Die Siegerinnen und Sieger des dritten Arbeitsschutzplakatwettbewerbs der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) stehen fest: Aleksandra Borzunova, Channa Chheng und Nina Maria Drangmeister wurden für ihre Plakatserien zum Thema Stolpern, Rutschen, Stürzen (SRS) ausgezeichnet. Der Wettbewerb ist mit insgesamt 6000 Euro dotiert.
Stolpern, Rutschen und Stürzen – scheinbar harmlose Missgeschicke, die jedoch schwerwiegende Folgen haben können. Diese Unfallursachen gehören zu den häufigsten im Alltag und besonders am Arbeitsplatz. Mehr als jeder fünfte meldepflichtige Arbeitsunfall geht auf sie zurück. Studierende der Fachrichtungen Grafikdesign, Visuelle Kommunikation und Kommunikationsdesign waren eingeladen, ihre Ideen künstlerisch aufzubereiten und die gestalteten Plakatentwürfe einzusenden. Denn: Optisch ansprechende Plakate können dabei helfen, für Arbeitssicherheitsthemen zu sensibilisieren und so nachhaltig zu einem verantwortungs- und gesundheitsbewussten Verhalten am Arbeitsplatz zu motivieren.
In diesem Jahr beteiligten sich 138 Studierende von 14 deutschen Hochschulen mit 267 Entwürfen an dem Wettbewerb. Eine Jury aus Hochschulprofessorinnen und Führungskräften der BG RCI wählte aus 70 Finalisten drei Siegerplakatserien aus.
Den ersten Platz sicherte sich Aleksandra Borzunova (3. Semester, Hochschule Rhein-Waal). Ihre Plakatserie, die durch die ungewöhnliche Perspektive (Blick von unten) Dynamik erzeugt und in der Typografie und Illustration präzise ineinandergreifen, hat die Jury am meisten überzeugt.
Platz Zwei ging an Channa Chheng (3. Semester, University of Europe Berlin). Seine typografische Serie erzeugt mit gezielten Eingriffen in Buchstaben und Zeichen prägnante „Stolpermomente“, die zum Nachdenken anregen.
Die Drittplatzierte heißt Nina Maria Drangmeister (5. Mastersemester, Hochschule Trier). Sie erhielt die Auszeichnung für ihre Serie, die auf subtile Verzögerung statt Schockeffekt setzt und damit ein wirkungsvolles Gegenmodell zu reinen Warnbotschaften bildet.
Der Jury gehörten Prof. Gertrud Nolte (Fakultät Gestaltung Würzburg), Prof. Gudrun Müllner (Hochschule Augsburg) und Prof. Iris Utikal (Köln International School of Design) an. Jurymitglieder der BG RCI waren Claudia Hollinger (stv. Hauptgeschäftsführerin), Ulrike Stute (Leiterin Stabsbereich Kommunikation) und Dr. Harald Wellhäußer (Präventionsleiter).
Foto: BG RCI