Anmeldung zum STV-News-Channel

Sie möchten den STV-News-Channel jeden Donnerstag mit brandaktuellen Meldungen zugeschickt bekommen?
Dann melden Sie sich enfach über unser Anmeldeformular an.


Meldungen der Woche

Baugewerbe fordert Beibehaltung der Zeitumstellung

Zur aktuellen Diskussion über die Abschaffung der Zeitumstellung erklärt der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa: „Der Vorschlag von Kommissionspräsident Juncker, die Regelung der Zeitumstellung den einzelnen EU-Mitgliedstaaten zu überlassen, bringt keinen Fortschritt, sondern endet im Chaos!“

…Es ist heute schon erkennbar, dass die Mitgliedsstaaten zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen kommen werden. So liebäugeln Dänemark und die Niederlande beispielsweise mit der dauerhaften Winterzeit, Polen dagegen mit der dauerhaften Sommerzeit.

Auch in Deutschland ist die Situation nicht eindeutig. Zwar ist eine Mehrheit für die Beibehaltung der Sommerzeit, hat sich aber mitten im Hochsommer dazu geäußert. Wir fragen uns, wie diese Abstimmung ausfallen würde, wenn sie im Winter – unter Beibehaltung der Sommerzeit – durchgeführt worden wäre.

Denn die Beibehaltung der Sommerzeit bedeutet je nach Wohnort, dass es erst kurz vor zehn Uhr morgens hell wird. Das kann u.U. sechs Wochen mehr dunkle Wege zur Arbeit und in die Schule bedeuten. Für die Bauunternehmen hat das zur Folge, dass wir die Baustellen beleuchten oder aber die Beschäftigten abends länger arbeiten müssen.

Was wir unter keinen Umständen wollen, ist ein Chaos im Hinblick auf die verschiedenen Uhrzeiten in den EU- Mitgliedstaaten. Wir plädieren daher dafür, das jetzige System der Zeitumstellung beizubehalten.

Quelle: ZDB/HDB


Intensive Bautätigkeit auch zum Herbstbeginn

Nachdem der Sommer keine saisonale Beruhigung in der Bauwirtschaft gezeigt hatte, bleibt die Bauwirtschaft auch zum Herbstbeginn sehr rege. Das ergibt die monatliche Konjunkturumfrage des Zentralverband Deutsches Baugewerbe unter seinen Mitgliedsbetrieben für September 2018.

…Die Mitgliedsunternehmen des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes bewerten die Geschäftslage im Wohnungsbau als „gut“. Für den Gewerbebau und den Straßenbau reichen die Urteile weiter von gut bis befriedigend. Damit fällt einzig der öffentliche Hochbau in der Geschäftslagebeurteilung etwas hinter den anderen Bausparten ab.

Die Erwartungen zur Geschäftsentwicklung bleiben auch für die kommenden Monate optimistisch. Dazu hat die unverändert hohe Nachfrage nach Bauleistungen beigetragen. Nur zum öffentlichen Hochbau gibt es Meldungen zu einer rückläufigen Baunachfrage.

Die Bautätigkeit hat gegenüber den Sommermonaten noch einmal angezogen. Die Bauunternehmen haben dazu weiter Beschäftigte eingestellt. Der Beschäftigtenzuwachs fällt dennoch verhalten aus. Insgesamt bleibt die Situation eher von Fachkräftemangel gezeichnet.

Neben einem Beschäftigtenaufbau investieren die Bauunternehmen erheblich in Baugeräte. Diese Anschaffungen dienen mehr und mehr auch der Erweiterung der Betriebskapazitäten.
Die Geräteauslastung hat gegenüber den Sommermonaten noch einmal etwas zugelegt, im Hochbau steigt der Wert von 75 % auf 77 %, im Tiefbau werden nach 75 % im August nun 76 % erreicht.

Die Auftragsbestände werden insgesamt als „groß“ (im Wohnungsbau) bis „ausreichend“ (Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau) beschrieben. Sie erreichen im Hochbau knapp 3,5 Monate (Vormonat 3,7 Monate) und im Tiefbau ca. 3,1 Monate (Vormonat 3,5 Monate).

Quelle: ZDB/HDB


steinexpo 2020


Mineralische Rohstoffe

ForumMIRO 2018: Die Politik geht mit an Bord

August 2018: Vom 28. bis 30. November 2018 trifft sich die Fachwelt der Gesteinsindustrie erneut zum ForumMIRO in Berlin, das diesmal unter einem deutlich politischen Fokus steht. Die vom Bundesverband Mineralische Rohstoffe getragene Leitveranstaltung der deutschen Gesteinsindustrie findet in diesem Jahr im Mercure Hotel Moa in Moabit statt. Die Veranstalter rechnen erneut mit rund 500 Teilnehmern und etwa 70 Beteiligungen an der begleitenden Fachausstellung.

…Kein ForumMIRO ist genauso wie das vorangegangene. Was sich jedoch wiederholt, sind bewährte Elemente, die bei den Teilnehmern auf besonders große Zustimmung trafen. Aus diesem Grund wird das Fachprogramm mit seinen parallelen Workshops zur Hälfte wieder im Zentrum der Fachausstellung stattfinden.

In diesem Jahr jedoch wird sich dieses räumliche Integrations-Konzept bereits zu Beginn auch auf politischer Ebene bewähren, denn der Bundesverband Mineralische Rohstoffe, MIRO, ist gerade in der jüngeren Vergangenheit in seiner politischen Reichweite gewachsen. Schon am Eröffnungsabend des 28. November bietet das ForumMIRO in der Mitte seiner Leistungsschau einer politischen Podiumsdiskussion die Bühne. Akteure auf dem Podium sind dabei neben MIRO-Präsident Dr. Gerd Hagenguth und dem Vizepräsidenten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, BGR, Dr. Volker Steinbach, Abgeordnete der Regierungs- und verschiedener Oppositionsparteien aus dem deutschen Bundestag. Zur Diskussion steht die zentrale Frage, warum Gesteinsrohstoffe in Deutschland gleichermaßen vorhanden und dennoch rar sind. Mehr noch: Die Podiumsteilnehmer werden unter der Moderation von Tom Hegermann gefordert sein, Vorschläge zu unterbreiten, die geeignet sind, bestehende Interessenskonflikte bei der vorsorgenden Rohstoffsicherung zu beheben.

Als weiteres politisches Highlight, das es in dieser Form bei der Veranstaltung noch nicht gab, wird am Veranstaltungsfreitag der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, eine Rede halten – ein Zeichen für die inzwischen stärkere Wahrnehmung der Gesteinsbranche auch in der Bundespolitik. Bundesminister Altmaier selbst wurde vom BDI im Zuge der kürzlich vorgestellten „Berliner Erklärung zur Rohstoffpolitik“ als „Rohstoffbeauftragter“ vorgeschlagen. Insofern wird auch ihm ein Treffen mit der heimischen Rohstoff-Realität am Herzen liegen.

Der Eröffnungsblock am Veranstaltungsdonnerstag, eingeleitet durch den MIRO-Präsidenten, wird abgerundet durch eine professorale Festansprache zur Zukunft der Arbeit.

Die darauffolgenden Fachblöcke in zwei parallel angelegten Strängen eröffnen Raum für die brennenden Fragen der Branche – und deren Beantwortung. Sie widmen sich im Einzelnen im Strang 1 den Themen der Flächenverfügbarkeit für die Rohstoffgewinnung, der Frage, was für mehr Akzeptanz zum Thema Rohstoffgewinnung getan werden kann, dem Dauerthema der schwierigen Genehmigungsverfahren, sowie dem Königsweg beim temporären Artenschutz und „Natur auf Zeit“.

Der Workshopstrang 2 – platziert in der Fachausstellung – wendet sich technisch orientierten Themen mit auffälliger Digital-Tendenz zu. So schließt sich dem Block zu Möglichkeiten und Grenzen der Digitalisierung in der Gesteinsbranche ein Block zur Datenübertragung als Grundlage für die Rohstoffgewinnung 4.0, diesem wiederum – dazu passend – ein weiterer zur automatisierten Gewinnung & Aufbereitung an. Um all das aber auch in Zukunft mit dem passenden technischen Personal bewältigen zu können, spielt das Thema der Nachwuchsgewinnung – teils reflektiert aus der Sicht genau solcher Nachwuchskräfte – hier sinnvoll hinein.

Das Programm und die Anmeldeunterlagen stehen zum Download auch auf der Internetseite des Veranstalters MIRO sowie auf der Website der organisierenden Geoplan GmbH zur Verfügung. Neben der Kernzielgruppe sind Gäste aus dem peripheren Umfeld der mineralischen Rohstoffindustrie, wie Vertreter von Baustoffherstellern und bauausführenden Unternehmen, beim ForumMIRO stets herzlich willkommen.

Quelle: BV MIRO/gsz


Recycling

bvse-Halbjahresmarktbericht: Hohe Schrottnachfrage im 1. Halbjahr 2018 stimmte Branche positiv

Nach bvse-Erkenntnissen war der Schrottbedarf der Werke im ersten Halbjahr 2018 aufgrund der robusten Stahlnachfrage hoch und zwar höher als im Vorjahr. Schrott war gesucht und alle angebotenen Mengen waren absetzbar. Dies galt sowohl für die Elektrostahlwerke als auch für die integrierten Werke. Der befragte Handel zeigte sich im Rahmen der bvse-Halbjahresumfrage mit den erzielten Ergebnissen zum überwiegenden Teil zufrieden.

…Für den diesjährigen bvse-Halbjahresmarktbericht ist es leider nicht möglich, auf genauere Daten zur deutschen Rohstahlproduktion und damit auch zum Schrottverbrauch der Stahlwerke zurückzugreifen, da der Stahlbranchenverband nach wie vor keine Daten veröffentlicht und der Weltstahlverband stattdessen die monatlichen Produktionsmengen im Rahmen seiner Meldungen zur Weltrohstahlproduktion als geschätzte Mengen angibt. Ebenso wird mit den Roheisenproduktionsmengen für 2018 verfahren. Während nach den vorliegenden Daten die deutsche Stahlproduktion um lediglich 1 Prozent gestiegen sein soll, legte die Roheisenproduktion um insgesamt 7,5 Prozent zu. Plausibel erscheint dem bvse das Datenmaterial nicht, sodass es schwer ist, auf dieser Basis konkrete Aussagen zu treffen.

Die positive Stimmung in der Schrottwirtschaft wurde unterstützt von einer Erholung der Basismetallpreise. Der LME-Kupferpreis Settlement Daily stieg beispielsweise im Vergleich des ersten Halbjahres 2017 zu 2018 um 20 Prozent von einem durchschnittlichen Preis in Höhe von US-$ 5.747,5 pro Tonne auf US-$ 6.915,5 pro Tonne. Der LME-Aluminiumpreis Settlement Daily ist im Halbjahresvergleich auf US-$-Basis um 17,5 Prozent von US-$ 1,880 auf US-$ 2.209 pro Tonne gestiegen, während die Steigerungen auf Eurobasis wegen der starken Schwankungen des Euro gegenüber dem US-Dollar erheblich geringer ausfielen. Sie lagen bei Kupfer bei rund 8 Prozent und bei Aluminium bei rund 6,3 Prozent. Für die exportorientierte Handelsstufe trübte sich die gute Stimmung durch die restriktive Abfallimportpolitik Chinas, bekannt unter den Begriffen 'National Sword' und 'Green Fence', immer mehr ein. Für Metall- und Kunststoffgemische, die bis dato problemlos nach China ausgeführt werden konnten, müssen neue Absatzmöglichkeiten im europäischen Raum gesucht werden, da neben China auch alternative Absatzgebiete in Südostasien die Einfuhrbestimmungen verschärft haben.

Laut den vorläufigen Halbjahreszahlen des Bundesverbandes der Deutschen Gießerei-Industrie haben die deutschen Eisen-, Stahl- und Tempergießereien 2,3 Mio. Tonnen Gussstahl produziert. Der Schrottzukauf dieser Gießereien lag bei 1,9 Mio. Tonnen und damit gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres – als der Zukauf 1,77 Mio. betragen hat – um etwa 7,3 Prozent höher. Insgesamt setzten die vorgenannten Gießereien im ersten Halbjahr 2018 3,01 Mio. Tonnen Schrott (Eigenentfall + Zukaufschrott) gegenüber 2,85 Mio. Tonnen im ersten Halbjahr 2017 ein, was einer Steigerung von rund 5,6 Prozent entspricht. Während der ersten sechs Monate dieses Jahres meldete der Handel eine überaus starke Schrottnachfrage der Gießereien, die zu einem sehr festen Markt führte. Bei einzelnen Sorten kam es zu Lieferverzögerungen, da insbesondere die Hersteller für die Automobilindustrie und den Maschinenbau einen erfreulich hohen Auftragsbestand zu bearbeiten hatten.

Preisentwicklung
Die Schrottverbraucher nahmen im betrachteten Zeitraum mehrere Anläufe die Preise zu reduzieren. Aus Angst, im Januar nicht ausreichend versorgt zu werden, erhöhten sie die Preise deutlich. Als jedoch die üblichen Reaktionen des Schrotthandels einsetzten und große Mengen angeboten wurden, nutzten die Verbraucher die vermeintliche Gunst der Stunde und reduzierten im Februar die Preise wieder kräftig. Die Auswirkungen ließen nicht lange auf sich warten, da einige Hersteller nicht mit den gewünschten Mengen versorgt wurden. Weil insbesondere das Altschrottaufkommen stark nachließ, erfolgte im März eine Korrektur. Bis Juni blieben die Preise weitgehend unverändert, obwohl hier und da Preisspitzen abgebaut werden konnten und bei einzelnen Sorten monatsweise leichte Anpassungen erfolgten. Der Halbjahresvergleich der Preise zeigt, dass der Neuschrottpreis gegenüber dem Vorjahr um 18,4 Prozent zulegen konnte, der Schredderschrottpreis um 16 Prozent und Altschrottpreis der Sorte 1 um 15,8 Prozent. Auch wenn die Bewegungen im Tiefseemarkt intensiver waren, blieben davon die Inlandspreise ab April weitgehend unberührt, was für einen hohen Schrottverbrauch spricht. Die Preisausschläge im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres waren ungleich heftiger, wie in Grafik 1 zu sehen (siehe Anlage).

Deutscher Schrottaußenhandel
Sowohl die Schrottim- als auch die Schrottexportmengen waren im Halbjahresvergleich rückläufig. Nach wie vor ist Deutschland bei Schrott ein Nettoexporteur. Der Überschuss der Außenhandelsbilanz im ersten Halbjahr 2017 war zu der des Vergleichshalbjahres 2018 mit einem Überschuss von 2.007.095 Tonnen zu 2.007.821 Tonnen kaum verändert. Der absolute Rückgang bei den Im- und Exportmengen war mit 181.671 Tonnen zu 180.945 ebenfalls nahezu identisch und lässt darauf schließen, dass der Schrottverbrauch im Inland entsprechend gestiegen ist.

Schrottimporte
Die deutschen Schrottimporte sind gemäß den Daten des Statistischen Bundesamtes im Halbjahresvergleich 2018 zu 2017 um rund 182.000 Tonnen bzw. 7,6 Prozent gesunken. Die wichtigsten Lieferländer waren die Tschechische Republik mit 472.106 Tonnen (Vorjahr 417.077 Tonnen), gefolgt von den Niederlanden mit 358.387 Tonnen (Vorjahr 409.514 Tonnen), Polen mit 327.965 Tonnen (Vorjahr 350.935 Tonnen) und Frankreich mit 284.741 Tonnen (Vorjahr 275.948 Tonnen). Der Lieferanteil aus den Ländern der EU (28) lag unverändert bei 85,6 Prozent. Die eingeführten Mengen lagen im ersten Halbjahr 2018 bei 1,9 Mio. Tonnen gegenüber 2 Mio. Tonnen im ersten Halbjahr 2017. Von den wichtigsten Importeuren konnten lediglich die Mengen aus der Tschechischen Republik gesteigert werden, während die Einfuhren aus Polen durch den hohen inländischen Bedarf weiter rückläufig waren. Grafik 2 (siehe Anlage) zeigt die Bewegungen in den einzelnen Lieferländern.

Schrottexporte
Mit 4,2 zu 4,4 Mio. Tonnen war der Schrottexport im Halbjahresvergleich um rund 4 Prozent geringer. Der Anteil der Lieferungen in die Länder der EU(28) ist leicht von 85,8 Prozent in 2017 auf 84,6 Prozent in 2018 gefallen. Wichtigste Exportziele waren die italienischen Stahlwerke, die deutlich mehr Mengen gekauft haben als im Vorjahr, gefolgt von den Niederlanden, Belgien und Luxemburg. Während in die Exportläger in den Niederlanden und Belgien weniger Mengen aus Deutschland geflossen sind, hat neben den italienischen Werken auch der luxemburgische Schrottverbraucher seine Schrottzukäufe gesteigert (vgl. Grafik 3). Die Lieferungen nach China sind aus den oben erwähnten Gründen deutlich gesunken, was ebenfalls Grafik 5 verdeutlicht.

Europäischer Schrottaußenhandel
Anders als in Deutschland stellt sich die Entwicklung im EU-Raum dar. Die Importmengen sind leicht gestiegen, während die Exporte nochmals um rund 700.000 Tonnen gesteigert werden konnten. Der Außenhandelsüberschuss betrug im ersten Halbjahr 2018 9,3 Mio. Tonnen gegenüber 8,6 Mio. Tonnen im ersten Halbjahr 2017.

Der größte Schrottlieferant ist und bleibt die Schweiz mit einem Lieferanteil 27,3 Prozent, vgl. Grafik 4. Wichtigster Schrotthandelspartner bleibt für die EU mit fast 60 Prozent die Türkei, die im ersten Halbjahr 2018 die Einfuhrmengen auf fast 6,4 Mio. Tonnen erhöht hat. Zunehmend interessant für die Exporteure werden Abnehmer in Ägypten, Pakistan und Indien.

Schlussbemerkungen
Laut bvse-Umfrage sehen die Mitglieder die Marktentwicklung im zweiten Halbjahr 2018 nicht mehr ganz so positiv wie die des ersten Halbjahres 2018. Die geopolitischen Verwerfungen in Form von Trumpscher Marktabschottung, der türkischen Wirtschafts- und Währungsturbulenzen oder der chinesischer Importrestriktionen für Abfälle verunsichern nicht nur die Märkte und die Marktteilnehmer immer mehr sondern sie beginnen Spuren zu hinterlassen. Noch im III. Quartal war die Auftragslage der Schrottverbraucher gut, die ersten Konjunkturwolken über dem deutschen Wirtschaftsmotor Automobilindustrie könnten jedoch die positive Stimmung eintrüben. Die so wichtige Schrottnachfrage der türkischen Stahlwerke, die in hohem Maße die Schrottpreisbildung in Europa beeinflusst, zeigt bisher kaum Schwäche. Wie lange dies anhalten wird, ist ungewiss.

Quelle: bvse


BDSV: Explodierende Frachtkosten solidarisch tragen

Das derzeitig herrschende extreme Niedrigwasser auf den Bundeswasserstraßen stellt die Stahlrecyclingwirtschaft vor Riesenprobleme.

Einerseits bestehen für Schrott und Sekundärrohstoffe deutlich geringere Ladekapazitäten, sodass die vertragsgemäße Abnahme bei den industriellen Schrott-Anfallstellen sowie auch die Belieferung der Stahlwerke entlang der Wasserstraßen kaum noch möglich ist. Andrerseits sind die Frachtsätze dramatisch angestiegen. Statt des üblichen kalkulatorischen Frachtsatzes auf Rhein/Main/Neckar von 10 – 12 EUR/t müssen derzeit 35 – 40 EUR/t reali-siert werden. Die Alternative des Transports per Güterbahn oder Lkw besteht nicht, da auch dort aufgrund der erhöhten Nachfrage Engpässe bestehen und die Kosten explodiert sind.

…„Es kann nicht angehen, dass die explodierenden Frachtkosten allein vom Schrotthandel aufgefangen werden. Das Extremwetterereignis und seine Auswirkungen müssen von allen Beteiligten der Wertschöpfungskette solidarisch getragen werden“, fordert Rainer Cosson, Hauptgeschäftsführer der BDSV. Er appelliert gleichermaßen an die Erzeuger von Schrott als auch an die Abnehmer der Sekundärroh-stoffe, für konstruktive Gespräch über eine gerechte Teilung der Mehrkosten offen zu sein.

Quelle: BDSV; Bildquelle: dpa/Thomas Frey


Asphalt

VDBUM-Seminar 2019: Winter-Treff in Willingen

Das 48. VDBUM-Großseminar 2019, das vom 19. bis 22. Februar 2019 im Sauerland Stern-Hotel in Willingen stattfindet, wirft bereits seine Schatten voraus. Die Programmplanungen laufen auf Hochtouren. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

…Wer die aktuellsten Informationen aus der Baubranche in komprimierter Form nicht verpassen möchte, sollte sich diesen „Winter-Treff in Willingen“ schon jetzt in seinem Terminkalender vormerken und sich gleich anmelden. Alle Infos und die Anmeldeunterlagen findet man auf der Homepage des Verbandes der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik unter www.vdbum.de.

Das Seminar steht diesmal unter dem Motto „Innovation durch Motivation“. Schwerpunktpartner sind in 2019 Zeppelin, Bauer Schrobenhausen, Total und Wolff Kran. Das Programm verläuft durchgängig dreizügig, sodass man sich aus den verschiedenen Themensträngen sein maßgeschneidertes individuelles Tagungsprogramm zusammenstellen kann. Selbstverständlich wird am Eröffnungstag wieder die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion aus unterschiedlichen Perspektiven in die Seminarthematik einführen, die anschließend in den einzelnen Vorträgen und Workshops bis ins Detail ausgeleuchtet wird.

Der VDBUM hat zahlreiche der führenden Köpfe aus den wichtigsten Unternehmen der Branche als Referenten gewinnen können. „Wir sind stolz, dass sich unser Programm liest wie das ‚Who is Who‘ der Baubranche“, sagt VDBUM- Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dieter Schnittjer. „Die große Nachfrage nach unserem Seminar mit seinem einzigartigen Know-how-Transfer und dem begehrten Networking-Angebot ist für uns immer wieder Verpflichtung, die brandaktuellen Themen der Zeit auf dem neuesten Stand abzubilden.“ Mit mehr als 90 Ständen bietet die begleitende Ausstellung auf 1.200 m2 anschauliche Ergänzungen zu den Fachvorträgen. Das Außengelände eröffnet zudem vielfältige Präsentationsmöglichkeiten für größere Exponate bis hin zu praktischen Maschinenvorführungen.

Auch diesmal gibt es wieder das mittlerweile fest etablierte Patenschaftsprogramm für von Unis und Hochschulen benannte Studenten mit besonderem Baumaschinen-Interesse. Unternehmen können die Teilnahme dieser jungen Nachwuchskräfte an dem Großseminar fördern, indem sie ihnen – mit Unterstützung des VDBUM – die Chance bieten, das Fachprogramm zu besuchen und die bedeutenden Akteure im Markt hautnah kennenzulernen. Den Unternehmen verschafft dieses Patenprogramm wertvolle Kontakte zu potenziellen künftigen Mitarbeitern, die sie für die Branche allgemein und ihr eigenes Unternehmen im Besonderen begeistern können. Studenten als auch Unternehmen können sich ab sofort beim VDBUM melden.

Der attraktive VDBUM-Förderpreis wird 2019 im Rahmen einer Abendveranstaltung auf dem Großseminar zum siebten Mal verliehen. Der Preis richtet sich in gleicher Weise an Studenten, Jungakademiker, Meisterschüler und erfahrene Praktiker mit innovativen Ideen. Die Neuerungen sollen darauf abzielen, die Wirtschaftlichkeit des Einsatzes von Baumaschinen und Komponenten zu steigern, Bauverfahren zu optimieren und so den Fortschritt der gesamten Branche voranzubringen. Die Gewinner können sich in den drei Kategorien „Innovationen aus der Praxis“, Entwicklungen aus der Industrie“ und „Projekte aus Hochschulen und Universitäten“ jeweils über ein Preisgeld von 2500 Euro freuen. Der Eingabeschluss für Bewerbungsunterlagen ist der 31. Oktober 2018.

Den Festvortrag hält am Eröffnungsabend Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München GmbH. Er wird im bauma-Jahr spannende Einblicke in die Vorbereitung des anstehenden Großereignisses in München bieten. Immerhin ist die bauma die weltweit größte Leistungsschau der Baumaschinenbranche.

Das VDBUM-Seminar eröffnet wieder reichlich Raum zum Erfahrungsaustausch und Knüpfen wertvoller Kontakte. Besonders die Abendveranstaltungen bilden einen angenehmen Rahmen, um ins Gespräch zu kommen.

Quelle: VDBUM


In eigener Sache

Ergänzt: Das STV-News-Channel-Archiv

Ab sofort können Sie in unserem STV-News-Channel-Archiv alle Meldungen der Vowoche noch einmal nachlesen.

Ihr „STV-News-Channel“

Im Rahmen der „STV-Online-Offensive 2018“ des Stein-Verlages erhalten Sie wöchentlich für die Branche wichtige Ad-hoc-Meldungen und Nachrichten. Der „STV-News-Channel“ informiert Sie im Stile eines Nachrichtenkanals kurz und knapp, schnell und kompetent über Aktuelles aus der mineralischen Baustoff-, Asphalt- und Recycling-Industrie.
Außerdem werden Sie mit unseren etablierten Fachzeitschriften Gesteins-Perspektiven, recycling aktiv und asphalt – wie gewohnt – kompetent und umfassend informiert. Diese sind auch in unserem Zeitschriften-Web-Kiosk unter webkiosk.stein-verlaggmbh.de als E-Paper verfügbar.




Copyright © by Steinverlag GmbH
Startseite Kontakt Impressum