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Meldungen der Woche

"Wir brauchen eine Runderneuerung"

Während der Bundestag die Lage in Deutschland debattiert, mahnt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann mehr Freiraum für die Wirtschaft an.

"Die anstehenden Herausforderungen sind nur mit mehr und nicht mit weniger wirtschaftlicher Vernunft zu lösen", sagt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann mit Blick auf den Schlagabtausch, den sich die Parteien drei Wochen vor der Bundestagswahl im Bundestag geliefert haben. "Wir brauchen eine Runderneuerung, die den Unternehmen wieder mehr Spielraum gibt." Mit einer Politik, die einseitig auf staatliche Regulierung setzt, würden dagegen Investitionen verschleppt.

...Das wichtigste Beispiel hierzu liefert seiner Meinung nach der Klimawandel. So sei der Maschinen- und Anlagenbau durchaus in der Lage, auf ökologische Herausforderungen die technischen Lösungen zu liefern und somit für mehr Nachhaltigkeit zu sorgen. Brodtmann stellt klar: "Die technischen Voraussetzungen für die Erreichung der Klimaziele von Paris sind gegeben. Politische Voraussetzung ist aber eine Klimapolitik mit klaren und verlässlichen Rahmenbedingungen." Die nächste Bundesregierung müsse deshalb unter anderem dafür sorgen, dass die Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden, damit die Investitionen für mehr Erneuerbare Energien getätigt werden können, lautet seine Forderung.

Der VDMA-Hauptgeschäftsführer sieht die nächste Bundesregierung ebenfalls dringend gefordert, über Reformen im Unternehmensteuerrecht einen signifikanten Beitrag für mehr private Investitionen zu leisten. Denn nur durch Wachstum könnten Beschäftigung langfristig gesichert und die enormen Belastungen der öffentlichen Haushalte durch die Corona-Krise bewältigt werden. Brodtmann fügt hinzu: "Deutschland liegt bei der Unternehmensteuerbelastung im Spitzenfeld der Industriestaaten. Die Gesamtbelastung muss daher spürbar abgesenkt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu erhalten."

Die technischen und ökonomischen Herausforderungen, vor denen die Unternehmen wegen des Klimawandels und der Digitalisierung stehen, haben auch Konsequenzen für ihr Personalmanagement. "Für notwendige Transformationsprozesse benötigen die Unternehmen mehr Flexibilität bei steigendem Fachkräftebedarf. Weitere Regulierungen des Arbeitsmarktes, wie sie einige Parteien fordern, drohen allerdings mehr Beschäftigung zu verhindern", warnt der VDMA-Hauptgeschäftsführer.

Quelle: VDMA / Bildquelle: pixabay

Platformers‘ Days vom 10. bis 11. September am neuen Standort in der Messe Karlsruhe

Mit den notwendigen Schutz- und Hygienemaßnahmen finden die Platformers‘ Days als eine der ersten Live-Messen nach eineinhalb Jahren Pandemie und eines der wichtigsten Branchenevents in der D-A-CH-Region statt. Das für die Platformers‘ Days zur Verfügung stehende Messegelände ist ausgebucht: Auf über 20.000 Quadratmetern Freigelände und rund 2.000 Quadratmetern Hallenfläche zeigen über 100 Austeller ihre Produkte aus den Kernbereichen Arbeitsbühne, Mobilkrane und Telestapler sowie Komplementärprodukte wie Batterietechnik, Software, Transporte für Geräte und Maschinen sowie Nischenprodukte des Garten- und Landschaftsbaus.

...Insbesondere Vermieter von Hebe- und Höhenzugangstechnik und Anwender wie Handwerker, Bauunternehmer, Dachdecker, Malerbetriebe, Fassaden- und Gebäudereinigungsspezialisten, Garten- und Landschaftsbauer finden ein breites Portfolio vor. Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernimmt das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg. Nähere Informationen und Tickets unter www.platformers-days.de.

„Ich freue mich schon sehr auf die Premiere der Platformers‘ Days in Karlsruhe. Besonders freut mich, dass drei Viertel der Stammaussteller den Umzug mitmachen. Das zeigt, dass wir in den letzten drei Jahren eine gute Vertrauensbasis für den Standortwechsel aufbauen konnten und die Platformers‘ Days nun gemeinsam in Karlsruhe weiterentwickeln können.“, so Gründer und strategischer Partner Oliwer Sven Dahms.

Projektleiterin Olivia Hogenmüller ergänzt: „Aussteller wollen ihre Neuheiten und Produkte endlich wieder live präsentieren, in den direkten Austausch gehen, direktes Feedback erhalten und natürlich auch direkt Geschäfte anbahnen – bestenfalls sogar direkt verkaufen. Vielen konnten wir dafür mehr Fläche anbieten. Und so vergrößerten ein Viertel der Stammaussteller ihre Standflächen sogar um 50 Prozent.“

Signalwirkung: Messe als lebendiger Handelsplatz

Nach der langen Corona-Periode in der keine Messen stattfanden, ist der Bedarf ebenso wie der Wunsch nach einem Live-Branchenevent wie den Platformers‘ Days unverkennbar groß. „Der Bereich Hebe- und Höhenzugangstechnik ist gerade in schwierigen Zeiten ein Standbein der deutschen Wirtschaft. Als ein wichtiges Treffen für Wissens- und Informationsaustausch setzen die Platformers‘ Days in der Messe Karlsruhe ein Signal, dass es positiv weitergeht und Investitionen getätigt werden.“, so Jörg Majoli, Geschäftsführer AVANT TECNO Deutschland GmbH.

Auf der Premierenveranstaltung in der Messe Karlsruhe stellen Branchengrößen wie Magni, Hematec, Merlo, Klaas, Haulotte, Genie, JBC, Liebherr, Manitou, Palfinger und Skyjack ihre Innovationen aus, darunter sind auch Live-, Europa- und Deutschlandpremieren. JLG zeigt beispielsweise als Produktneuheit, „die neue vollelektrische DaVinci Scherenarbeitsbühne, die ohne Hydrauliköl auskommt – das ist am Markt sicherlich ein Novum.“, so Lutz Schwede, Sales Director Germany, JLG Deutschland GmbH. Weiterhin feiert die Genie S®-80 J Teleskoparbeitsbühne ihre Europa-Premiere auf den Platformers‘ Days und Magni kommt mit „dem größten drehbaren Teleskopstapler der Welt (RTH6.51) mit bis zu 6000 kg Tragkraft und einer Hubhöhe von 51 m nach Karlsruhe“, erläutert Vertriebsleiter Alexander Reisch. Darüber hinaus kündigt Henri Bourrellis, Exportdirektor von Klubb, an: „Wir werden auf der Messe ein brandneues Modell mit 18 m Arbeitshöhe auf einem 5-t-Transporter vorstellen. Diese Maschine wird die höchste in ihrer Kategorie sein. Dieses Modell ist für Versorgungs- und Beschilderungsarbeiten vorgesehen.“

Trendthemen, Programmhighlights und Partner

Trendthemen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und die Elektrifizierung von Maschinen in der mobilen Hebe- und Höhenzugangstechnik sowie deren Anwendungsdemonstration spielen auf der Fachmesse eine große Rolle. Daher wurden zwei neue Themenflächen „Rough Terrain“ und „Elektro-Park“ sowie in Kooperation mit Z Lab ein Vortragscafé zum digitalen Prozessmanagement geschaffen, um das Live-Messekonzept optimal abzurunden. IPAF als ideeller Träger sowie die Verbände bbi, VDBUM und BSK unterstützen die Fachmesse.

Online-Tickets und weitere Informationen

Online-Tickets können über den Ticketshop unter www.platformers-days.de/tickets erworben werden. Im Ticketpreis ist die Verpflegung mit Speisen und Getränken während des gesamten Messebesuchs enthalten. Der Zutritt ist nur mit „3G – Geimpft, Genesen, Getestet“ nach vorheriger Online-Registrierung gestattet, eine Teststation befindet sich vor dem Messegelände. Weitere Informationen zu Corona-Maßnahmen finden sich hier: www.messe-karlsruhe.de/de/umgang-mit-dem-coronavirus.html

Platformers‘ Days – Fachmesse für mobile Hebe- und Höhenzugangstechnik

Fachbesucher finden auf den Platformers‘ Days die perfekte Lösung für ihren Praxisalltag. Insbesondere Vermieter von Hebe- und Höhenzugangstechnik sowie deren Anwender, unter anderem aus den Branchen Gebäudemanagement und -reinigung, aus dem Garten- und Landschaftsbau, dem Glas- und Fassadenbau sowie dem Kran- und Schwerlastbereich und weiteren Branchen, nutzen die Fachmesse, um sich über Neuheiten und alle branchenspezifischen Produkte zu informieren. Auch am neuen Standort, dem Karlsruher Messegelände, lädt das Branchenevent des Jahres auf über 20.000 Quadratmeter Freigelände und rund 2.000 Quadratmeter Hallenfläche dazu ein, Erfahrungen, Fachkenntnisse und Wissen untereinander zu teilen.

Quelle: Messe Karlsruhe



Mineralische Rohstoffe

Sommerreise des Grünen-Fraktions-Chef Andreas Schwarz MdL- Blicke hinter die Kulissen der Rohstoff-Industrie

Sommerzeit ist Reisezeit. Nicht nur für viele Bürger, die Erholung suchen, sondern auch für Politikerinnen und Politiker, die den Dialog mit gesellschaftlichen Gruppen vor Ort anstreben. Einen solchen Termin hatte der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen im baden-württembergischen Landtag, Andreas Schwarz MdL, jetzt im Kalender stehen. Er besuchte zwei Unternehmen der heimischen Rohstoff-Industrie in seinem Wahlkreis: die Alfred Moeck KG in Lenningen und die Jakob Bauer Söhne GmbH & Co.KG in Erkenbrechtsweiler. Rohstoffsicherung, Ressourcenschonung sowie Klima- und Naturschutz bildeten den inhaltlichen Rahmen.

...Dem Landespolitiker erläuterte im Lenninger Steinbruch Moeck-Betriebsleiter Toni Pranghofer die Aufbereitung des Kalksteins zu Produkten, die im Hoch- und Straßenbau, aber auch bei der Glasherstellung und in der Futtermittelindustrie eingesetzt werden. „Ein sehr breites Spektrum decken mineralische Rohstoffe wie unser Kalkstein ab“, erklärte er. „Sie leisten einen wichtigen Beitrag zu unser aller Wohlstand.“

Mit einem gewissen Stolz zeigte Wolfgang Bauer, geschäftsführender Gesellschafter des Schottervertrieb Vordere Alb SVA, zu dem beide Betriebe gehören, dem Grünen-Politiker die beiden neuen Diesel-Hybrid-Radlader bei Moeck. „Jeweils 500 PS stark, aber 60 Prozent sparsamer“, erläuterte Bauer. „So geht Klimaschutz konkret.“

Eine andere Facette sei mit Blick auf Klimaschutz der Plan seines Unternehmens, auf dem rekultivierten Gelände des Steinbruchs der Firma Bauer in Erkenbrechtsweiler eine große Freiflächen-Photovoltaik-Anlage zu errichten. „Dies wäre ein weiterer wichtiger Beitrag zur Energiewende“, erklärte Bauer dem Grünen-Politiker Schwarz. „Nur: Wir stoßen auf Widerstände.“ So stünden naturschutzrechtliche Vorschriften einer Genehmigung entgegen, welche auch der anwesende Erkenbrechtsweiler Bürgermeister Roman Weiß unterstützen würde. Es handele sich um einen Zielkonflikt, bei dessen Auflösung man auf die Politik hoffe. Schwarz versprach, sich näher mit dem Thema zu beschäftigen und nach einem Kompromiss zu suchen.

Von Konflikten und Kompromissen konnten dem Fraktionsvorsitzenden auch die Vertreter des Industrieverbandes Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (ISTE) berichten, allen voran Hauptgeschäftsführer Thomas Beißwenger: „Unsere Gesellschaft ist sich mehrheitlich nicht bewusst, wie wichtig die Produktion und der Einsatz heimischer mineralischer Rohstoffe sind, und zwar ökologisch und ökonomisch. Das gilt leider auch für so manchen Politiker.“ Damit, so Beißwenger, sei Schwarz allerdings nicht gemeint, denn er besuche nicht zum ersten Mal Betriebe der Rohstoff-Industrie. Beißwenger: „Wir brauchen einen permanenten Dialog mit allen Beteiligten, und wir brauchen Kompromissbereitschaft.“

Dass Kompromisse grundsätzlich möglich sind, konnte Dr. Bernd Susset, ISTE-Referent für Umweltschutz, Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft, anhand der nach 16 Jahren der Diskussion kürzlich verabschiedeten Mantelverordnung beweisen: „Die Mantelverordnung regelt die massenmäßig wichtigsten Abfallströme: das Recycling von mineralischen Ersatzbaustoffen in technischen Bauwerken – Bauabfälle, Boden, Schlacken, Aschen -, und die Verwertung von Boden in Abgrabungen, also bei der Rekultivierung. Im ersten Fall handelt es sich allein in Baden-Württemberg um 10 Mio. Tonnen jährlich, im zweiten Fall um 22 Mio. Tonnen. Hier ändert sich mit Inkrafttreten der Mantelverordnung im Jahre 2023 Entscheidendes. Das ist den wenigsten Menschen bewusst.“

Andreas Schwarz interessierten in erster Linie die praktischen Konsequenzen des neuen Regelwerkes. Susset erläuterte, dass sämtliche Ländererlasse in diesem Bereich durch die Mantelverordnung in anderthalb Jahren abgelöst würden. Dem habe das von einem grünen Minister geführte Umweltministerium in Stuttgart lobenswerterweise vorgebaut durch Untersuchungskampagnen, welche die praktischen Konsequenzen der neuen Verordnung erforschen sollten. Trotzdem drohe durch höheren Aufwand in der Qualitätskontrolle und Güteüberwachung ein deutlich größerer bürokratischer Aufwand, so Susset.

Deshalb könne eine erfolgreiche Umsetzung der Mantelverordnung nur gelingen, wenn Politik, Verwaltungsvollzug und Industrie an einem Strang zögen, so der Geologe. Seine Forderungen: Die öffentliche Hand müsse ihre Vorbildfunktion wahrnehmen, insbesondere bei produktneutralen Ausschreibungen. Susset: „Wir brauchen jetzt Akzeptanz für Ersatzbaustoffe, und zwar nicht nur für die beste Qualität RC-1, sondern auch für den umweltgerechten Einsatz von RC-2- und RC-3-Material. Die Einbauweisen sind klar geregelt.“

Angebote zur praktischen Umsetzung der Mantelverordnung seitens des ISTE und des Qualitätssicherungssystem Recycling-Baustoffe Baden-Württemberg e. V. (QRB), deren Geschäftsführer Susset ist, lägen vor. Schwarz sprach sich dafür aus, frühzeitig ein Expertengremien zu bilden, um klare Handlungshilfen zu entwickeln.

Jochen Roeder, ISTE-Referent für Bürgerbeteiligung, Biodiversität, Arten- und Gebietsschutz, erläuterte dem Grünen-Fraktions-Chef die Bedeutung von Abbaustätten für den Natur- und Artenschutz: „Es ist bei Biologen und auch bei Naturschutzverbänden inzwischen unstrittig, dass dezentrale Gewinnungsstätten für den Biotopverbund ein unschätzbares Gewicht haben. Dabei spielt auch das Thema ‚Natur auf Zeit‘ eine gehörige Rolle. Amphibien wie die bedrohte Gelbbauchunke etwa brauchen zur Vermehrung Flachgewässer, wie sie die Pfützen in den Fahrspuren der SKW und LKW in den Steinbrüchen darstellen. Die gibt es aber nur übergangsweise.“

Dass Abbau von Rohstoffen, Tierpopulation und Artenvielfalt durchaus miteinander vereinbar sind, konnte Gastgeber Wolfgang Bauer dem Landespolitiker am Beispiel von Uhus verdeutlichen: „Auch wir haben Uhus in unseren Steinbrüchen. Die siedeln sich dort an, wo etwas los ist und sie Beute finden. Die lauern manchmal unmittelbar neben einer arbeitenden Planierraupe und lassen sich nicht stören!“

Blicke hinter die Kulissen der Rohstoff-Industrie und Einblicke für einen hochrangigen Landespolitiker in die praktische Lebenswelt von Baustoffproduzenten und von Raubvögeln. Ausbeute einer Bildungsreise der besonderen Art.

Quelle: Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.V.

Kongress der Mineralischen Rohstoffindustrie – natürlich innovativ!

Vom 24. bis 26. November 2021 findet das ForumMIRO erneut in Berlin statt. Die vom Bundesverband Mineralische Rohstoffe (MIRO) getragene Leitveranstaltung der deutschen Kies-, Sand-, Quarzsand- und Natursteinindustrie ist der wichtigste Treffpunkt für Akteure und Partner der heimischen Produzenten dieser für das Baugeschehen und andere Industrien wichtigen Grundstoffe. Den fachlichen Austausch im Rahmen der Veranstaltung bereichern zahlreiche Gäste aus Politik, Behörden, Instituten und Forschungseinrichtungen. Eine Fachausstellung der zuliefernden Industrien und Dienstleister rundet die Kongress-Veranstaltung ab.

...Nach einer Zwangspause für sämtliche Veranstaltungen der Art und Größe des ForumMIRO rückt nun dessen elfte Durchführung in greifbare Nähe. Das Programm steht, die gebotenen Inhalte sind vielversprechend. Als Leitveranstaltung der deutschen Gesteinsindustrie behält das ForumMIRO seine politische Ausrichtung auf der einen, und die fachlich-technische Ausrichtung auf der anderen Seite bei. Mit hochkarätigen Angeboten werden verschiedene Interessen adressiert. Neu ist dabei erstmals die straffe Ausrichtung auf das Generalthema Klimaschutz sowohl der Plenarrunde als auch der Workshopreihe A. Damit erhält dieses breitgefächerte Zukunftsthema neben Technik und Digitalisierung (Workshopreihe B) einen maximal prominenten Platz im Programm.

Zum Einstieg in die informationsgeladenen Tage bietet erneut der politische Abendauftakt in Form einer professionell moderierten Podiumsdiskussion reichlich Diskussionsstoff schon am ersten Tag des Kongresses. Unter der Überschrift: „Wie bauen wir unsere Zukunft – klimagerecht und bezahlbar?“ werden Positionen von Parteien, Gewerkschaft und Industrie eingefordert, abgeklopft sowie einer Folgenabschätzung auf dem Podium und im Plenum unterzogen.

Nach der offiziellen Eröffnung am Folgetag,25. November 2021, durch den MIRO-Präsidenten, widmet sich Rainer Wieland in einem Politischen Grußwort der Frage: „Europa: Guter Deal auch mit Green Deal!?“ Als Vizepräsident des Europäischen Parlaments und interner Kenner der Geschichte dieses Grundsatzpapiers wird er dessen Vorteile zu betonen wissen.

Für die Festansprache konnte der Klimaforscher Prof. Dr. Markus Rex gewonnen werden. Er leitet nicht nur die Atmosphärenforschung des Alfred-Wegener-Instituts Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung und ist Professor für Atmosphärenphysik an der Uni Potsdam, sondern verbrachte zusammen mit Wissenschaftlern 37 unterschiedlicher Nationalitäten ein ganzes Jahr im arktischen Eis, um hier Klimaveränderungen auf die Spur zu kommen.

Vor dem Hintergrund der gebotenen Corona-Vorgaben wird die Veranstaltung von einer Fachausstellung flankiert. Auch das 2019 erstmals angebotene Kennenlern-Treffen junger Fach- und Führungskräfte wird als separater Programmpunkt weitergeführt.

Detaillierte Informationen und das Programm sind unter den angegebenen Internetadressen verfügbar.

www.forummiro.de

www.bv-miro.org

Quelle: BV MIRO/gsz


Recycling

PreZero übernimmt Recyclingunternehmen Wolfanger in Neunkirchen

Die PreZero Gruppe hat – mit wirtschaftlichem Übergang zum 1. Januar 2021 – das Recyclingunternehmen Wolfanger im saarländischen Neunkirchen übernommen.

Das 1969 gegründete Familienunternehmen verfügt über einen modernen Standort und betreut mit insgesamt 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in erster Linie Gewerbe- und Industriekunden sowie private Auftraggeber.

...Stephan Garvs, Geschäftsführer der PreZero Deutschland: „Wolfanger ist in geographischer Hinsicht eine echte Ergänzung, denn PreZero war mit seinen Umweltdienstleistungen bisher im Saarland nicht aktiv. Fachlich passen alle Dienstleistungen – auch die Akten- und Datenträgervernichtung – optimal zu unserem bestehenden Angebot. Jetzt gilt es vor allem, die neuen Kolleginnen und Kollegen, die bei Kunden und Partnern als exzellente Fachleute geschätzt werden, schnell in unser Unternehmen zu integrieren.“

Für den bisherigen Inhaber Werner Wolfanger waren beim Verkauf vor allem die Perspektiven für die Belegschaft wichtig: „PreZero hat uns in guten Gesprächen ein vielversprechendes Entwicklungspotential aufgezeigt.“ Auch Jürgen Wolfanger, der die Geschäfte des Unternehmens führen wird, ist zufrieden: „Wir freuen uns sehr, dass wir unser fachliches Knowhow künftig in dieses dynamische Unternehmen einbringen können.“

Quelle: bvse

Klimaschutz wird aus Schrott gemacht: Die BDSV und Alfa Recycling München im Gespräch mit Dieter Janecek MdB (Bündnis 90/ Die Grüne

Der Einsatz von Schrott als Rohstoff der Stahlproduktion reduziert Treibhausgasemissionen in erheblichem Umfang und schont endliche Ressourcen. Noch fehlen Anreize für einen höheren Einsatz von Stahlschrott / BDSV-Präsident Andreas Schwenter: „Recycling von Stahlschrott trägt maßgeblich zur Verbesserung des Carbon-Footprints bei. Dieses Klimaschutzpotenzial wurde bisher verkannt. Wir brauchen mehr Unterstützung seitens der Politik und hoffen, dass wir hier Gehör finden.“

...Recycling, Digitalisierung, Dekarbonisierung: Das sind die großen ökologischen Zukunftsthemen, die die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V. (BDSV) mit dem Bundestagsabgeordneten Dieter Janecek (Bündnis 90/Die Grünen) am Montag, den 30.08.2021, diskutierte. Dieter Janecek ist Obmann/Mitglied in den Ausschüssen für Wirtschaft und Energie und Digitale Agenda sowie Mitglied in der Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz“. Mit am Tisch saßen neben Andreas Schwenter, Präsident der BDSV, auch BDSV-Hauptgeschäftsführer Thomas Junker sowie die Gastgeber Karl-David Schlehenkamp und Ursula Althoff, beide Mitglieder der Geschäftsleitung des Münchner Entsorgungsfachbetriebs ALFA Recycling. Im Fokus des Gesprächs: Das CO2-Einsparpotenzial von Recyclingrohstoffen im Bereich Stahlschrott und Honorierungsmöglichkeiten, Förderungen und Investitionsabsicherungen zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft in Deutschland sowie die Sicherung der Rohstoffversorgung und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands durch Stahlschrottrecycling. BDSV-Präsident Andreas Schwenter: „Klimaschutz wird aus Schrott gemacht. Durch eine Tonne Stahlschrott werden Emissionen von 1,67 Tonnen, bei Edelstahlschrott sogar 4,3 Tonnen, CO2 eingespart. Unsere Branche bietet bereits seit Langem hochwertigen Recyclingstahl als reale ressourcen- und klimaschonende Alternative. Wenn wir wirklich klimaneutral wirtschaften wollen, brauchen wir eine gesetzlich festgeschriebene Mindesteinsatzquote von Stahlschrott in der Stahlproduktion, Investitionen in Zukunftstechnologien der Kreislaufwirtschaft und steuerliche Anreize für Unternehmen, verstärkt Sekundärrohstoffe einzusetzen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung wäre es, vereinfachte und beschleunigte Genehmigungsverfahren für Stahlrecyclingunternehmen einzuführen.“

Den anschaulichen Rahmen für das Gespräch bot das Firmengelände von ALFA Recycling, einer der größten Schrottplätze in Bayern und zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb im Westen Münchens. Nach der Aufbereitung werden die Schrotte von dort aus an die rohstoffverarbeitende Industrie in ganz Europa geliefert. Karl-David Schlehenkamp und Ursula Althoff führten durch den Betrieb und betonten sowohl die Notwendigkeit eines flächendeckenden Netz- und Breitbandausbaus zur Gewährleistung reibungsfreier Betriebsabläufe als auch die Relevanz eines engmaschigen Schienennetzes: „Hauptabsatzmarkt für bayerische Schrotte ist Norditalien. Das bedeutet, positive Effekte für die Klimabilanz Deutschlands und Europas, die sich auch wirtschaftlich lohnen, erzielen wir insbesondere durch einen schnellen weiteren Ausbau des Schienennetzes. Denn Schrott gehört auf Schienen, nicht auf die Straße.“

Quelle: BDSV


Asphalt

55 Stunden, 2000 Tonnen Asphalt und Dreischichtbetrieb für mehr Lärmschutz

Im Zuge des Ausbaus der A7 auf sechs bzw. acht Fahrstreifen sind seit 2014 Bauarbeiten für mehr Lärmschutz im Gange. Drei Lärmschutztunnel werden gebaut, die die Autobahn überdeckeln. Auf den Abschnitten, wo keine Lärmschutztunnel entstehen, wird daher sukzessive offenporiger Asphalt – kurz OPA genannt - eingebaut, der eine lärmmindernde Funktion hat.

...OPA ist eine besondere Form einer Deckschicht, die mehr Hohlräume hat und somit Rollgeräusche abfangen – den Lärm also „schlucken“ kann. Dadurch, dass ca. 20% des Volumens sind Hohlräume sind, funktioniert auch die Entwässerung besser.

Die DEGES plant gemeinsam mit den Auftragnehmern und Nachunternehmern seit einem Jahr die 55-Stunden Sperrung, denn die Baustellen-Logistik ist eine große Herausforderung: allein 45 Transportfahrzeuge sind im Einsatz, die in mehreren Umläufen den erforderlichen Bedarf an Einbaumaterial, ca. 370 Tonnen pro Stunde, zur Baustelle fahren. Die erforderliche Asphaltmenge für die rund 26.000 Quadratmeter wird in vier um und in Hamburg befindlichen Asphaltwerken hergestellt - das entspricht einer Fläche von etwa 4 Fußballfeldern. Um die spätere Entwässerung der Fahrbahnoberfläche zu gewährleisten, wird der OPA mit einer durchgängigen Einbaubreite von über 22 Metern je Fahrtrichtung eingebracht. Dafür waren 3 große Beschicker und Fertiger nebeneinander im Einsatz

Bereits am Freitagabend um 22 Uhr fingen die Arbeiten an. Mit 7 Groß- und 3 Klein-Fräsen wurden mehr als 12.000qm Deckschicht abgefräst und die Markierungen entfernt.

Samstag früh waren beide Richtungsfahrbahnen abgefräst und auf der südlichen Fahrbahn wurde der Asphalt aufgetragen. Für Karina Fischer, die das Projekt für die Niederlassung Nord zusammen mit den Kollegen der DEGES und den Ingenieurbüros koordiniert, lief alles im Plan: „Die Arbeiten auf der A 7 sind voll planmäßig. Wir haben die Fräsarbeiten Freitagnacht abschließen können und der Asphalteinbau im Bereich Süd sind wie geplant in Arbeit. Jetzt werden die Fertiger und Walzen auf die andere Fahrbahnseite umgesetzt. Wir sind total glücklich! Die Jungs und Mädels hier vor Ort machen einen guten Job und die Verkehrslage ist besser als erwartet – wir sind aktuell sehr zufrieden.“

Noch bis zu 30 Stunden muss der Asphalt auskühlen und aushärten – das bedeutet aber nicht, dass die Arbeiten in der Zeit stillstehen. Noch bis Montag früh werden Restarbeiten an 16 Schachtdeckeln, Brückenprüfungen und die Markierungsarbeiten vorgenommen.

Zum Glück spielte das Wetter mit, denn der OPA muss bei trockenem Wetter und durchgängig warmen Temperaturen eingebracht werden, um den Asphalt langlebig, qualitativ hochwertig herzustellen und die lärmmindernden und entwässernden Eigenschaften (verminderte Gischtbildung) in Gänze gewährleisten zu können. Zudem sind die umfänglichen Demarkierungs- und anschließenden Markierungsarbeiten ebenfalls stark witterungsabhängig.

Am Montag wurde die Strecke kurz vor 5 Uhr freigegeben und der Verkehr auf der Strecke kann wieder rollen - Dank einer guten Planung und einem super Team!

Quelle: Die Autobahn GmbH des Bundes


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