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Meldungen der Woche

Wirtschaftsweise rechnen nicht mit nachhaltigem Abschwung

Die Wirtschaftsweisen rechnen nicht mit einer Rezession und sehen keine Notwendigkeit für ein Konjunkturpaket. 2019 und 2020 würden die Maßnahmen des Staates bereits einen Großteil des Wachstums ausmachen, heißt es in dem gestern veröffentlichten Gutachten der Sachverständigenrates für die Bundesregierung. 2020 würden beispielsweise die Beschlüsse zum stärkeren Klimaschutz wirken, bei dem der Staat unter anderem die Deutsche Bahn und umweltschonendere Autos stärker als bisher fördert.

...Weil die Experten von einer allmählichen Belebung der Wirtschaft ausgehen, sehen sie keinen Bedarf für Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), seine Linie grundlegend zu ändern. „Ein Konjunkturprogramm ist aus heutiger Sicht nicht angezeigt“, sagte der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt. Deutschland sieht sich immer wieder mit Forderungen konfrontiert, mehr zu investieren und damit auch die europäische Konjunktur zu stützen. Auch die neue EZB-Chefin Christine Lagarde hatte Berlin kurz vor ihrem Amtsantritt zu mehr Investitionen aufgefordert.

Der Wirtschaftsweise Volker Wieland sagte, es sei „ein Mythos”, dass hierzulande zu wenig investiert werde. Beispielsweise beim Bau von Straßen sei „nachhaltig” Geld in die Hand genommen worden. Zugleich gehe es nun aber auch darum, sich finanzielle Spielräume zu erhalten - auch für konjunkturell schwierige Zeiten. Deutschland müsse dabei auch „Vorbild für Europa” sein, mahnte der Frankfurter Ökonomieprofessor.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) fordert insbesondere eine Weiterentwicklung der Wirtschafts- und Industriepolitik: „Angefangen von einer Reform des Steuersystems, die insbesondere auf die Stärkung des Eigenkapitals der Unternehmen ausgerichtet sein sollte”, erklärte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben.

Außenhandelspräsident Holger Bingmann stieß ins selbe Horn: „Die Investitionskraft der mittelständischen Unternehmen leidet unter der progressiv steigenden Abgabenlast. Hier muss die Politik endlich ansetzen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.” Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier nahm die Forderungen auf: „Wir müssen - wie auch vom Sachverständigenrat gefordert - die Rahmenbedingungen für unsere Wirtschaft verbessern: Steuern senken, Sozialabgaben bei 40 Prozent begrenzen und weniger Bürokratie”, betonte der CDU-Politiker.

Nicht im Abwärtsstrudel

Trotz Konjunkturflaute sehen die Wirtschaftsweisen Deutschland nicht in einem Abwärtsstrudel. „Der Aufschwung ist beendet, bislang ist jedoch nicht von einer breiten und tiefgehenden Rezession auszugehen”, erklärten die fünf Ökonomen um den Essener Wirtschaftsprofessor Schmidt. Sie senkten ihre Wachstumsprognose vor allem wegen der schwächelnden Industrie für 2019 auf 0,5 (bisher: 0,8) Prozent und damit auf das gleiche Niveau wie die Bundesregierung. Für nächstes Jahr erwarten die Forscher einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,9 Prozent und sind damit einen Tick skeptischer als die Koalition.

Quelle: Reuters

VDMA: Kleiner Lichtblick Euroraum

Ein starker Anstieg der Aufträge aus den Euro-Partnerländern um 11 Prozent hat das Bild im September für den deutschen Maschinenbau etwas aufgehellt. Insgesamt verbuchten die Unternehmen im September 2019 einen Orderrückgang um real 4 Prozent. „Allerdings ist dieser Monatsvergleich kein Grund für Entwarnung“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. Denn in den ersten neun Monaten 2019 lagen die Bestellungen um 8 Prozent unter ihrem Vorjahreswert, wobei das Inland einen Rückgang um 9 Prozent aufwies und die Auslandsbestellungen um 8 Prozent sanken. „Wir sehen nicht, dass die Belastungen in Folge der vielen Handelsstreitigkeiten und des zunehmenden Protektionismus nun nachlassen und die weltweite Investitionsneigung zunimmt“, erläuterte Wiechers.

...Im September kamen aus dem Ausland insgesamt 2 Prozent weniger Bestellungen als im Vorjahr. Dem Zuwachs aus dem Euroraum (plus 11 Prozent) stand ein Minus von 6 Prozent der Bestellungen aus den Nicht-Euro-Ländern entgegen. Im Inland sanken die Orders um 9 Prozent.

Im Drei-Monats-Zeitraum Juli bis September 2019 zeigte sich die schwächelnde Maschinenbaukonjunktur ebenfalls deutlich, die Aufträge blieben um 8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Inlandsbestellungen gingen im dritten Quartal um 8 Prozent zurück, die Auslandsorders sanken ebenfalls um 8 Prozent. Die Aufträge aus den Euro-Ländern legten leicht um 1 Prozent zu, aus den Nicht-Euro-Ländern kamen 11 Prozent weniger Bestellungen.

Quelle: VDMA



Mineralische Rohstoffe

„wir gehen digital“ – OHU führt neue digitale Portale und APPs ein

Gestützt auf die seit Jahren eingesetzte Warenwirtschaftssoftware der Fa. PRAXIS EDV-Betriebswirtschaft- und Software- Entwicklung AG hat die Oberrhein-Handels-Union GmbH & Co. KG (OHU) mit Sitz in Iffezheim soeben neue und innovative Informations-Portale und Handy-APPs für ihre Kunden und für ihre Fuhrunternehmer freigeschaltet. Gemeinsam mit ihren Software-Partnern, aber auch in OHU-Eigenentwicklung, wurden die Info-Portale und APPs gemeinsam mit und für Bauleiter und Transporteure konzipiert und entwickelt.

...Mit dem OHU-Infoportal erhalten Kunden Zugang zu allen relevanten Projekt- und Abrechnungsdaten samt Lieferscheinen, und das nahezu in Echtzeit. Damit wird für OHU-Kunden die Möglichkeit geschaffen, Datensätze direkt in ihr eigenes EDV-System und die Buchhaltung zu übernehmen. Eine mühsame und personalintensive manuelle Zwischenerfassung entfällt jetzt. Darüber hinaus gibt das OHU-Infoportal die Möglichkeit – in Verbindung mit der innovativen OHU-Bauleiter-APP – firmenindividuelle Kommunikationssysteme zwischen Verwaltung und Bauleiter aufzubauen…

Im Logistikbereich verbessert die BLS-Lkw-APP (BLS=Baustoff Logistik Südwest GmbH & Co. KG) die Kommunikation zwischen Disposition-Fahrer-Lieferwerk-Baustelle, und dies in 8 Sprachen. Selbstverständlich gibt die BLS-Lkw-APP auch Unterstützung bei Navigation und kurzfristiger Vermittlung von Anschlussfahraufträgen.

Mit dem BLS-Infoportal erhalten die Fuhrunternehmer ebenfalls Zugang zu allen -sie betreffenden – relevanten Projekt- und Abrechnungsdaten.

OHU-Kunden und Transportpartner können die – firmenbezogen individuell konfigurierbaren – Servicewerkzeuge, ab sofort kostenfrei nutzen.

Weitere Informationen: https://www.ohu-iffezheim.de/; https://www.bls-iffezheim.de

Quelle: OHU

BÜV BauPro: Führungsteam wiedergewählt

Am 23.10.2019 fand in Neustadt an der Weinstraße die diesjährige Jahresmitgliederversammlung des Bundesüberwachungsverbandes Bauprodukte e. V. (BÜV BauPro) statt. Bei den turnusmäßig anstehenden Wahlen des Vorsitzenden und seiner Stellvertreter wurde das bisherige Führungsteam jeweils einstimmig in seinen Ämtern bestätigt: Michael Jester als Vorsitzender des BÜV BauPro sowie Andree Leu, Gerhard Pönisch und Thomas Weber als seine Stellvertreter.

...Thematisch wurden die Arbeiten der Bundesfachausschüsse Transportbeton, Gesteinskörnungen, Mörtel/Verfüll- und Spezialbaustoffe sowie Recycling-Baustoffe im Kontext mit den jeweiligen Regelwerksentwicklungen vorgestellt und zukunftsorientierte Fragen zur Überwachung und Zertifizierung diskutiert.

Mit bundesweit rund 2.500 überwachten Werken leisten die regionalen BÜVs als Mitgliedverbände des BÜV BauPro einen gewichtigen Beitrag zur kompetenten und unabhängigen Zertifizierung und Fremdüberwachung in den genannten Baustoffbranchen.

Quelle: BÜV BauPro


Recycling

Skeptische Stimmung dominiert Sekundärrohstoffmärkte

„Die Sekundärrohstoffmärkte werden spürbar rauer. Sinkende Nachfrage, Preisnachlässe einerseits, steigende Entsorgungskosten und ernsthafte Kapazitätsengpässe bei den Müllverbrennungsanlagen andererseits“, erklärte Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock bei der Bekanntgabe der Ergebnisse der diesjährigen Umfrage unter den rund 950 Mitgliedsunternehmen des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung.

...Die wirtschaftliche Lage der Recycling- und Entsorgungsunternehmen bezeichnete der bvse als insgesamt „noch sehr ordentlich“. 2018 hat sich für die Branche ähnlich gut entwickelt wie im Jahr 2017 und so konnten die bvse-Unternehmen wieder ein Umsatzwachstum von 6 Prozent erzielen.

Die Investitionsquote konnte 2018 mit 9,5 Prozent sogar noch einmal gegenüber 2017 (8,5 Prozent) deutlich gesteigert werden. Für das laufende Jahr wird mit einem ähnlichen Wert gerechnet.

Auch die Eigenkapitalausstattung entwickelte sich positiv, genauso wie die Beschäftigungsentwicklung, die sich in 2018 noch einmal um 2 Prozent verbesserte. Die nach wie vor gut laufende Baukonjunktur setze hier noch positive Impulse, heißt es beim bvse.

Allerdings weicht der bis vor kurzem vorherrschende Optimismus immer mehr einer skeptischen Einschätzung über den Verlauf der nächsten Zeit. Nicht ohne Grund, denn seit einigen Monaten sinkt die Industrieproduktion. Die internationale Konjunktur hat an Dynamik verloren. Gleichzeitig sind die konjunkturellen Risiken unvermindert hoch: Handelskriege, Brexit und die torkelnde Autoindustrie haben das laufende Jahr seit dem Frühjahr zunehmend negativ beeinflusst.

Das macht sich auch in der Branche bemerkbar, wie die bvse-Umfrage zeigt. So bewerten die Unternehmen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für 2018 noch mit der Note 2,8. Für das laufende Jahr wird jedoch nur noch die Note 3,3 vergeben.

Die Sekundärrohstoffmärkte präsentieren sich inzwischen fast unisono in schwieriger Verfassung. Ein klares Marktbild kann sich aufgrund der zahlreichen politischen Unwägbarkeiten, die die wirtschaftliche Entwicklung immer stärker belastet, nicht entwickeln. Die Stimmung ist jedoch angespannt und von Unsicherheit geprägt. Eric Rehbock: „Unsere Prognose ist ernüchternd: Wir rechnen eher mit zunehmender Bewölkung als mit freundlichen Aussichten.“

Quelle: bvse; Bildquelle: Handelsblatt

ForCYCLE II und Ressourceneffizienz-Zentrum Bayern wird mit 5 Mio. € gefördert

Der Projektverbund ForCYCLE für einen sparsamen Umgang mit wertvollen Ressourcen geht in die zweite Runde. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte anlässlich der offiziellen Auftaktveranstaltung in München: „Wir brauchen hochkarätige Forschung für innovative Technologien und Produktionsverfahren. Ein effizienter Einsatz von Ressourcen schont das Klima, verringert die Importabhängigkeit und senkt gleichzeitig Kosten in den Unternehmen. So bringen wir Ökonomie und Ökologie zusammen. Das Wirtschaftswachstum muss vom Ressourcenverbrauch entkoppelt werden. Wir arbeiten dafür an der Kreislaufwirtschaft der Zukunft. Für eine erfolgreiche Rohstoffwende setzen wir auf die Entwicklung von sauberen Zukunftstechnologien und einen zielgerichteten Transfer dieses Knowhows in die bayerischen Unternehmen. Mit insgesamt 5 Millionen Euro fördern wir deshalb den aktuellen Projektverbund ForCYCLE II und die zweite Projektphase des Ressourceneffizienz-Zentrums Bayern“.

...Universitäten, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen aus ganz Bayern gehen bei ForCYCLE II gemeinsam an den Start. Mit derzeit über 45 Partnern aus der Wirtschaft legt der Projektverbund den Schwerpunkt auf Anwendung und Praxisbezug. Für diese Verbundforschung stellt das Umweltministerium rund 3 Millionen Euro zur Verfügung. Als weiterer Baustein wurde im Juli die zweite Projektphase des Ressourceneffizienz-Zentrums Bayern (REZ) offiziell auf den Weg gebracht. Als zentrale Anlaufstelle für bayerische Unternehmen sensibilisiert das REZ insbesondere für einen effizienten Umgang mit wertvollen Ressourcen und ermöglicht gleichzeitig den Wissenstransfer innovativer Kreislauftechnologien. Zur Stärkung und für den Ausbau dieses „CleanTech-Hubs“ investiert das Umweltministerium in die zweite Projektphase rund 2 Millionen Euro.

Das REZ ist ein erfolgreiches Kooperationsvorhaben des Umweltministeriums und des Landesamts für Umwelt mit den bayerischen Industrie- und Handelskammern. Das REZ arbeitet eng mit seinen Regionalpartnern Untermain, Augsburg, Oberpfalz-Nord und Bayreuth zusammen. Der Projektverbund „ForCYCLE II“ befasst sich mit einem breitgefächerten Aufgabenspektrum: Dabei geht es beispielsweise um die Wiederverwertbarkeit von Kunststoffprodukten und Elektroschrott, den Einsatz ökologischer Werkstoffe im Geschossbau, das Recycling von Dämmstoffen oder die Rückgewinnung von Seltenen Erden aus Produkten wie Handys oder Computern.

Im Rahmen der Rohstoffwende Bayern hat das Umweltministerium allein für das REZ und die Projektverbundreihe ForCYCLE in den letzten Jahren insgesamt mehr als 9 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen unter www.umweltpakt.bayern.de/rez

und www.stmuv.bayern.de/themen/ressourcenschutz/forschung_entwicklung/forcycle

Quelle: Bayerische Staatsregierung; Bildquelle: Bayerisches Umweltministerium


Asphalt

Asphaltdeckschicht mit photokatalytischen Eigenschaften

Drei Fliegen mit einer Klappe: Anfang Juli wurde in Herne eine Asphaltdeckschicht mit photokatalytischen Eigenschaften eingebaut. Dadurch sollen an stark belasteten Standorten die Stickoxide mittels Photokatalyse abgebaut werden. In Herne kam das Airclean-Granulat der F. C. Nüdling Betonelemente zum Einsatz…

Weiterlesen in der asphalt 6/2019!

Quelle: asphalt 6-2019


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