.V. (ABBM) das Pilotprojekt durch. Ziel ist die Sicherung und Optimierung von Lebensräumen für europaweit bedrohte Amphibienarten in aktiven Gewinnungsbetrieben. Über die gesamte Laufzeit bis Ende 2022 wird das Projekt vom bayerischen Naturschutzfonds gefördert. Den Anlass für das gemeinsame Vorhaben gab ein aktueller Bericht der Bundesregierung über das europäische Schutzgebietssystem NATURA 2000. Dieser zeigt für sieben besonders bedrohte Amphibienarten mit europaweiter Bedeutung einen ungünstigen Erhaltungszustand und überwiegend einen negativen Gesamttrend der Vorkommen auf.

Hintergrund

Der LBV und die Rohstoffgewinnungsunternehmen sind sich des besonderen Potenzials von Kies- und Sandgruben bewusst. Gemeinsam wollen sie deshalb durch gegenseitige Information und enge Zusammenarbeit die Chancen für den Erhalt der biologischen Vielfalt nutzen. Die Entstehung wertvoller Sekundärlebensräume und die Ansiedlung seltener Arten, wie beispielsweise Geburtshelferkröte, Kammmolch oder Knoblauchkröte, sollten nicht dem Zufall überlassen werden, sondern während der Gewinnungsphase, bei der Renaturierung und auch darüber hinaus gezielt gesteuert werden. So sollen bayernweit in 100 Rohstoffgewinnungsstätten aller Rohstofftypen beispielhafte Maßnahmen zur Umsetzung durchgeführt werden.

Quelle: BIV


Recycling

Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes bleibt hinter Möglichkeiten zurück

Der Referentenentwurf zur Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes hat zum Ziel, die neuen europarechtlichen Vorgaben der Abfallrahmenrichtlinie (AbfRRL) umzusetzen. Dieses Ziel wird im Wesentlichen auch erreicht. Hinsichtlich der wettbewerbsrechtlich gebotenen Gleichstellung von öffentlich-rechtlichen und gewerblichen Sammlungen bleibt die Novelle jedoch hinter ihren Möglichkeiten zurück. So sieht der vorliegende Entwurf vor, dass die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger im Bereich der gewerblichen Sammlung mit einer neuen Klagebefugnis ausgestattet werden, kritisierte Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung bei der Anhörung des Bundesumweltministeriums.

...Nach Meinung des bvse, der insbesondere den Mittelstand der Recycling- und Entsorgungsbranche vertritt, kann diese geplante Neuregelung dazu führen, dass private Sammlungsstrukturen zugunsten der Kommunen weiter geschwächt werden.

Kommunen dürfen sich oder ihren eigenen Entsorgungsunternehmen mit ihren hoheitlichen Kompetenzen, nach Auffassung des bvse, keinesfalls einen Wettbewerbsvorteil verschaffen können. In der Praxis sieht das aber viel zu häufig ganz anders aus.

Ursprünglich als bloßes Anzeigeverfahren vorgesehen, verkommt es damit „faktisch“ zu einem Genehmigungsverfahren, das etliche Monate oder gar Jahre andauern könnte und dadurch jede unternehmerische Aktivität zu ersticken droht, befürchtet bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock.

Mineralik: Klarstellung gefordert

Aber der Entwurf der geplanten Novelle sieht noch weitere Veränderungen vor. Eine betrifft auch den Bereich der Mineralik. Auch hier zeigt sich der bvse jedoch noch unzufrieden und fordert eine Nachbesserung.

Eric Rehbock: „Die Forderung lautet, dass der Bauherr eindeutig als Abfallerzeuger festgelegt wird und damit die Verantwortlichkeiten klargestellt werden.“

Nach Meinung des Verbandes folgt diese Forderung dem Sinn und Zweck des Verursacherprinzips. Schließlich hält der Bauherr bei seinem Bauprojekt alle Fäden in der Hand und verfügt über alle relevanten Informationen. Selbst bei der Beauftragung eines Abbruchunternehmers steht das unmittelbare Eigeninteresse des Bauherrn am Abbruch und den dabei zwangsläufig anfallenden Abfällen im Vordergrund.

Thermische Verwertung ist nicht gleich thermische Verwertung

Der bvse vermisst in der Novelle eine nach seiner Meinung längst überfällige Neuregelung für den Bereich der thermischen Verwertung.

So solle künftig zwischen einer energetischen und einer hochwertigen energetischen als höherwertigere Stufe unterschieden werden. bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock plädierte bei der Anhörung dafür, die thermische Nutzung von Verwertungsabfällen vornehmlich in energetisch effizienten Anlagen mit hohen Nettowirkungsgraden durchzuführen.

Nachhaltige Beschaffung absichern

Eine immer größer werdende Rolle in den Diskussionen der Branche, aber auch zunehmend der Politik, ist die Rolle der öffentlichen Hand bezüglich nachhaltiger Beschaffungsaktivitäten von Behörden und öffentlichen Unternehmen.

„Wir haben mit der Novelle die Chance, den öffentlichen Vergabeentscheidungen einen nachhaltigen Rahmen zu geben. Da bleibt der vorliegende Entwurf jedoch weit hinter seinen Möglichkeiten zurück“, findet Eric Rehbock.

Der bvse fordert, die vom Bundesumweltministerium vorgesehene Pflicht der Behörden zur Bevorzugung von Recyclaten auch „durchsetzungsfest“ zu machen. Ein Verweis auf das Vergaberecht in der Begründung reiche da nicht aus.

Der bvse fordert außerdem, dass den öffentlichen Auftraggebern eine jährliche Berichtspflicht auferlegt wird, um transparent zu machen, ob der Bevorzugung von Recyclaten tatsächlich ausreichend Rechnung getragen wird.

Entsorgungsfachbetriebe stärken

Ein Thema, das vielen Marktteilnehmern auf den Nägeln brennt, die Stärkung des Entsorgungsfachbetriebes, ist in der Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes ebenfalls nicht aufgegriffen worden.

Nachdem die umfassenden Änderungen und Verschärfungen, die die seit 2017 geltende Entsorgungsfachbetriebeverordnung eingeführt hat, inzwischen umgesetzt sind, gehe es nach Einschätzung des bvse jetzt darum, die zertifizierten Unternehmen entsprechend auch besser zu stellen als nicht zertifizierte Entsorgungsunternehmen.

„Wir fordern, dass den Entsorgungsfachbetrieben daher die gleichen Erleichterungen in Bezug auf den Inhalt der Antragsunterlagen in abfallrechtlichen Verfahren sowie bei der Überwachung gewährt wird wie beispielsweise EMAS-Betrieben“, so bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock.

Quelle: bvse

GreenCycle übernimmt Sky Plastic Group AG

Mit der Sky Plastic Group übernimmt die GreenCycle Stiftung & Co. KG rückwirkend zum Jahresbeginn ein im Kunststoffrecycling etabliertes Unternehmen. Die gesamte Schwarz Gruppe, zu der die GreenCycle gehört, erwirbt sich damit zusätzliches Know-how insbesondere im Post-Consumer-Bereich. Denn mit seinen zwei operativen Einheiten verarbeitet die Sky Plastic Group Kunststoffabfälle aus Ballenware und Flakes und produziert daraus PP-, PE- und PSRezyklate.

...Dabei unterhält sie zwei Standorte in Haimburg (Österreich) und Fonte (Italien). Herkunftsländer der Rohstoffe sind überwiegend Deutschland, Italien und Österreich. Unter anderem werden bereits Rohstoffe von PreZero weiterverarbeitet, dem Entsorgungsunternehmen von GreenCycle. Über den Kaufpreis der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

„Dass aus aussortierten Kunststoffen nun neue Produkte hergestellt werden können, ergänzt den ganzheitlichen Ansatz REset Plastic der Schwarz Gruppe, Kreisläufe zu schließen,“ sagt Gerald Weiss, Geschäftsführer International Business Development der GreenCycle. „Mit der Übernahme haben wir nun ein Unternehmen in unseren Reihen, das seit vielen Jahren erfolgreich im Kunststoffrecycling tätig ist. So erweitern wir unsere Wertschöpfungstiefe und können zusammen mit den Mitarbeitern das vorhandene Wissen als Plattform für weiteres Wachstum in diesem Bereich nutzen,“ betont Dietmar Böhm, Geschäftsführer der GreenCycle. Er stellt damit auch klar, dass alle ca. 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sky Plastic Group übernommen werden.

Auch Clemens Stockreiter, CEO der Sky Plastic Group, blickt sehr optimistisch in die Zukunft: „Mit der Schwarz Gruppe haben wir einen starken Partner gefunden, mit dem wir unser Know-how im Recycling weiter ausbauen und Synergien nutzen können. Damit können wir Plastik ein zweites Leben schenken und einen wesentlichen Beitrag leisten, die Welt nachhaltiger zu gestalten. Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist das eine tolle Perspektive.“

Quelle: GreenCycle; Bildquelle: Sky Plastic Group


Asphalt

Für mehr Sicherheit im Straßenbau: ASR A5.2

In den letzten Jahrzehnten ist das Verkehrsaufkommen und insbesondere der Lkw-Anteil dramatisch gestiegen. Vor diesem Hintergrund werden Baumaßnahmen im Straßenverkehr immer komplexer. Es bedarf einer sorgfältigen und umfangreichen Planung, um Straßenbaustellen sicher zu gestalten und durchzuführen. Hier stellt die ASR A5.2 ein modernes und flexibles Hilfsmittel dar, welches für alle am Straßenbau Beteiligten eine Orientierung bietet und wichtige Informationen zur Sicherheit auf Straßenbaustellen liefert…

Weiterlesen in der asphalt 6/2019!


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