Doppstadt schließt eine entscheidende Lücke in der Aufbereitung von unterschiedlichen Stoffströmen wie beispielsweise Baustellenmischabfall, Gewerbeabfall und Sperrmüll: In Kooperation mit der RTT System GmbH entwickelte das Unternehmen den semi-mobilen, modularen Sensorsortierer IMS 2. Die Lösung kombiniert erstmals moderne High-End-Sortiertechnik mit der Flexibilität mobiler Anlagen.
Hinter dieser Innovation steht eine strategische Partnerschaft, in der beide Unternehmen ihre spezifischen Kernkompetenzen gebündelt haben. „Die Zusammenarbeit verlief in Rekordzeit und auf absoluter Augenhöhe“, erklärt Dr. Phillip Nellessen, Geschäftsführer von Doppstadt. Dieser partnerschaftliche Ansatz ermöglichte es, technologische Expertise und Markterfahrung effizient zu vereinen. Hendrik Beel, Geschäftsführer der RTT System GmbH, betont: „Unsere Expertise in der Automatisierung sowie künstlicher Intelligenz und Doppstadts tiefes Verständnis für Maschinen und die Anforderungen der Recycling- und Entsorgungsbranche ergänzen sich perfekt.“
Das Ergebnis der Zusammenarbeit ist der semi-mobile Sensorsortierer IMS 2. Das Herzstück des Systems bildet eine hochmoderne Sensoreinheit. Die Lösung kombiniert vier Detektionsmethoden zur präzisen Identifikation und Ausschleusung von Stoffen. Dabei werden die Daten eines NIR-Sensors, einer 3D-Formerkennung und einer Farbkamera in einem KI-basierten Modul verlustfrei zusammengeführt und ausgewertet. Eine Induktionsschleife zur zuverlässigen Metallerkennung komplettiert das System.
Plug & Play statt aufwendiger Dichtetrennung
Ein entscheidender Vorteil gegenüber herkömmlichen Verfahren wie beispielsweise der Dichtetrennung durch Wasser ist der Wegfall von Abwasserentsorgung und aufwendiger Nachbereitung der Fraktionen. Der IMS 2 ist als „Plug & Play“-Lösung konzipiert: Er lässt sich mühelos in bestehende MMPC-Anlagen („Mobile Modular Processing Concept“) von Doppstadt integrieren, beispielsweise in Kombination mit der Inventhor-Serie und dem neuen SWS 6. Die Einrichtung der Sortierparameter erfolgt individuell nach Kundenwunsch durch RTT und kann bei Bedarf remote angepasst werden.
Der neue Sensorsortierer wurde gezielt für den Einsatz innerhalb des MMPC entwickelt und fügt sich als leistungsstarke Komponente nahtlos in dieses System ein. Während in der Recycling- und Entsorgungsbranche investitionsintensive stationäre Lösungen weiterhin den Standard bilden, bietet Doppstadt mit dem MMPC eine hochwirtschaftliche und rechtssichere Alternative. „Die Verwendung von Standardkomponenten gewährleistet einen hohen Restwert der Maschinen“, erklärt Michael Zeppenfeldt, Vertriebsleiter Deutschland bei Doppstadt. Das Konzept bietet wirtschaftliche Vorteile, sagt Zeppenfeldt: „Durch geringe Investitionen bei gleichzeitiger Erhöhung der Wertschöpfung erreicht das MMPC schnell Rentabilität. Daraus ergibt sich vor allem eines: maximale Wirtschaftlichkeit in der Aufbereitung von unterschiedlichen Stoffströmen.“
Foto: Doppstadt Umwelttechnik GmbH
Bildunterschrift: Hendrik Beel (l.), Geschäftsführer der RTT System GmbH, und Dr. Philipp Nellessen, Geschäftsführer von Doppstadt, freuen sich über die erfolgreiche Zusammenarbeit beider Unternehmen.
Freigelände FM, Stand 709/1