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Meldungen der Woche

HDB: Verkehrswende-Ziele drohen zu scheitern

Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, hat sich zur Haushaltsbereinigungssitzung vom 10. November 2022 im Deutschen Bundestag geäußert. Er sagt: „Der enorme Preisanstieg bei Baumaterial und Energie schwächt die reale Investitionskraft, auch am Bau. Schon heute verzeichnen wir bei Bauleistungen Preissprünge von fast 20 Prozent. Das gibt Anlass zur Sorge. Denn: Bei gleichen Investitionsbudgets können so weniger Projekte umgesetzt werden als vorgesehen. Die Ziele der Verkehrswende, wie der Ersatz von 400 Brücken im Jahr, drohen zu scheitern. Angesichts maroder Straßen, Schienen und Wasserstraßen müssen die Investitionslinien für die drei Verkehrsträger entsprechend der Preisentwicklung aufgestockt und dadurch der notwendige Ausbau und Erhalt der Bundesverkehrsinfrastruktur sichergestellt werden. Für eine gute Mobilität, für die Sicherung des Wirtschaftsstandortes. Gleichzeitig sind Infrastrukturinvestitionen aus volkswirtschaftlicher Sicht eine Stütze der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland.“

...Zum Hintergrund, um die Situation zu verdeutlichen: Für die Bundesautobahnen sind für 2023 etwa 5,5 Milliarden Euro vorgesehen, ähnlich wie 2021 und 2022. Angesichts der genannten Preissteigerungen müsste dieses Budget aber um eine Milliarden Euro aufgestockt werden, um alle Ausbau- und Erhaltungsprojekte, gerade im Brückenbereich, finanzieren zu können. Aktuell werden jedoch die für das Brückenbauprogramm vorgesehen Mittel von circa 950 Millionen Euro komplett durch die Preissteigerung aufgezehrt, ohne eine zusätzliche Brücke instandsetzen zu können. Das Ziel des Ersatzneubaus von 8000 Auto­bahnbrückenbauwerken ist so nicht erreichbar.

Im Bereich Schiene ist ebenfalls eine Erhöhung der Mittel um rund 20 Prozent zwingend erforderlich. Diese Mittel sind allerdings im Haushaltsentwurf ebenso wenig hinterlegt wie die Mittel für die angekündigte Generalsanierung der Hochleistungskorridore. Der Ausbau dieser Hochleistungskorridore darf aber nicht zulasten anderer Maßnahmen gehen, wenn die angestrebten Ziele beim Ausbau der Schienenstruktur erreicht werden sollen.

Besonders deutlich fallen die Kürzungen bei den Bundeswasserstraßen aus: 2023 sollen die Investitionen laut Haushaltsentwurf ein Volumen von 1,049 Milliarden Euro haben und damit um rund 25 Prozent gekürzt werden. Auch wenn das Rekordhoch von 2022 maß­geblich auf das Großprojekt Schleusenneubau Brunsbüttel zurückzuführen ist, liegen auch hier Anspruch und Realität weit auseinander. Gleichzeitig zeigt die Niedrigwassersituation, dass unsere Wasserstraßen wenig resilient auf die Klimaveränderungen angepasst sind, weshalb eine Kürzung doppelt ins Gewicht fällt.

Quelle: HDB; Bildquelle: pixabay

Ausgezeichnet: Deutschlands beste Bau-Nachwuchstalente

Die Gewinnerinnen und Gewinner der 71. Deutsche Meisterschaft in den Bauberufen stehen fest: Knapp 60 Handwerksgesellen und -gesellinnen traten in acht Gewerken an. Mit einer festlichen Abschlussveranstaltung ging am Montagabend in Berlin die 71. Deutsche Meisterschaft der Bauberufe nach drei Wettkampftagen zu Ende. In sechs Wettbewerbsdisziplinen wurden die besten Handwerksgesellen und -gesellinnen Deutschlands gekürt.

...Bei den Straßenbauern ging die Goldmedaille im Wettbewerb an Tom Schmutzler (20) aus Zwickau (Sachsen). Silber erzielte Jan Niclas Zinselmeyer (20) aus Hamburg. Bronze gewann Lars Schwarz (21) aus Diemelsee (Hessen).

Deutscher Meister der Beton- und Stahlbetonbauer und damit Goldmedaillengewinner wurde Linus Glas (21) aus Velburg (Bayern). Die Silbermedaille ging an Christian Schweitzer (21) aus Monschau (Nordrhein-Westfalen). Bronze gewann Tim Nobis (20) aus Schwarzburg (Thüringen).

Im Wettbewerb der Brunnenbauer holte Thomas May (20) aus Windelsbach (Bayern) die Goldmedaille, bei den Estrichlegern ging sie an Julius Dischinger (21) aus Pfaffenweiler (Baden-Württemberg). Deutscher Meister der Fliesenleger und damit Gewinner der Goldmedaille ist Robin Liebler (20) aus Bad Boll (Baden-Württemberg). Deutscher Meister der Maurer wurde Leon Allendorf (21) aus Schlitz (Hessen). Silas Hildebrand (19) aus Fronreute (Baden-Württemberg) erkämpfte sich die Goldmedaille im Wettbewerb der Stuckateure. Deutscher Meister der Zimmerer wurde Pascal Frauendorf (22) aus Zwenkau (Sachsen).

Seit 2012 hat die Bauwirtschaft mehr als 200.000 Beschäftigte zusätzlich eingestellt und die Ausbildungszahlen um rund 20 Prozent gesteigert. Trotzdem fehlen dem Bau bis 2030 altersbedingt 120.000 Fachkräfte. Als größter und ältester Bauverband in Deutschland macht der Zentralverband Deutsches Baugewerbe mit der Deutschen Meisterschaft in den Bauberufen auf die hohe Qualität in der beruflichen Bildung am Bau und die Ausbildungsleistungen der Unternehmen des Baugewerbes aufmerksam. Der Wettbewerb dient der Förderung von Fachkräften und bietet den besten Nachwuchsprofis des Baus eine Bühne.

80 Prozent der Branchenlehrlinge in Deutschland werden den baugewerblichen Unternehmen ausgebildet. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dem Wettbewerb zeigen, dass mit einer Ausbildung am Bau der Grundstein für eine erfolgreiche Branchenkarriere gelegt ist. Ohne die hohe Qualität in der Berufsbildung am Bau wäre das nicht möglich“, sagte ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa nach der Siegerehrung. Gastgeber des vom ZDB ausgerichteten Wettbewerbs war der Lehrbauhof Berlin, Berufsförderungswerk der Fachgemeinschaft Berlin und Brandenburg gGmbH.

Quelle: ZDB; Bildquelle: Petra Reidel



Mineralische Rohstoffe

Studie zur Ressourcenschonung in der Zement- und Betonherstellung veröffentlicht

Neben dem Klima- und Artenschutz gehört die Schonung natürlicher Ressourcen zu den großen ökologischen Herausforderungen unserer Zeit. Dabei steht auch die Zement- und Betonherstellung im Fokus, auf die etwa ein Fünftel des Primärrohstoffeinsatzes in Deutschland entfällt. „Als Branche sind wir uns dieses enormen Bedarfs bewusst und sind bereit, Verantwortung für einen noch schonenderen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu übernehmen“, sagt Christian Knell, Präsident des Vereins Deutscher Zementwerke (VDZ). Wie ein Szenario 2050 zur weiteren Reduzierung des Primärrohstoffeinsatzes aussehen kann, zeigt die neue VDZ-Studie „Ressourcen der Zukunft für Zement und Beton – Potenziale und Handlungsstrategien“, die jetzt veröffentlicht wurde.

...Ressourcenschonung ist kein Neuland für die deutsche Zement- und Betonindustrie. Bereits heute kommen je nach Verfügbarkeit verschiedene Neben- und Recyclingprodukte zum Einsatz, mit deren Hilfe mehr als zehn Millionen t Primärrohstoffe pro Jahr eingespart werden. „Vor allem Hüttensand aus der Roheisenherstellung und Flugasche aus der Kohleverstromung spielen eine große Rolle“, erläutert VDZ-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Schneider. „Beides sind jedoch Stoffe, die uns mit Blick auf die Dekarbonisierung der Industrie perspektivisch in deutlich geringerem Maße oder gar nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Es braucht daher Alternativen“, so Schneider weiter.

Anhand eines ambitionierten Szenarios zeigt die Studie, welche Einsparungen natürlicher Ressourcen entlang der Wertschöpfungskette von Zement und Beton bis zum Jahr 2050 unter bestimmten Voraussetzungen erreicht werden können. Demnach wäre es möglich, mit 41 Prozent weniger mineralischen Primärrohstoffen wie Kalkstein, Kies und Naturstein auszukommen. Ein Schlüssel dazu ist der Einsatz von Recyclingmaterialien, die aus dem Rückbau von Bauwerken bzw. des darin verbauten Betons gewonnen werden. Bei der Aufbereitung des Materials entstehende feine Brechsande können in der Klinker- und Zementherstellung eingesetzt werden. Die gröberen Bestandteile finden als Recycling-Gesteinskörnung in der Betonherstellung eine neue Verwendung. Hierin liegt im betrachteten Szenario auch das größte Potenzial zur Schonung natürlicher Ressourcen entlang der Wertschöpfungskette von Zement und Beton.

Als Voraussetzungen für eine ressourcenschonende Betonbauweise benennt die Studie eine Reihe zentraler Handlungsfelder. So bedarf es eines nachhaltigen Stoffstrommanagements, um verbaute Materialien systematisch zu erfassen und wieder in den Kreislauf zu bringen. Zudem ist ein wirksamer politischer Instrumentenmix notwendig, der ein kontinuierliches Angebot an Recycling-Baustoffen und eine Nachfrage nach ressourcenschonendem Bauen fördert. „Neben dem technischen und politischen Rahmen wird es auch maßgeblich darauf ankommen, dass wir diese Fragen entlang der gesamten Wertschöpfungskette Bau und im Schulterschluss gemeinsam angehen. Nur so entsteht ein gegenseitiges Verständnis für die jeweiligen Herausforderungen und Möglichkeiten zur Ressourcenschonung“, betont Martin Schneider. Nicht zuletzt ist auch die Sicherung heimischer Primärrohstoffe ein wichtiges Handlungsfeld. Denn selbst in einer ambitionierten Kreislaufwirtschaft werden natürliche Ressourcen den Großteil des Rohstoffbedarfs für Zement und Beton decken.

Christian Knell ist zuversichtlich, dass es der Branche gelingen wird, zur Ressourcenschonung, aber auch zum Klimaschutz in den kommenden Jahren wichtige Beiträge zu liefern. „Beide Ziele gehen Hand in Hand miteinander. Dort, wo wir weniger Material einsetzen können, wird auch entsprechend weniger CO2 emittiert“, sagt der VDZ-Präsident. Zudem würden beide Themen auch unter dem Dach des VDZ mit viel Zugkraft vorangebracht, wie auch Martin Schneider betont: „Es ist uns und der Industrie ein großes Anliegen, unserer Verantwortung in Sachen Ressourcenschutz gerecht zu werden. Als VDZ können wir hier mit zahlreichen Forschungsprojekten einen wichtigen Beitrag leisten.“

Die gesamte VDZ-Studie „Ressourcen der Zukunft für Zement und Beton – Potenziale und Handlungsstrategien“ steht unter www.vdz-online.de/ressourcenschonung zum Download zur Verfügung.

Quelle: www.vdz-online.de

Heidelberg Materials trotzt hohen Energiekosten

Das dritte Quartal war für Heidelberg Materials ein starkes Quartal. Mit konzernweiten Energiesparmaßnahmen, Kostendisziplin und Preisanpassungen haben wir weiter gestiegene Energie- und Rohstoffpreise überstanden und unser Ergebnis aus laufendem Geschäft auf dem Niveau des dritten Vorjahresquartals gehalten", sagt der Vorstandsvorsitzende Dr. Dominik von Achten (Foto). „Das Umfeld bleibt herausfordernd. Aufgrund der weltweit hohen Inflation und der anhaltend volatilen Preisentwicklung im Energiesektor rechnen wir in den kommenden Monaten mit einer leichten Abschwächung der Nachfrage, insbesondere im Wohnungsbau. Das dritte Quartal hat aber gezeigt, dass wir darauf gut vorbereitet sind.“

...Von Achten weiter: „Wenn es um Nachhaltigkeit geht, ebnen wir den Weg in unserer Branche. Bereits 2024 werden wir als erstes Unternehmen unserer Branche klimaneutralen Zement und Beton anbieten. Im dritten Quartal 2022 haben wir bereits unser achtes großes CCUS-Projekt in Mitchell, USA, gestartet. Unsere ambitionierten Klimaziele werden derzeit von der SBTi validiert, um die Einhaltung des 1,5°C-Szenarios zu bestätigen. Unsere neue Unternehmensmarke Heidelberg Materials hilft uns, diese Initiativen weltweit zu koordinieren und mit viel Elan voranzutreiben.“

In den ersten neun Monaten 2022 ging der Absatz in allen Geschäftsbereichen aufgrund der Konsolidierung und der wirtschaftlichen Auswirkungen des russischen Krieges gegen die Ukraine auf die europäische Wirtschaft zurück.Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 12,9 Prozent auf 15.802 (i.V.: 13.996) Millionen Euro. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Wechselkurseffekten betrug der Anstieg 12,3 Prozent. Insbesondere Preiserhöhungen in allen Konzernbereichen trugen zum Umsatzwachstum bei. Im dritten Quartal 2022 stieg der Umsatz deutlich auf 5.852 Millionen Euro (+15,7 bzw. +13,7 Prozent auf vergleichbarer Basis).

Die Nachfrage nach Baustoffen schwächt sich leicht ab, unter anderem aufgrund der Inflation und der weltweit steigenden Zinsen. Die Energie- und Rohstoffmärkte sind nach wie vor sehr volatil. Heidelberg Materials begegnet dieser Situation mit einem weiterhin strikten Kostenmanagement und laufenden Preisanpassungen.

Vor diesem Hintergrund hat das Unternehmen seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2022 präzisiert. Heidelberg Materials rechnet weiterhin mit einem starken Umsatzanstieg (auf vergleichbarer Basis) gegenüber dem Vorjahr und rechnet nun mit einem laufenden operativen Ergebnis zwischen 2,35 und 2,55 Milliarden Euro (Ausblick Geschäftsbericht 2021: leichter Anstieg; Ausblick Halbjahresfinanzbericht: leichter Rückgang).

Quelle: Heidelberg Materials; Bildquelle: Lossen Fotografie Heidelberg


Recycling

ITAD: Trauer um Carsten Spohn

Carsten Spohn, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland e.V. (ITAD), ist „plötzlich und unerwartet“ am 4. November 2022 gestorben. Alle die ihn kannten, seien „tief erschüttert und traurig“, heißt es auf der Homepage der ITAD. Spohn hinterlasse „eine große Lücke, die schwer zu schließen ist. In dieser schwierigen Zeit gilt unser ganzes Mitgefühl seiner Familie und Freunden“, ist dort weiter zu lesen.

...Der seit 2007 amtierende Geschäftsführer des Verbandes wurde 53 Jahre alt. Spohn hatte seit 2017 16 Jahre lang die Geschäfte der ITAD geführt. Er kam von der Kreis Weseler Abfallgesellschaft mbH & Co. KG, wo er als späterer Abteilungsleiter Abfallwirtschaft die Projektleitung beim Bau und der Inbetriebnahme eines modernen Abfallentsorgungszentrums innehatte. Der auch beim Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt und der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) gefragte Abfallwirtschafts-Experte  hatte thermische Verfahrenstechnik und Umweltverfahrenstechnik studiert. Neben der ITAD-Geschäftsführer-Position fungierte Spohn als Vizepräsident sowie Mitglied mehrerer Arbeitsgruppen der CEWEP (Confederation of European Waste to Energy Plants).

Quelle: ITAD

Chemisches Recycling: Greenwashing oder Durchbruch?

Immer mehr Unternehmenspartnerschaften aus dualen Systemen, Chemieunternehmen und Verpackungs- oder Lebensmittelkonzernen melden einen Durchbruch beim chemischen Recycling. Auf deutliche Kritik stößt diese Darstellung jedoch beim bvse-Fachverband Kunststoffrecycling. Bei diesen Pressemitteilungen werde, bemängelt der bvse, die Materialausbeute bei der chemischen Behandlung der Abfälle, meist Pyrolyse-Verfahren, nicht quantifiziert. Zudem werde auch nicht mitgeteilt, wie hoch der Anteil des Pyrolyseöls anschließend bei der Herstellung der neuen Verpackungen und Produkte überhaupt ist.

...Das würde auch das positiv gemalte Bild deutlich trüben, mutmaßt der Recyclingverband, weil der Pyrolyse-Prozess nicht nur äußerst energieaufwändig ist, sondern auch die Prozessverluste enorm hoch sind. Am Ende erhalte man zwar Pyrolyseöl, aus dem dann, wenn es denn tatsächlich dafür geeignet ist, in weiteren Verfahrensschritten und nur zu einem geringen Anteil auch Polyethylen und Polypropylen zurückgewonnen werden kann. „Hier von einem Closed-Loop-Verfahren zu sprechen, ist nichts anderes als Schönfärberei oder neudeutsch Greenwashing", sagt Dr. Dirk Textor, Vorsitzender des bvse-Fachverband Kunststoffrecycling.

Es werde auch nicht deutlich gemacht, dass Sortierreste, Shredderleichtfraktionen oder Rejects aus dem Recycling für die chemische Aufbereitung im Grunde überhaupt nicht geeignet sind. Kunststoffe mit Sauerstoff, Stickstoff oder Chlor, wie PET, PA, PC, PVC und PU, sind für dieses Verfahren ebenfalls kein einsetzbares Input-Material. "Im Grunde bleiben nur die Polyolefine und genau die eignen sich hervorragend für das werkstoffliche Recycling", erklärt Textor.

bvse-Experte Dr. habil. Thomas Probst bemängelt zudem, dass weder die Verfahrenskosten noch der Energieaufwand und schon gar nicht der CO2-Ausstoß des Pyrolyseverfahrens thematisiert werde. Probst: „Wir sind offen für neue Verfahren, aber es wäre jetzt wirklich einmal an der Zeit, dass die Fakten auf den Tisch kommen, damit objektiv geklärt werden kann, wo wir verfahrenstechnisch stehen und ob wir es hier wirklich mit einem ökologischen Projekt der Kreislaufwirtschaft zu tun haben." Dazu ergänzt Textor: „Solange das nicht geschieht, muss man davon ausgehen, dass es in erster Linie darum geht, die Bemühungen für effizientes Design for Recycling zu konterkarieren."

Quelle: bsve


Asphalt

Ausgezeichnete Zielgruppenspezifität

Das Health Management der Strabag-Gruppe Deutschland hat beim Corporate Health Award 2022 den Sonderpreis für Zielgruppenspezifität gewonnen. Johannes Burchard, Teamleiter des Strabag Health Managements und Niklas Magerl, Koordinator im Strabag Health Management Deutschland, nahmen die Auszeichnung bei der Preisverleihung in Königswinter entgegen.

...„Nicht immer ist es leicht, gesundheitsfördernde Maßnahmen der richtigen Zielgruppe in geeigneter Weise zu vermitteln. Daher freuen wir uns umso mehr, dass unser Engagement der letzten Jahre bei den Mitarbeiter:innen der Strabag-Gruppe ankommt und das Strabag Health Management nun sogar mit dem Sonderpreis für Zielgruppenspezifität honoriert wird“, freut sich Johannes Burchard über die erneute Auszeichnung.

Christian Hattendorf, Arbeitsdirektor und Vorstandsmitglied der Strabag AG, Köln, betont: „Die letzten beiden Jahre der Pandemie haben einmal mehr deutlich gemacht, wie wichtig die betriebliche Gesundheitsförderung ist. Mit dem hervorragenden und zielgruppengerechten Angebot unseres Health Managements werden wir dieser Verantwortung gerecht.“

Das Health Management der STRABAG bietet rd. 2.300 Gesundheitsaktionen, darunter Präventionskurse, Screenings, Workshops, Online-Veranstaltungen, Sensibilisierungskampagnen für Führungskräfte, Kurse für gewerbliche Mitarbeiter:innen, Bewegte Pausen an den Bürostandorten sowie externe Beratungsangebote bei sensiblen Themen. 2021 wurden konzernweit rund 42.000 Teilnahmen erreicht. Erfolgreich ist auch das Gesundheitsmobil für gewerbliche Mitarbeiter:innen, das allein 2021 an 350 Standorten Screenings durchgeführt hat.

Quelle: Strabag

„Tankeschön“ für klimafreundliche LKW

Bundesminister Dr. Volker Wissing hat den „Fortschrittsbericht zum Gesamtkonzept klimafreundliche Nutzfahrzeuge“ vorgestellt. Daten der Fahrzeughersteller zeigen erstmalig, dass die prognostizierten Absatzzahlen schwerer Nutzfahrzeuge mit Batterie- und Brennstoffzelle in den kommenden Jahren sehr stark ansteigen werden. 2030 sollen demnach bereits drei Viertel der neu zugelassenen Nutzfahrzeuge der Gewichtsklasse ab zwölf Tonnen emissionsfrei sein. Vor diesem Hintergrund soll ein initiales Lade- und Wasserstofftankstellennetz für die Null-Emissions-Logistik aufgebaut werden, sagte Wissing auf der „Fachkonferenz Klimafreundliche Nutzfahrzeuge“ des BMDV.

...Der Masterplan Ladeinfrastruktur II sieht vor, ein öffentliches Ladenetz für E-Lkw an Autobahnen aufzubauen. Die Ladeinfrastruktur soll bedarfsgerecht verfügbar sein und sich in die bestehenden Logistikprozesse einfügen. Für den Aufbau und Betrieb von Ladestationen müssen private Investitionen mobilisiert werden. Dafür braucht es langfristig tragfähige Geschäftsmodelle. Bereits in 2023 wird das BMDV eine erste Ausschreibung zur Errichtung eines initialen Ladenetzes veröffentlichen, von dem ausgehend das weitere Netz aufgebaut wird. Darüber hinaus soll mit dem Aufbau eines Grundnetzes an Tankstellen für Wasserstofffahrzeuge begonnen werden, damit die Infrastruktur vorbereitet ist, wenn entsprechend der Prognosen der Hersteller in der zweiten Hälfte der 2020er Jahre Brennstoffzellen-Lkw auf den Markt kommen.
Mit der „Fachkonferenz Klimafreundliche Nutzfahrzeuge“ brachte das BMDV erstmals Politik, Hersteller, Anwender und Infrastrukturbetreiber zusammen. Rund 800 Personen, davon etwa 200 vor Ort in Berlin, diskutierten Perspektiven, Rahmenbedingungen und Maßnahmen für emissionsfreie Nutzfahrzeuge in Deutschland und Europa.

Nach den Zielen der Bundesregierung soll bis 2030 ein Drittel der Fahrleistung im schweren Straßengüterverkehr elektrisch erbracht werden. Dafür hat das BMDV bereits im Jahr 2020 das „Gesamtkonzept klimafreundliche Nutzfahrzeuge – Mit alternativen Antrieben auf dem Weg zur Nullemissionslogistik auf der Straße“ vorgelegt. Im Gesamtkonzept sind Maßnahmen dargestellt, wie die Ziele der Bundesregierung erreicht werden können. Diese umfassen die Fahrzeugförderung, die Steuerung des Infrastrukturaufbaus und die Schaffung eines zielgerichteten regulatorischen Rahmens.

Quelle: BMDV; Bildquelle: Dan Boman/Scania


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