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Meldungen der Woche

Recht hat er: Adventskränze verbieten!

Gestatten Sie uns diese Woche bitte einen „Blick über den Tellerrand“: Der Chefredakteur des Fokus Money, Frank Pöpsel, hat vergangene Woche einen Leitartikel veröffentlicht, der es verdient, einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu werden:
„Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) will beim Deutschen Bundestag eine Petition für ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen einreichen. Ja, Sie haben richtig gelesen! Die Aktion soll am Aschermittwoch, dem 6. Marz, starten. Ein Hoch auf die deutsche Verbotskultur! Wäre ich nicht katholisch, würde ich aus der Kirche austreten.

…Die Fakten:

1) Der CO2-Ausstoß wird durch eine Geschwindigkeitsbegrenzung nicht maßgeblich beeinflusst: Laut einer Studie des Umweltbundesamts würde sich der CO2-Ausstoß in Deutschland um weniger als ein halbes Prozent verringern.

2) Pauschale Geschwindigkeitsbegrenzungen machen Straßen nicht sicherer. In Deutschland kommen auf eine Milliarde gefahrene Kilometer 3,1 Tote. In Österreich sind es 4,8, in den USA 5,0. In beiden Ländern gelten auf der Autobahn Tempolimits. Studien haben zudem ergeben, dass die eintönige Fahrweise dazu führt, dass die Fahrer ihr Großhirn abschalten und die Zahl der Unfälle zunimmt.

3) Man kann sich begründeterweise über den Lobbyismus der Automobilindustrie ereifern: Für ihre Abgas-Betrügereien wird die Branche zu Recht gescholten. Doch die wirtschaftliche Bedeutung ist immer noch enorm. Rund 7,7 Prozent unseres Bruttosozialprodukts gehen direkt oder indirekt auf die Autoproduktion zurück. Und die modernen deutschen Autobahnen, auf denen man sich zügig bewegt, sind nun einmal auch Werbung für den Exportschlager Auto.

4) Ein Elektroauto mit 250 Kilometer Reichweite verursacht in Deutschland derzeit weit mehr Treibhausgasemissionen als ein Diesel, so das RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Weitere Einschränkungen oder gar Verbote des Diesel wären also widersinnig.

Fest steht: In Deutschland müssen sich inzwischen nicht mehr diejenigen rechtfertigen, die ein Verbot irgendeiner Sache fordern, sondern diejenigen, die die individuelle Freiheit verteidigen. Wohin das führt, kann man sich leicht ausmalen:

„Die Feinstaub-Produktion von drei Zigaretten ist zehnmal so hoch wie jene, die am Auspuff eines alten Ford Mondeo Euro-3 Diesel eine halbe Stunde lang gemessen wurde“, berichtet ebenfalls das RWI-Leibniz-Institut in seiner Rubrik „Die Unstatistik des Monats“. Diejenigen, die heute Dieselverbote und Geschwindigkeitsbegrenzungen fordern, werden morgen mit den gleichen Argumenten auch fordern, das öffentliche Rauchen zu verbieten.

„Ein Adventskranz mit vier brennenden Kerzen kann bereits die Grenzwerte für Stickoxide überschreiten“, eine Zahl, die ebenfalls vom RWI-Leibniz-Institut stammt. Da wäre es folgerichtig, nicht nur, wie die Deutsche Umwelthilfe fordert, das Silvesterfeuerwerk, sondern auch gleich den Adventskranz zu verbieten.

Ich habe noch nie eine Silvesterrakete angezündet, aber ich liebe die Freiheit. Deshalb: Knallt, rast, raucht und zündet Kerzen an – solange es die Evangelische Kirche und die Deutsche Umwelthilfe noch erlauben.“

Frank Pöpsel

Quelle: Fokus Money


Bauvergaberecht mit der VOB auf neuestem Stand!

„Der Deutsche Vergabe- und Vertragsausschuss für Bauleistungen (DVA) hat in seiner heutigen Sitzung, immerhin die 122. seit seiner Gründung im Jahr 1926, die Weichen für ein modernes Bauvergaberecht gestellt. Angesichts der großen Bauaufgaben, die sowohl im Wohnungsneubau als auch im Infrastrukturbau vor uns liegen, ist das eine gute Nachricht.“ Dieses erklärte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes, Felix Pakleppa, nach der Vorstandssitzung des DVA in Berlin.

…Pakleppa weiter: „Die VOB ist die einzige Verordnung, auf die sich Auftragnehmer und Auftraggeber im partnerschaftlichen Dialog seit bald 100 Jahren regelmäßig einigen. Auch die jetzt beschlossenen Änderungen zeugen von einem hohen Maß an Verantwortungsbewusstsein auf beiden Seiten.

Auftraggeber und Auftragnehmer kennen und schätzen die VOB als praxistaugliche Rechtsgrundlage für das Bauen auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene. Ein entscheidender Vorteil der VOB ist, dass Vergabe- und Vertragsrecht sowie die technischen Regeln in einem Werk ineinandergreifen.

Die neue Fassung der VOB/A hat angesichts der großen Herausforderungen in der Bauwirtschaft mit neuen Regeln zu Wertgrenzen für den Wohnungsbau, mit mehr Flexibilität für die öffentlichen Auftraggeber bei der Vergabe, auch mit einer Direktbeauftragung, die Weichen richtig gestellt.

Seit 1926 gelingt es den Vertretern des Bundes (Bau-, Wirtschafts- und Verkehrsministerium), der Länder und der Kommunen im Dialog mit der ausführenden Wirtschaft ein modernes und praxistaugliches System für die Bauvergabe zu erarbeiten. Dieses sollte dauerhaft erhalten bleiben!“

Quelle: ZDB


steinexpo 2020

Mineralische Rohstoffe

Volvo kündigt vollelektrische Bagger und Radlader im Kompaktbereich an

In einem ersten Schritt kündigt Volvo Construction Equipment (Volvo CE) an, im Jahr 2020 mit der Einführung einer vollelektrischen Palette von kompakten Radladern und Kompaktbaggern zu beginnen.

Vor dem Hintergrund des Engagements für die Technologien der Zukunft hat Volvo CE angekündigt, bis Mitte 2020 mit der Markteinführung einer Palette von elektrisch betriebenen Kompaktbaggern (EC15 bis EC27) und Radladern (L20 bis L28) zu beginnen und die Entwicklung neuer Dieselmotoren für diese Modelle einzustellen.

…Damit ist Volvo CE der erste Baumaschinenhersteller, der bei seinen kompakten Baureihen auf eine elektrische Zukunft setzt. Die erfolgreiche Vorstellung einer Reihe von Konzeptmaschinen in den vergangenen Jahren sowie die enge Zusammenarbeit mit ausgewählten Kunden hatten ein positives Echo des Marktes zur Folge. Dieser Schritt steht im Einklang mit der strategischen Ausrichtung der Volvo-Gruppe, in allen Geschäftsbereichen auf die Elektromobilität zu setzen.

Die ersten Maschinen werden auf der „bauma“ im April 2019 in München vorgestellt, gefolgt von einer schrittweisen Markteinführung und dem Hochfahren der Produktion im Jahr 2020.

Volvo CE betont, dass die Dieselverbrennung zwar derzeit noch die am besten geeignete Energiequelle für die größeren Maschinen ist, jedoch erweisen sich der elektrische Antrieb und die Batterietechnologie als besonders geeignet für die kleineren Geräte. Die Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung konzentrieren sich nun verstärkt auf die rasche Entwicklung elektrisch betriebener kompakter Radlader und Kompaktbagger. Dadurch geht Volvo CE einen wichtigen Schritt in Richtung dieselfreier Kompaktmaschinen in der Zukunft.

„Getreu unserer Philosophie ‚Building Tomorrow‘ treibt Volvo CE als Vorreiter im Bereich Elektromobilität die Entwicklung nachhaltiger Lösungen voran, die den Erfolg unserer Kunden unterstützen“, sagt Melker Jernberg, Präsident von Volvo CE. „Die von uns entwickelte Technologie ist ausgereift und robust. Vor dem Hintergrund eines veränderten Kundenverhaltens und stetig verschärfter Umweltrichtlinien sehen wir jetzt den richtigen Zeitpunkt für gekommen, um uns in Zukunft für die Elektromobilität in unseren Kompaktgeräten zu engagieren.“

Quelle: Volvo CE


Friedrich Mozelt ist neuer Geschäftsführer bei Kuhn Baumaschinen Deutschland

Als Geschäftsführer der Kuhn Baumaschinen Deutschland GmbH verantwortet Friedrich Mozelt seit 1. Januar 2019 das Vertriebs- und Servicegebiet Südbayern und Baden-Württemberg mit flächendeckenden Niederlassungen in Hohenlinden, Stuttgart, Ulm und zukünftig auch in Regensburg.

…Mozelt bringt über 30 Jahre Erfahrung im Baumaschinen Vertrieb und Service mit, in den letzten Jahren als Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Zeppelin Österreich GmbH. Bei der Firmengruppe Kuhn, dem größten privaten Komatsu-Händler in Europa, will Mozelt als Geschäftsführer für Deutschland mit den Marken Komatsu, Topcon, Mc Closkey und HBM Nobas das Unternehmen als eine schlagkräftige Organisation rund um Vertrieb und Service positionieren und den Unternehmenserfolg entscheidend voranbringen.

„Dadurch, dass Friedrich Mozelt in seiner vorherigen Position entscheidend und nachhaltig zum Erfolg des Unternehmens und zur Entwicklung und Positionierung am österreichischen Markt beigetragen hat, freuen wir uns sehr, ihn für die Geschäftsführerposition in unserer Firmengruppe für Deutschland gewonnen zu haben“, so die Familie Kuhn.

„Mein Fokus bei der Unternehmensführung liegt ganz klar darauf, für unsere Kunden ein kompetenter und zuverlässiger Ansprechpartner zu sein. Egal ob im Bezug auf den Verkauf, den Service oder einer passenden Finanzierung von neuen und gebrauchten Baumaschinen oder Equipment, unsere Kunden sollen einen verlässlichen Baumaschinenpartner an der Seite haben“, unterstreicht Mozelt.

Quelle: Kuhn, Bildquelle: MAWEV


Recycling

Schwarz Gruppe setzt auf klare Wachstumsstrategie

Nach der Übernahme der Tönsmeier-Gruppe in 2018 bereitet die Schwarz Gruppe nun ihren nächsten Schritt im Entsorgungs- und Recyclinggeschäft vor: „Wir setzen klar auf Wachstum“, sagt Gerd Chrzanowski als Vorsitzender der Schwarz Zentrale Dienste KG verantwortlich für dieses Geschäftsfeld. Mit der neu gegründeten Vertriebsmarke PreZero wolle die Gruppe ihren Umsatz in den kommenden fünf Jahren um 50 Prozent auf 750 Millionen Euro steigern. Im vergangenen Geschäftsjahr 2017 erwirtschafteten die Neckarsulmer rund 500 Millionen Euro Umsatz.

…Der Entsorger, der bundesweit an 80 Standorten sowie in Polen und den Niederlanden aktiv ist, gehört damit zu den Top Fünf in Deutschland. PreZero konzentriert sich auf die Entsorgung und Wiederverwertung von Wertstoffen, wie Verpackungen, Papier und Pappe, Sperrmüll, Lebensmittel und Gewerbeabfällen.

Wachstumschancen sieht Gerd Chrzanowski in verschiedenen Bereichen: „Wir wollen sowohl Partner der Kommunen sein als auch kleiner und mittelständischer Entsorgungsunternehmen. Ebenso werden wir Großkunden besondere Angebote machen.“ Zusätzliche Chancen sieht er durch die steigende Regulierung und die wachsende Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Recyclingmaterial.

Auf der Digitalplattform PreZero.com können sich Kunden online in Sekundenschnelle Angebote zur Entsorgung erstellen lassen. Dazu arbeitet PreZero schon heute mit knapp 200 regionalen Entsorgungsunternehmen zusammen.

In diesem Zusammenhang fordert Gerd Chrzanowski seitens der Politik bessere Rahmenbedingungen. Es müsse ein Anreizsystem für höhere Recyclatanteile in Verpackungen geschaffen und funktionierende Sammelsysteme in Europa installiert werden. Eine Plastiksteuer führe jedoch nicht zum Ziel, ist sich Gerd Chrzanowski sicher.
Erfahrung im Sammeln und Recyceln hat die Schwarz Gruppe schon seit dem Jahr 2009. Damals gründeten die Neckarsulmer ein eigenständiges Unternehmen, das seitdem die Wertstoffe der beiden Handelsparten Lidl und Kaufland einsammelt und wiederverwertet. Inzwischen ist man weltweit in 30 Ländern operativ und beratend tätig.

Kreislaufwirtschaft zu Ende gedacht: Plastikstrategie REset Plastic
Die Aktivitäten im Entsorgungsgeschäft passen gut zur Strategie der Schwarz Gruppe, über eigene Produktionskapazitäten für Lebensmittel und die beiden Handelssparten Lidl und Kaufland Wertstoffkreisläufe zu schließen. „Abfälle sind für uns Wertstoffe am falschen Ort“, sagt Dietmar Böhm, als Geschäftsführer für das operative Geschäft von PreZero verantwortlich. Damit ist die Schwarz Gruppe das einzige Handelsunternehmen in Deutschland, das den Wertstoffkreislauf aus einer Hand schließen kann.

Seit 2018 hat sich die Schwarz Gruppe dem Thema Plastik verschrieben. Mit „REset Plastic“ hat sie eine Strategie entwickelt, den Plastikverbrauch in allen Unternehmensbereichen zu reduzieren, Voraussetzungen für qualitativ hochwertige Wertstoffströme zu schaffen und damit die Schließung von Kreisläufen zu ermöglichen. Die Schwarz Gruppe zählt mit über 400.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von knapp 100 Milliarden weltweit zu den größten Händlern und ist in 30 Ländern in Europa, USA und Australien präsent.

Erhebliche Investitionen geplant – eigenes Duales System bis 2021
„Für die Zukunft planen wir Investitionen in neue Technologien und Sortierkapazitäten im dreistelligen Millionenbereich“, erklärt Dietmar Böhm weiter. Zudem arbeite man am Aufbau eines eigenen Dualen Systems bis 2021. Damit erhielte das Unternehmen die Möglichkeit, bundesweit Verpackungsmaterial zu lizenzieren.

Ein Symbol für Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz haben sich die Neckarsulmer bereits gesichert: Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft beraten die Experten seit Anfang 2019 den Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim bei der Implementierung eines ressourceneffizienten Wertstoffmanagements und unterstützen bei der Entsorgung.

Quelle: PreZero


Widerstand gegen DSD-Übernahme durch Remondis

Die geplante Übernahme von DSD durch Remondis sieht der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung kritisch, weil sie Auswirkungen auf das gesamte Marktgefüge der Entsorgungsbranche hat. Eine soeben veröffentlichte Studie befürchtet „existenzbedrohliche Auswirkungen“ entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Allerdings steht die Transaktion noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung. Die geplante Übernahme wurde durch Remondis am 16. Januar 2019 beim Bundeskartellamt angemeldet.

…Dem Bundeskartellamt steht grundsätzlich ein Prüfungszeitraum von vier Monaten nach Eingang der vollständigen Anmeldung zur Verfügung. Innerhalb dieser Frist kann es den Zusammenschluss untersagen. Der bvse hat deshalb beim Bundeskartellamt unverzüglich einen Beiladungsantrag gestellt, um sich in das Fusionskontrollverfahren einbringen zu können.

Der bvse ruft aber auch die betroffenen Unternehmen auf, sich im anstehenden Fusionskontrollverfahren an das Bundeskartellamt zu wenden. Schließlich haben sich viele mittelständische Entsorger in der Vergangenheit an Ausschreibungen des Dualen Systems Deutschlands im Sammel-, aber auch Sortierbereich beteiligt. Jetzt wird der Hauptkonkurrent und Branchenriese Remondis mit der DSD-Übernahme gleichzeitig Auftraggeber und Auftragnehmer.

„Das gesamte Marktgefüge – von kleineren privaten bis zu großen kommunalen Unternehmen – ist unmittelbar oder mittelbar betroffen, wobei sich teilweise existenzbedrohliche Auswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ergeben“, betont der Autor der Studie, Magnus Alexander zu Wied.

Bernhard Reiling, Präsident des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung: „Es liegt auf der Hand, dass die geplante Übernahme zu weiteren Wettbewerbseinschränkungen in der Recycling- und Entsorgungsbranche führen wird. Die Übernahme des Dualen Systems durch Remondis wird die Branche kräftig durchschütteln und verändern. Zumal die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) sich jetzt auch massiv in der Entsorgungsbranche engagiert. Das wird die Konzentration weiter vorantreiben.“

„Nach unserer Einschätzung ist Remondis daran interessiert, konzerneigene und damit abgeschottete Wertstoffkreisläufe zu schaffen. Das wird zu einer weiteren Verdrängung mittelständischer Unternehmen der Sekundärrohstoff- und Recyclingbranche führen“, warnt bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock.

Der bvse geht von einer marktbeherrschenden Stellung des Remondis-Konzern in den Bereichen Altglas, Altpapier, E-Schrott, Schrott und Sonderabfall aus. Bei Erwerb der DSD Holding wäre die Marktbeherrschung von Remondis im Bereich des Kunststoffrecyclings wohl nur noch eine Frage der Zeit.

Zugleich beherrscht Remondis auch in wichtigen Ballungszentren in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg den Bereich der kommunalen Entsorgung über sogenannte PPP-Gesellschaften (Public-Private-Partnership). „Da bleibt den kleinen und mittelständischen Unternehmen keine Luft mehr, wenn in diesen Regionen Remondis auch das Geschäft mit der Verpackungsentsorgung in Händen hält. Der Mittelstand wird so zerrieben“, so Eric Rehbock.

Umso wichtiger ist es, so der bvse-Hauptgeschäftsführer, dass sich die mittelständischen Unternehmen im Fusionskontrollverfahren gegen die geplante Übernahme zur Wehr setzen. Nach Einschätzung der Autoren der Studie wird der Ausgang der Prüfung des Bundeskartellamts nämlich auch davon abhängen, wie viele betroffene Akteure sich in dem Verfahren engagieren und ihre Sicht der Dinge darlegen werden.

Quelle. Bvse, Bildquelle: Handelsblatt


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