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Meldungen der Woche

Bauhauptgewerbe: Umsatz im Januar im Vergleich zum Vorjahr gesunken

Der Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im Januar 2021 um 15,6 % gegenüber Januar 2020 gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, stieg die Zahl der Beschäftigten um 1,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

...Der starke Umsatzrückgang ist teilweise auf Vorzieheffekte aufgrund des Auslaufens der befristeten Mehrwertsteuersenkung zum Jahresende 2020 zurückzuführen. Darauf lässt auch der außerordentlich hohe Umsatz im Dezember 2020 schließen, der 18,0 % über dem Umsatz des Vorjahresmonats lag. Zudem standen den Baufirmen im Januar 2021 zwei Arbeitstage weniger als im Januar 2020 zur Verfügung.

Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter https://www.destatis.de/pressemitteilungen (Pressemitteilung 178) zu finden.

Quelle: Statistisches Bundesamtes (DESTATIS)

Baugewerbe freut sich verhalten über solide Auftragslage

„Unsere Mitgliedsunternehmen melden eine solide Auftragslage. Ihre Geschäftserwartungen beurteilen sie hingegen deutlich verhaltener. Folge der globalen Corona-Pandemie sind Lieferschwierigkeiten bei verschiedenen insbesondere global gehandelten Baumaterialien.“ Mit diesen Worten fasst der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa, die wesentlichen Ergebnisse der ZDB-Frühjahrsumfrage unter seinen Mitgliedsbetrieben zusammen.

...Aktuelle Geschäftslage

Insgesamt wird die Geschäftslage von den Unternehmen „gut“ (45 %) oder zumindest als „befriedigend“ (36 %) eingestuft. 19 % der Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage als „schlecht“. Das insgesamt positive Gesamturteil wird maßgeblich durch die Unternehmen im Wohnungsbau und Ausbau beeinflusst.  Mehr als 70 % der im Wohnungsbau tätige Unternehmen und 60 % der im Ausbau tätigen Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage als „gut“. Unter den überwiegend im Wirtschaftsbau, Straßenbau oder öffentlichen Hochbau tätigen Unternehmen sind das jeweils nicht einmal 30 %.

Deutlich skeptischer hingegen beurteilen Unternehmen aller Bausparten die Geschäftserwartungen der kommenden Monate. Fast 20 % sehen eine Verschlechterung der Situation; zwei Drittel gehen von einer stabilen Baukonjunktur aus; und nur 14 % erwarten eine weitere Verbesserung.

Umsatzerwartung und Auftragslage

Die gegenwärtige Auftragslage im Wohnungsbau und im Ausbau wird überwiegend als „gut“ wahrgenommen (65 bzw. 53 %). Die Corona-Pandemie hat die Nachfrage im Wohnungsbau bisher nicht beschädigt. „Wer in Homeoffice arbeiten kann, sucht jetzt eher ein Eigenheim mit guter Verkehrsanbindung. Rund 9.500 Wohnungen wurden 2020 in Wohngebäuden mehr genehmigt als in 2019, davon liegen ca. 6.500 in Ein- oder Zweifamilienhäusern,“ so die Erläuterung Pakleppas.

Daher erwarten die Unternehmen in 2021 auch ein Umsatzwachstum. Die stabil hohe Nachfrage im Wohnungsbau und die verbesserten Rahmenbedingungen für Sanierungen stützen diese Geschäftsfelder.

Im öffentlichen Hoch- und Straßenbau sind es hingegen nur jeweils 21 % der Unternehmen, die zu einer guten Beurteilung ihrer Auftragslage kommen. Dies korrespondiert mit der Einschätzung der Unternehmen zum Investitionsverhalten der Kommunen. Fast 57 % sehen ein schwächeres Investitionsverhalten als im Vorjahr.

„Die Lage der Kommunalhaushalte ist und bleibt prekär. Auch wenn das Konjunkturpaket 2020 stützend gewirkt hat, bleibt die Investitionsneigung der Kommunen fragil. Es braucht daher einen zweiten Rettungsschirm für die Kommunalfinanzen mindestens für 2021 und 2022,“ so die Forderung Pakleppas. „Auch der Bund selbst bleibt in seiner Eigenschaft als Auftraggeber aufgefordert, die geplanten Investitionen in die Infrastruktur aufrecht zu erhalten.“

Daher gehen die Unternehmen hier auch von einer rückläufigen Umsatzentwicklung in 2021 aus. Für den öffentlichen Bau sehen nur 13 % der Unternehmen Steigerungen im Straßenbau, etwa 60 % rechnen dagegen mit Rückgängen.

Auch im Wirtschaftsbau sehen weniger als 30 % der Unternehmen eine gute Auftragslage. Hier werden die Bremsspuren der im letzten Jahr coronabedingten rückläufigen Aufträge aus der Industrie und den Dienstleistungsbereichen sichtbar. Etwa 44 % erwarten weniger Aufträge.

Zwei Risiken: Fachkräftemangel und Lieferschwierigkeiten von Material

Unter den Behinderungsgründen der Bautätigkeit stechen zwei Faktoren hervor, die von jeweils zwei Dritteln der Unternehmer genannt wurden: Das sind der Fachkräftemangel und Lieferschwierigkeiten bei Material.  Während der Fachkräftemangel schon länger beklagt wird, ist die mangelnde Materialverfügbarkeit, insbesondere global gehandelter Rohstoffe wie Stahl und Erdölprodukte, ein Phänomen der aktuellen Corona-Pandemie.

Während zwei Drittel der Unternehmen bei mineralischen Rohstoffen wie Sand, Kies, Beton und Zement noch eine problemlose Verfügbarkeit sehen, sind es bei Stahl nur knapp 30 %, bei Kunststoffen ca. 20 % und bei Holz gar nur 16 %. Holz, eigentlich auch ein Rohstoff der in Europa gewonnen wird, war durch die Corona-Pandemie aber auch extreme Witterungen weltweit stärker in den globalen Handel gezogen worden. Die USA und China sind hier derzeit große Abnehmer.

Annähernd alle befragten Unternehmen haben in den letzten drei Monaten Preissteigerungen bei Baumaterial festgestellt, 75 % sprechen von deutlichen Preissteigerungen und 22 % nur von leichten. Auch für die kommenden Monate wird mit anhaltenden Preissteigerungen gerechnet. Die Verknappung von Materialien sowie die insgesamt noch hohe Nachfrage nach Bauleistungen treiben die Einkaufspreise weiter in die Höhe. Über die Hälfte der Unternehmen sehen derzeit ein deutlich erhöhtes Preisniveau bei Stahl, Bitumen und Kunststoffen.

Daher ist auch mit steigenden Baupreisen zu rechnen, denn 60 % der Unternehmen planen, in den folgenden Monaten ihre Verkaufspreise entsprechend anzupassen, nachdem dieses in den vergangenen Monaten nur gut der Hälfte der Unternehmen gelungen war.

Beschäftigte

Wie bereits in den letzten Jahren wollen die Unternehmen den Beschäftigungsaufbau weiter fortsetzen. Gut 22 % der Unternehmen planen, weiteres Personal einzustellen. Ganz überwiegend (71 %) soll das Personal gehalten werden. „Der Beschäftigungsaufbau in der Bauwirtschaft hält mittlerweile schon 13 Jahre an. Im Jahr 2009 verfügte das Bauhauptgewerbe noch über rund 700.000 Beschäftigte. In 2020 waren es fast 893.000 Beschäftigte. Für 2021 erwarten wir das Erreichen der Marke von 900.000 Beschäftigten,“ berichtet der ZDB-Hauptgeschäftsführer. „Darüber hinaus möchten mehr als ein Viertel der befragten Unternehmen mehr ausbilden, was allerdings nicht immer gelingt. Knapp die Hälfte der Unternehmen meldet freie Lehrstellen.“

Quelle: ZDB



Mineralische Rohstoffe

MIRO-Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2021

Ausgewogene und wohldurchdachte Positionen inklusive belastbarer Folgenabschätzungen sollten die Politik in einem demokratischen Staat bestimmen. Die Hoffnung darauf, dass genau Solches zur Grundlage soliden Regierungshandelns in der nächsten Legislatur wird, ist jeweils vor einer anstehenden Bundestagswahl zu spüren. Dazu wüsste man gern, wie sich die Parteien im Vorfeld positionieren und welche Prioritäten in den Wahlprogrammen ihren Niederschlag finden. Die Wahlentscheidung ist schließlich daran gebunden und soll überlegt getroffen werden. Deshalb hat neben vielen anderen Verbänden auch MIRO erneut Wahlprüfsteine mit Relevanz für die Branche formuliert und an die Bundesparteien adressiert.

...Mit zwölf wichtigen Aspekten will der Bundesverband Mineralische Rohstoffe die branchenrelevanten Positionen der jetzigen Koalitionäre und der Opposition ausloten. Einige Themen, die MIRO als Interessenvertreter der deutschen Gesteinsindustrie unter den Nägeln brennen, sind natürlich keine Überraschung, sondern eher „Dauerbrenner“. Dennoch müssen sie im Wandel der Zeit immer wieder neu betrachtet werden.

Nach einer aktuellen Meldung von Anfang April 2021, stellt der Zentralverband des deutschen Baugewerbes bspw. angesichts der Baustoffverfügbarkeit fest: „Während zwei Drittel der Unternehmen bei mineralischen Rohstoffen wie Sand, Kies, Beton und Zement noch eine problemlose Verfügbarkeit sehen, sind es bei Stahl nur knapp 30 %, bei Kunststoffen ca. 20 % und bei Holz gar nur 16 %. Holz, eigentlich auch ein Rohstoff der in Europa gewonnen wird …“

Eine Analyse, die zu denken geben sollte. Die zwei positiven Drittel kann die mineralische Roh- und Baustoffindustrie vor allem deshalb auf sich vereinen, weil heimische Rohstoffe in Krisenzeiten eben ein wichtiger wirtschaftlicher Resilienz-Anker sind! Das knüpft direkt an den ersten Prüfstein mit der Überschrift: Akzeptanz der Rohstoffgewinnung fördern, an. Aus interner Betrachtung wissen wir natürlich um die Bedeutung für die Branchen Bau, Energie und viele andere mit spezifischem Bedarf. Das Bewusstsein dafür ist allerdings nur noch bei wenigen Menschen jenseits der Insider-Schwelle präsent, weshalb Sand- und Kiesgruben oder Steinbrüche vielerorts nicht akzeptiert werden. Kenntnisse über Vorkommen, Nutzen und Bedeutung heimischer Rohstoffe müssen deshalb wieder durch die Schulen vermittelt werden. Der Bund sollte dafür sorgen, dass das Thema „heimische Rohstoffe“ und „Rohstoffgewinnung“ Teil der schulischen Bildungspläne wird. Darüber hinaus muss sich auch die allgemeine Akzeptanz der Rohstoffgewinnung verbessern, wenn wirtschaftliche Resilienz hier tatsächlich gewollt ist.

In diesem Zusammenhang spielt auch der Zugang zu den Rohstoffen als zweiter Wahlprüfstein eine Hauptrolle. Was nützt es, unabhängig von Importen sein zu können, die eigenen Rohstoffe aber dennoch nicht zu gewinnen – weil Genehmigungen in der Luft hängen oder versagt werden? Und auch wenn es in der Breite anders aussieht: Es wird schon eng! Wenn zwei Drittel der Bauunternehmen derzeit noch eine erfreulich stabile Versorgung sehen, gibt es ein weiteres Drittel, das offenbar Engpässe bemerkt. Wie sollte es auch anders sein, wenn die Anzahl der Gewinnungsstätten für Sand, Kies und Naturstein in den vergangenen fünf Jahren mangels weiterführender Genehmigungen um 10 % geschrumpft ist?

Hier ist der Bund in der Pflicht, entgegen der Subsidiarität, die Verhinderungsszenarien begünstigt, über die Bundesraumordnung im Zusammenspiel mit der Landesentwicklungs- und der Regionalplanung eine langfristige, regionale Versorgungssicherheit der Anwender, unter denen der Bund mit etwa 70 % öffentliches Bau-Auftragsvolumen den Spitzenplatz einnimmt, verbindlich zu gewährleisten.

Nur wenn das gelingt, bleibt es auch möglich, die dezentrale Versorgungsstruktur mit kurzen Transportwegen zu erhalten. Denn um den Transportaufwand zu minimieren und Rohstoffe aus einer Region für diese Region zur Verfügung zu stellen, hat sich der Aufschluss meist kleinräumiger Gewinnungsstätten für Sand, Kies und Naturstein dezentral in allen Regionen Deutschlands bewährt. Es wird Zeit, die Gewinnung von Gesteinsrohstoffen als notwendige Daseinsvorsorge anzuerkennen. Genehmigungen sollten bei Erfüllung aller gesetzlichen Vorgaben, erteilt werden müssen und nicht aus subjektiven Gründen versagt werden können.

In einem weiteren Prüfstein wendet sich MIRO gegen Wettbewerbsverzerrungen zwischen sich (eigentlich) ergänzenden Baustoffen. Gemeint ist damit konkret die angestrebte einseitige Förderung von Holzbauweisen, während gleichzeitig (wiederholt) über zusätzlich belastende ordnungsrechtliche Vorgaben der Gesteinsindustrie parliert wird. Hier – siehe oben im ZDB-Zitat zum Thema Verfügbarkeit von Holz – könnte der Schuss gewaltig nach hinten losgehen. MIRO fordert, die Auswahl der Baumaterialien auch künftig technologieoffen zu gestalten ist.

Natürlich liegt es dem Branchenvertreter im Sinne der Gesteinsunternehmen am Herzen, dass die Leistungen der Betriebe bei der kontinuierlichen Verbesserung der Ressourceneffizienz anerkannt werden und zusätzlich deren vielfaches Engagement im Sinne der Kreislaufwirtschaft durch die zusätzliche Produktion von RC-Baustoffen eine entsprechende Würdigung findet. MIRO spricht deshalb Einladungen an Politiker, Regierungsmitarbeiter oder Verwaltungsbeamte in Branchenbetriebe aus. Es geht um nicht weniger, als darum, im Miteinander mit der Wirtschaft die ineinandergreifenden Facetten der Lebenswirklichkeit zu verstehen und anzuerkennen. Dann sollte es leicht werden auf – wie von MIRO gefordert – überzogene ordnungsrechtliche Vorschriften und die Festlegung absoluter Einsparziele zu verzichten.

Hilfreich im Sinne eines befruchtenden Miteinanders zwischen Natur und Wirtschaft wäre weiter die Herstellung verbindlicher Rechtssicherheit für den betriebsintegrierten Natur- und Artenschutz. Weder den Kennern unter den Artenschützern, noch den Verantwortlichen in den Betrieben behagt es, dass aufgrund des geltenden Artenschutzrechts Situationen entstehen, in denen sich Betriebe veranlasst sehen, durch eine rechtlich nicht zu beanstandende Vermeidungspflege die Entstehung naturschutzfachlich wertvoller Biotopstrukturen erst gar nicht zuzulassen. Zur Abkehr von dieser absurden und kontraproduktiven Sachlage wird eine gesetzlich zu verankernde Legalausnahme im Bundesnaturschutzgesetz gefordert, die über eine untergesetzliche Verordnung naturschutzfachliche Anforderungen an die zugelassene Gewinnung festlegt, um in gleicher Weise Rechtssicherheit und Klarheit für die Unternehmen sowie die Genehmigungsbehörden herzustellen.

An diese Forderungen schließen weitere zur Umsetzung eines endlich auch bei KMU deutlich spürbaren Bürokratieabbaus, zur Innovationsförderung alternativer Antriebe im betriebsinternen Schwerlastverkehr (inklusive Kaufprämien), zur Verabschiedung der Mantelverordnung, zum weiteren Dauerbrenner der 1:1-Umsetzung europäischer Vorgaben, zur Reformierung des Unternehmenssteuerrechts sowie zu zeitnahen und beschleunigten Betriebsprüfungen an.

Sind Sie gespannt auf die Antworten? Wir sind es auch und werden schnellstmöglich darüber weiter informieren.

Den kompletten Fragenkatalog der MIRO-Wahlprüfsteine finden Sie hier:

Quelle: BV MIRO

Trauer um Firmengründer Wolfgang Kormann

Es heißt nun Abschied nehmen von Wolfgang Kormann, dem Firmengründer der Rockster Austria International GmbH. Kormann ist nach kurzer schwerer Krankheit viel zu früh von uns gegangen.

...Wolfgang Korman hat die Rockster Austria International GmbH im Jahr 2004 gegründet und mit viel Engagement und großer Leidenschaft sein Lebenswerk geschaffen und das Unternehmen zu einem international anerkannten Unternehmen entwickelt.

Mit unermüdlichem persönlichen Einsatz, Ideenkraft und Zielstrebigkeit hat er die ständige Weiterentwicklung des Unternehmens vorangetrieben und seine Begeisterung für neue Märkte und Entwicklungen haben die Firma nachhaltig verändert und geprägt.

Wolfgang Kormann bleibt als Chef, Freund, Vorbild und Mensch mit großer Wertschätzung und Dankbarkeit in Erinnerung.

Als Rockster Team werden wir das Lebenswerk von Wolfgang Kormann mit voller Motivation und im ehrlichen Respekt vor seinen großen persönlichen Leistungen mit Kompetenz und Leidenschaft weiterführen und weiterentwickeln.

Quelle: Rockster Austria International GmbH


Recycling

ANDRITZ schließt Kooperationsvertrag mit LINETECHNOLOGY GmbH

Der internationale Technologiekonzern ANDRITZ hat mit dem österreichischen Unternehmen LINETECHNOLOGY GmbH einen Kooperationsvertrag für containerbasierte Recycling-Systeme geschlossen. Die modularen und flexibel konfigurierbaren Aufbereitungsanlagen werden unter dem Namen BLUELINE vertrieben und ermöglichen dezentrales Recycling und wirtschaftliche Aufbereitung von geringen Mengen an industriellen Restfraktionen.

...ANDRITZ wird die dafür benötigte Zerkleinerungstechnologie zur Verfügung stellen und Schredder der ADuro Produktline für die Universal- und Feinzerkleinerung liefern. Die ADuro Schredder werden dabei auf die speziellen Anforderungen der BLUELINE Module abgestimmt und können in unterschiedlichen Anwendungsbereichen zum Einsatz kommen, wie beispielsweise für die Aufbereitung von Plastik, Ersatzbrennstoffen, Holz oder Kabel. Die größten Vorteile ergeben sich aus der Flexibilität der Zerkleinerungsmodule für die einstufige Zerkleinerung sowie aus der leistungsstarken Feinaufbereitung inklusive einer integrierten Fraktionstrennung.

Durch die Zusammenarbeit mit LineTechnology erschließt sich für ANDRITZ – neben den bisher stationären Großanlagen und Einzelmaschinen – ein völlig neues Kundensegment, das komplette, aber dennoch extrem flexible Aufbereitungslinien einsetzt.

„Durch die Zusammenarbeit mit LINETECHNOLOGY können wir nun die Bedürfnisse unserer Kunden noch besser bedienen, indem wir mit innovativen und nachhaltigen Lösungskonzepten für unterschiedlichste Anwendungen einen Mehrwert für die Recycling-Industrie schaffen“, ergänzt Thomas Gemeiner, Director Global Product Management & After Sales bei ANDRITZ Recycling.

Das Unternehmen LINETECHNOLOGY mit Hauptsitz in Waidhofen / Ybbs, Österreich, wurde 2019 als eigenständige Schwesterfirma der IFE Aufbereitungstechnik GmbH gegründet und entwickelt, produziert und vertreibt modulare, dynamisch rekonfigurierbare, containerbasierte Aufbereitungsanlagen unter dem Produktnamen BLUELINE, die nahezu alle etablierten Prozessschritte der trockenen mechanisch-physikalischen Reststoffaufbereitung abdeckt.

Quelle: ANDRITZ AG

Deponieverbot für Beton, Asphalt, Straßenaufbruch in Österreich

Österreich hat sich entschlossen, in gut zwei Jahren das Deponieren von den meisten mineralischen Baustoffen zu verbieten – dies im Sinne der europäischen Vorgaben, die Kreislaufwirtschaft zu forcieren. Damit wird der letzte Schritt einer seit Jahrzehnten positiven Entwicklung zur Verwertung von Baurestmassen gesetzt; über 80% der mineralischen Fraktion ist in Österreich schon bisher der Verwertung zugeführt worden, mehr als 7 Mio. Tonnen Recycling-Baustoffe kamen Jahr für Jahr zum Einsatz.

...Baustoff-Recycling wird seit 1990 in Österreich professionell betrieben – ob mobil auf Baustellen oder stationär. Aufbereitungsanlagen sind flächendeckend vorhanden, das Qualitätsmanagement ist nach nationalen und europäischen Vorgaben im Spitzenfeld Europas angesiedelt.

Deponieverbot der Zukunft

Mit 1. April 2021 wurde mit BGBl. II 144/2021 die Deponie-verordnungsnovelle veröffentlicht. Eine zentrale Bedeutung für das Baustoff-Recycling ist durch die Ergänzung des § 1 hinsichtlich Kreislaufwirtschaft in Kraft getreten: Zur Schaffung einer Kreislaufwirtschaft soll im Einklang mit der Abfallhierarchie angestrebt werden, dass Abfälle, die sich für Recycling und andere Formen der Verwertung eignen, zukünftig nicht auf Deponien zur Ablagerung angenommen werden.

Folgende Abfälle können ab 1.1.2024 nicht mehr auf einer Deponie abgelagert werden: Ziegel aus der Produktion, Straßenaufbruch, technisches Schüttmaterial, Betonabbruch, Gleisschotter, Asphalt, Einkehrsplitt und Recycling-Baustoffe der Qualitätsklasse U-A. “Baustoff-Recycling ist österreichweit als Stand der Technik anzusehen. Seit über 30 Jahren wurde nach den Richtlinien für Recycling-Baustoffe des Österreichischen Baustoff-Recycling Verbandes ein Markt aufgebaut, an dem heute hunderte Produzenten teilhaben. Seit 2016 gibt es ein vorzeitiges Abfallende für Recycling-Baustoffe mit der besten Umweltqualität. Der Anteil an zu deponierendem Material betrug schon bisher nur mehr 7% der mineralischen Baurestmassen. Es war der logische Schritt, dass für verwertbare Mineralstoffe ein Verbot der Deponierung auf politischer Ebene ausgesprochen wird”, so Martin Car, langjähriger Geschäftsführer des Österreichischen Baustoff-Recycling Verbandes (BRV).

Das Deponierungsverbot betrifft aber nicht nur die angeführten Stoffgruppen, sondern auch Gipsplatten. In modernen Gebäuden kann Gips bis zu 7% der verbauten Materialien ausmachen. Ab 1.1.2026 dürfen Gipsplatten, Gipswandbauplatten und faserverstärkte Gipsplatten (Gipsplatten mit Flies-Armierung, Gipsfaserplatten) nicht mehr deponiert werden. Ausgenommen davon werden jene Platten sein, bei denen im Zuge der Eingangskontrolle in einer Recycling-Anlage für Gipsabfälle nachweislich festgestellt wird, dass sie nicht von ausreichender Qualität sind, um daraus Recycling-Gips herzustellen.

Die längere Übergangsfrist ist schon deswegen nötig, da es in Österreich kein flächendeckendes Gipsrecycling gibt und die entsprechende Logistik erst aufgebaut werden muss.

Mit Ende des Jahres 2026 wird auch das Ablagern von Künstlichen Mineralfasern (KMF) – ob als gefährlicher Abfall oder in ungefährlicher Form – ebenso nicht mehr erlaubt sein. Hier erwartet sich die Umweltabteilung des zuständigen Bundesministeriums, dass ebenso entsprechende Aufbereitungswege in den nächsten fünf Jahren von der Wirtschaft geschaffen werden. Dennoch wird dieser Schritt noch in den nächsten Jahren evaluiert werden, um keine Entsorgungs-engpässe zu schaffen.

Baustoff-Recycling als Zukunft

Baustoff-Recycling wird damit DIE Lösung der Zukunft. Alleine im Tiefbau liegen 60% der Massen, die jemals verbaut wurden – in Straßen, Schienenwegen, Leitungsbau oder sonstiger Infrastruktur. Diese Baustoffe unterlagen beim Einbau hochqualitativen und normierten Anforderungen. Diese hochwertigen Baustoffe sind bestes Ausgangsmaterial für neue Baustoffe der Kreislaufwirtschaft. Asphalt kann nicht nur granuliert im Tragschichtenbau einer Straße oder eines Parkplatzes eingesetzt werden, sondern als hochwertiges Gestein (Zuschlagstoff) in Heißmischanlagen Verwendung finden. Beton kann sowohl ungebunden als Betongranulat zum Einsatz kommen, aber auch in gebundener Form, z.B. für die Betonproduktion – ein eigener Teil der ÖN B 4710 beschäftigt sich mit Recyclingbeton. Technisches Schüttmaterial kann in gleicher Form wieder verwertet werden, für Gleisschotter gibt es sowohl onsite als auch offsite gute Verwertungswege. Alle Recycling-Baustoffe unterliegen einer ständigen Qualitätskontrolle – Vorgaben dazu gibt es in rechtlicher (RBV) als auch in technischer Hinsicht (Normen); eine Zusammenfassung der wichtigsten Grundlagen bietet der BRV in Form der “Richtlinien für Recycling-Baustoffe” an, die auch als Grundlage für die Ausschreibung dienen.

Die Ausschreibung der Zukunft

Bauausschreibungen sollten sich schon heute auf diese neue Situation einstellen: Viele geplante Bauvorhaben brauchen bis zur Umsetzung und Beendigung mehrere Jahre und fallen damit in die nun festgelegte Frist des Deponierungsverbotes. Es ist daher klug, schon bei derzeit in Planung befindlichen Ausschreibungen auf die neue Situation einzustellen. Dabei hilft im Tiefbau auch ein Blick in die neue Standardisierte Leistungsbeschreibung Verkehr und Infrastruktur (LB-VI), herausgegeben von der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße-Schiene-Verkehr (FSV). Eine eigene Leistungsgruppe definiert Ausschreibungstexte für die Verwertung. Aber schon in den allgemeinen Vorbemerkungen wird auf den Vorzug der Verwertung gegenüber der Deponierung eingegangen. Mit 1. Mai 2021 erfolgt die Neuauflage der LB-VI in Form der Version 6, die auch hinsichtlich Bodenaushub neue Festlegungen trifft.

Der Markt ist groß

Mehrere Länder Europas haben Deponiebeschränkungen oder -verbote schon ausgesprochen oder in Planung. Warum folgt Österreich jetzt nach? Ein Grund ist sicherlich, dass man seitens der Politik wartete, bis der Markt entsprechend groß genug ist, um ohne Preissteigerungen oder effektive Marktbeschränkungen ein Deponierungsverbot festlegen zu können. Gleichzeitig möchte man die Naturressourcen schonen – also nicht die Natur belasten, sondern aus unseren Städten und Infrastrukturanlagen, die rückgebaut werden, Sekundärressourcen nützen. “Die Kapazitäten der Betriebe des Österreichischen Baustoff-Recycling Verbandes sind bei weitem noch nicht ausgelastet – alleine 110 Anlagen, verteilt auf ganz Österreich, könnten heute schon um 30% mehr rezyklieren, als derzeit vorhanden”, beruhigt Car. Der Markt wird durch die neuen Regelungen nicht kleiner werden. Bei der Entsorgung sind schon bislang viel mehr Recycling-Anlagen als Baurestmassendeponien tätig, bei der Baustoff-Produktion gibt es weiterhin überwiegend Primärbaustofferzeuger, die von den Baustoff-Recycling-Produzenten ergänzt werden.

Nähere Informationen gibt der Baustoff-Recycling Verband über Informationsblätter und Seminare – z.B. über die neuen Deponievorschriften oder den richtigen Abbruch (www.brv.at).

Quelle: BRV – Österreichischer Baustoff-Recycling Verband


Asphalt

Groß-Matthäi ist Asphalt Advocate

Mit dieser Auszeichnung, die seit 2017 vergeben wird, ehrt die European Asphalt Pavement Association (EAPA) ein Mitglied, das sich für ein besseres Asphaltstraßenmarketing und gelungene Kommunikation wichtiger Branchenthemen eingesetzt hat. Der Asphalt Advocate soll einen starken Bezug zur Kampagne „Asphalt Advantages“ haben, die EAPA gemeinsam mit Eurobitume, dem europäischen Verband der Bitumenhersteller, initiiert hat.

...Da alle kommenden EAPA-Komitee-Sitzungen aufgrund der COVID- 19-Beschränkungen online abgehalten werden, ist es derzeit nicht möglich, die Auszeichnung an Groß- Matthäi in der nächsten EAPA-Generalversammlung zu überreichen.

EAPA-Geschäftsführer Dr. Carsten Karcher erklärte: „Wir zeichnen Susann Groß-Matthäis Beitrag innerhalb und außerhalb der EAPA für ihre gelungene Kommunikation aus. Zusätzlich soll ihr starkes Engagement für die Kampagne Asphalt Advantages gewürdigt werden“. Die Auszeichnung soll später, wenn sich die Situation um die Covid-Pandemie wieder normalisiert hat, in einer angemessenen Atmosphäre an sie übergeben werden.

Groß-Matthäi äußerte sich in einer ersten Reaktion positiv überrascht: „Ich bin unheimlich stolz, diese Auszeichnung zu erhalten. Ein positives Image für unsere Branche und unseren Baustoff sind mir sehr wichtig. Die EAPA leistet einen großen Beitrag, um ihren Mitgliedern, der Politik und den Verkehrsteilnehmern zu zeigen, wie sicher, komfortabel, wirtschaftlich und nachhaltig Asphaltstraßen sind und wie innovativ die Branche den Weg in die Zukunft ebnet. Ich wünsche mir, dass unsere Branche und all die Menschen, die für sie arbeiten, in Zukunft noch mehr wahrgenommen werden. Denn Asphaltstraßen verbinden uns alle. Sie sind unverzichtbar für unsere Wirtschaft.“

Susann Groß-Matthäi begann ihre berufliche Laufbahn 2002 bei Sasol Wax. Seitdem ist die studierte Betriebswirtin und passionierte Marketing-Kommunikatorin im Bereich Marketing und Verkauf in verschiedenen Positionen tätig. In der EAPA ist sie sehr aktiv im Kommunikationskomitee, dessen Vorsitz sie auch seit der Gründungsversammlung innehat.

Quelle: DAV


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